Mai 2017, on tour

arsenal distribution @ Oberhausen

(1) A TALL TALE (2) IM GEHÄUS (3) A TALL TALE (4) THE SHORTEST DAY

Bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen präsentieren wir am 13. Mai eine Auswahl der kürzlich in den Verleih von arsenal distribution übernommenen Filme, die im Rahmen von Forum Expanded 2017 ihre Premiere gefeiert haben sowie zwei weitere Arbeiten von Karø Goldt, deren Gesamtwerk wir nun im Verleih haben. Orson Welles, Edgar Allen Poe und andere literarische und cineastische Geister leiten die Zuschauer*innen in A TALL TALE (Maya Schweizer, Deutschland/Irland 2017) durch eine Landschaft aus Ruinen und Filmen und Filmruinen, die von Phantomen und Elfen bevölkert wird. SPOT ON – SPOT OFF: UGANDA (Deutschland/Österreich 2009) von Karø Goldt: Die Welt im Wohnzimmer. Projektiert wird das Standbild eines bequemen Lederfauteuils nebst Beistelltisch und Zeitungen, während eine Frauenstimme über die politischen Verhältnisse in Zentralafrika spricht. In I DEEPLY REGRET (Karø Goldt, Deutschland 2009) geht es um verpasste Rache und somit auch um versäumte Genugtuung. Sich aus der Opferrolle zu befreien, gelingt eher selten. Das Video zeigt einen Versuch, sich nachträglich mittels einer Machtphantasie aus dieser Lage zu befreien. THE SHORTEST DAY (Österreich 2016) von Karø Goldt beschäftigt sich mit Melancholie und Trauer, aber auch mit der Überwindung dieser Gefühle. STUDIES ON THE ECOLOGY OF DRAMA (Finnland 2017) von Eija-Liisa Ahtila nutzt darstellende Methoden, um mit anderen Lebewesen in Kontakt zu treten. Es treten auf: eine menschliche Darstellerin, ein Gebüsch, ein Wacholderstrauch, ein Mauersegler, ein Pferd, ein Zitronenfalter und eine menschliche Akrobatentruppe. Eva C. Heldmanns Film IM GEHÄUS (Deutschland 2017) entfaltet das Porträt eines Mannes in seinem Arbeitsraum: Dennis und ich leben zusammen. Ich erkunde sein Zimmer mit der Kamera. Papiere, Bücher und Werkzeuge überall: die gesetzlose Welt des Denkers und Bastlers. Ich traue seinen Arbeitsmethoden nicht – vieles bleibt unvollendet – doch sie ziehen mich an.