juli 2015, berlinale forum

Forum Expanded Summer Screening: "Out on the Street"

Mit einem Summer Screening von Jasmina Metwaly und Philip Rizk's Film BARRA FEL SHARE' (Out on the Street) am 14. Juli im silent green Kulturquartier kehrt Forum Expanded in das ehemalige Krematorium in der Gerichtsstraße zurück, das es 2013 als Veranstaltungsort bespielte.

OUT ON THE STREET (Ägypten 2015, 72 min) ist ein Film über eine Gruppe von Arbeitern in Helwan, einem Arbeiterviertel in Kairo. Zehn Fabrikangestellte nehmen an einem Schauspiel-Workshop teil. Während der Proben kommen Themen wie Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz, Polizeibrutalität oder erfundene Bußgelder auf, sowie unzählige Geschichten von Korruption und Ausbeutung durch kapitalistische Arbeitgeber. Ein Studio auf einem Hausdach mit Blick über das Herz von Kairo fungiert als Raum zwischen Realität und Fiktion. Hier tauchen die Workshopteilnehmer in ihre Rollen hinein und wieder aus ihnen heraus, und entwickeln dabei ein Stück, das sich mit ihrer Alltagsrealität befasst. Der Film verbindet Szenen aus dem Workshop mit gespielten Szenen und Handy-Aufnahmen eines Arbeiters, die als Beweis vor Gericht im Kampf gegen die Abschaffung seines Arbeitsplatzes dienen sollen. Die hybride filmische Herangehensweise zielt darauf ab, eine kollektive Vorstellungswelt zu schaffen, die Workshopteilnehmer und Zuschauer in einem weiter gefassten sozialen Kampf miteinander vereint.

OUT ON THE STREET wurde im Rahmen des diesjährigen Forum Expanded uraufgeführt und ist derzeit Bestandteil des Beitrags von Jasmina Metwaly und Philip Rizk für den Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig.

Im Anschluss an das Summer Screening im silent green Kulturquartier findet eine Diskussion mit den Filmemachern statt.

juni 2015, berlinale forum

Im Kino: "Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen"

Ab dem 18. Juni ist WAS HEISST HIER ENDE? DER FILMKRITIKER MICHAEL ALTHEN bundesweit in ausgewählten Kinos zu sehen – Dominik Grafs zärtliches Porträt seines 2011 verstorbenen Freundes. Darin spürt er dem Wirken des bedeutenden Filmkritikers nach, lässt sich von seiner Liebe zum Film anstecken und erforscht sein Vermächtnis für Filmemacher, Kritiker und Kinogänger.

Der Film war im diesjährigen Forum uraufgeführt worden.

mai 2015, berlinale forum

Kinostart "She's Lost Control"

Mit SHE'S LOST CONTROL bringt arsenal distribution am 14. Mai einen weiteren Film aus dem Programm des letztjährigen Forums in die Kinos.

Anja Marquardts stilsicherer Debütfilm, der nach seiner Premiere beim Forum auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet wurde, erzählt von Ronah, die als Surrogatpartnerin und Therapeutin gehemmten Männern hilft, körperliche Intimität zu erlernen. Ursprünglich um klare Grenzen bemüht, gerät ihr Leben bei der Arbeit mit einem neuen Patienten zunehmend aus den Fugen.

Regisseurin Anja Marquardt stellt ihren Film am 12. Mai in Hamburg und am 14. Mai in Berlin persönlich vor.

mai 2015, berlinale forum

Im Kino: "Hedi Schneider steckt fest"

HEDI SCHNEIDER STECKT FEST von Sonja Heiss startet nach seiner Premiere beim diesjährigen Forum am 7. Mai bundesweit in Kinos.

Der Film erzählt davon, wie die fröhliche Welt einer mustergültigen Kleinfamilie unvermittelt aus den Fugen gerät, als die sorglose Hedi, gespielt von Laura Tonke, plötzlich Panikattacken erleidet.

"Sonja Heiss geht mit ihrem zweiten Spielfilm ein großes Wagnis ein. Mit sicherem Gespür für Humor nimmt sie sich eines ernsten Themas an. Doch den Drahtseilakt zwischen Tragik und Komik meistert die Regisseurin mit Bravour. Nicht nur Laura Tonkes Spiel scheint stets herrlich auf der Kippe – etwa wenn ihre Hedi am Anfang des Films im Aufzug steckenbleibt und eine schräge Nonsens-Unterhaltung mit dem Mann vom Notruf beginnt. Auch Dramaturgie und Montage des Films leisten sich 90 Minuten lang die irrwitzigsten Brüche und Stimmungsumschwünge, die jedoch nie ins Leere laufen. Alle naslang fordert der Film seine Zuschauer heraus, voreilig gefasste Urteile zu revidieren, Sympathien umzuverteilen, Handlung und Handelnde neu zu bewerten." (Christoph Terhechte)

mai 2015, berlinale forum

Kinostart "The Forest is Like the Mountains"

Mit PĂDUREA E CA MUNTELE, VEZI? (THE FOREST IS LIKE THE MOUNTAINS) von Christiane Schmidt und Didier Guillain bringt arsenal distribution einen Film aus dem letztjährigen Forum in ausgewählte Kinos. Nach seiner dortigen Uraufführung war er auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet worden.

Der Film zeigt die Lebensumstände einer Roma-Gemeinschaft in einem Karpatendorf. Die Bewohner leben von der Natur und verwerten, was der Boden gerade hergibt. Ein bilderstarker Film, der vorschnellen Urteilen das aufmerksame Beobachten entgegenhält, doch dabei den größeren sozialen Kontext nicht aus den Augen verliert.

april 2015, berlinale forum

Forum Expanded @ Oberhausen

Eine Auswahl der kürzlich in den Verleih übernommenen Filme, die im Rahmen von Forum Expanded 2015 ihre Premiere gefeiert haben, präsentieren wir bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen: WAYWARD FRONDS (USA 2014) von Fern Silva, der eine Zukunftsvision zeigt, in der die Zivilisation von einer florierenden Umwelt verschlungen wird; CALAMITY QUI? / CALAMITY WHO? (Kanada, Frankreich 2014) von Isabelle Prim, in dem die Schauspielerin Christine Boisson in ihrer Pariser Wohnung interviewt wird; Marwa Arsanios’ HAVE YOU EVER KILLED A BEAR? OR BECOMING JAMILA (Libanon 2014), in dem die Geschichte bzw. die Titelbilder der ägyptischen Zeitschrift Al-Hilal den Ausgangspunkt für ein Porträt der algerischen Freiheitskämpferin Jamila Bouhired bildet sowie ORCHARD STREET (USA 1955/2014), die erste filmische Arbeit von Ken Jacobs, die erst 60 Jahre nach seiner Entstehung in der ursprünglich geplanten, halbstündigen Version zu sehen ist.

april 2015, berlinale forum

Das Forum bei BOZAR

Mit Antoine Barrauds LES DOS ROUGE aus diesem und Max Linz' ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN aus dem letztjährigen Programm präsentiert sich das Forum bei der vom Goethe-Institut Brüssel veranstalteten Reihe "Deutsche Festivals on Tour" am 27. April bei BOZAR. Beide Filme kreisen auf sehr unterschiedliche Weise um Fragen der Kunst und die Absurditäten der gegenwärtigen internationalen Kunstszene.

Antoine Barraud wird seinen Film persönlich vorstellen.

märz 2015, berlinale forum

Diagonale: Preise für "Über die Jahre" und "Superwelt"

"Kann ein Film auf die Frage antworten, wie die Zeit Menschen formt, sie verändert, andere werden lässt? Wenn, dann nur durch eine Beobachtung, die sich viel Zeit nimmt. Die Jury vergibt den Großen Preis an einen Film, der sich einlässt auf die Spuren der Zeit im Leben einzelner Menschen. Ein Film, der Empathie zeigt, sich aber auch auf Diskretion versteht. Nach der Schließung der Anderlfabrik geht das Leben nicht nur für den 'Konkursler' weiter, sondern auch für seine letzten Angestellten, die den Sinn der Arbeit notfalls in eigenen Beschäftigungsformen finden. Ihnen nachzugehen ohne auf einem vorab definierten filmischen Überbau zu insistieren, gelingt wunderbar."

ÜBER DIE JAHRE von Nikolaus Geyrhalter ist bei der diesjährigen Diagonale mit dem mit 15.000 Euro dotierten Preis für den besten österreichischen Dokumentarfilm sowie mit dem Preis für die beste künstlerische Montage ausgezeichnet worden. Der Film war im Februar im Forum uraufgeführt worden.

Ulrike Beimpold erhielt für ihre Rolle in Karl Markovics' SUPERWELT den großen Diagonale Schauspielpreis. SUPERWELT erhielt außerdem den Preis für die beste Kamera sowie für das beste Szenenbild.

februar 2015, berlinale forum

Wiederholung von Forum-Filmen

Wie jedes Jahr wiederholt das Arsenal in der kommenden Woche einige Filme aus dem Programm des Forums: FREIE ZEITEN von Janina Herhoffer, K von Emyr ap Richard und Darhad Erdenibulag, FLOTEL EUROPA von Vladimir Tomic, STROM von Eva C. Heldmann, CHAIKI (THE GULLS) von Ella Manzheeva, MADARE GHALB ATOMI (ATOM HEART MOTHER) von Ali Ahmadzadeh, AL-WADI (THE VALLEY) von Ghassan Salhab, SUPERWELT von Karl Markovics, QUEEN OF EARTH von Alex Ross Perry und THE FORBIDDEN ROOM von Guy Maddin und Evan Johnson.

februar 2015, berlinale forum

Preise der unabhängigen Jurys

Die unabhängigen Jurys der Berlinale vergaben Preise an drei Filme aus dem Programm des Forums. HISTORE DE JUDAS (STORY OF JUDAS) von Rabah Ameur-Zaïmeche erhielt den mit 2.500 dotierten Preis der Ökumenischen Jury. Der Internationale Verband der Filmkunsttheater, die Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai (C.I.C.A.E.), prämierte ZURICH von Sasha Polak und die Tagesspiegel Leserjury kürte FLOTEL EUROPA von Vladimir Tomic.

februar 2015, berlinale forum

Caligari-Preis für "Balikbayaan #1 Overdevelopment Redux III"

BALIKBAYAAN #1 OVERDEVELOPMENT REDUX III von Kidlat Tahimik erhält den Caligari-Preis, der in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben wird.

Die Juroren waren Maximilian Becker (Aka Filmclub Freiburg), Barbara Fischer-Rittmeyer (Kino im U, Dortmund), Margarethe Wach (FILMDIENST), Nils Daniel Peiler (Kurator/Medienwissenschaftler, Saarbrücken) und Michael Baute (Kurator, Berlin). Ihre Begründung lautet: Die Jury vergibt den Preis an Kidlat Tahimiks "Balikbayan #1 Memories of Overdevelopment Redux III", ein lustvoller medienarchäologischer Film, dessen Montage einen transformativen, selbstreflexiven Dialog mit heterogenem Material prozessiert; ein Film, der vorführt, dass Geschichte und ihre kolonialen Imaginationen permanent umzuschreiben sind, zu überschreiben und umzuwidmen; ein vielschichtiger, bunter, schriller Film, ein Trip; ein Hybrid aus Dokument, Fiktion, Essay; ein Film, der seine kärglichen Produktionsbedingungen mit reicher spielerischer Intelligenz kontert; ein energetischer Komet des "Dritten Kinos", der nach fast 40 Jahren Produktionszeit in die Gegenwart eingeschlagen ist.

februar 2015, berlinale forum

FIPRESCI-Preis für "Il gesto delle mani"

Der Preis des internationalen Filmkritikerverbandes FIPRESCI für einen Film aus dem Programm des Forums geht in diesem Jahr an IL GESTO DELLE MANI (HAND GESTURES) von Francesco Clerici. Der Film ist eine liebevolle Hommage an die uralte Handwerkskunst des Bronze-Gießens und zeigt Schritt für Schritt die faszinierende Herstellung einer Skulptur und den schweißtreibenden Alltag in einem traditionsreichen Mailänder Betrieb.

Der Jury gehörten Neil Young (Großbritannien), Beat Glur (Schweiz) und Julia Teichmann (Deutschland) an.

februar 2015, berlinale forum

"Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen"

Als Special Screening stellt Dominik Graf am 13. Februar erstmalig seinen Film WAS HEISST HIER ENDE? DER FILMKRITIKER MICHAEL ALTHEN im Delphi Filmpalast vor. Grafs zärtliches Porträt seines 2011 verstorbenen Freundes spürt dessen Wirken nach, lässt sich von seiner Liebe zum Film anstecken und erforscht sein Vermächtnis für Filmemacher, Kritiker und Kinogänger. Der Film ist in einer zweiten Vorstellung am 15. Februar im Arsenal zu sehen.

februar 2015, berlinale forum

Think:Film Awards

Der im Rahmen von Forum Expanded zum zweiten Mal vergebene Think:Film Award geht an Lukasz Ronduda und Maciej Sobiezczanski für OSKAR DAWICKI IN THE PERFORMER sowie an Pierre Huyghe für UNTITLED (HUMAN MASK). Eine besondere Erwähnung erhält Akram Zataaris TWENTY-EIGHT NIGHTS AND A POEM. Der Preis, der einen jeweils einwöchigen Aufenthalt in Berlin und in Kairo mit Vorführungen der ausgezeichneten Arbeit beinhaltet, wird gemeinsam mit der Allianz Kulturstiftung ausgelobt und würdigt eine eine filmische Arbeit vergeben, die das eigene Medium kreativ nutzt, um geopolitische Kontexte künstlerisch zu erfassen und zu reflektieren und die dabei den Raum der ästhetischen Erfahrung erweitert sowie gedankliche Perspektivwechsel anregt. Der Jury gehörten Mohamed Beshir (Kairo), Karim Aïnouz (Berlin) und Ala Younis (Amman) an.

februar 2015, berlinale forum

Im Gespräch: Akram Zaatari und Kidlat Tahimik

Im Rahmen von Forum Expanded Think:Film No.3 sprechen Akram Zaatari und Kidlat Tahimik am 12. Februar jeweils ausführlich über ihre Arbeiten. Zaatari zeigt in diesem Jahr seinen Film TWENTY-EIGHT NIGHTS AND A POEM im Forum, Kidlat Tahimik BALIKBAYAAN #1 OVERDEVELOPMENT REDUX III. Das Gespräch zwischen Christa Blümlinger und Akram Zataari findet um 12 Uhr in der Akademie der Künste statt. Um 13 Uhr folgt das Gespräch zwischen Tahimik und Tilman Baumgärtel.

Ebenfalls im Rahmen von Forum Expanded Think:Flm No.3 findet um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema "Localizing Cinema" statt, die nach der Bedeutung lokaler, unabhängiger Kinos in Zeiten der Globalisierung und internationaler Ko-Produktionen fragt. Teilnehmer/innen sind Darryl Els, Claudia Engelhardt, Andrea Kuhn und Tamer El-Said. Moderation: Florian Wüst.

februar 2015, berlinale forum

Berlinale Kamera für Naum Kleiman

Mit der Berlinale Kamera zeichnet die Berlinale seit 1986 Filmpersönlichkeiten oder Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlt und denen sie mit dieser Ehrung ihren Dank ausdrücken möchte. Bei den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin wird der Filmhistoriker und ehemalige Leiter des Moskauer Filmmuseums Naum Kleiman mit der Berlinale Kamera geehrt. Die Verleihung findet am 12. Februar 2015 im Delphi Filmpalast im Rahmen des Forumprogramms statt. Im Anschluss wird der Dokumentarfilm CINEMA: A PUBLIC AFFAIR von Tatiana Brandrup gezeigt.

februar 2015, berlinale forum

Berlinale ehrt Marcel Ophüls

Neben dem Filmhistoriker Naum Kleiman wird in diesem Jahr auch der der Regisseur Marcel Ophüls mit einer Berlinale Kamera geehrt. Marcel Ophüls ist einer der bedeutendsten Filmemacher, Chronisten und Aufklärer der Gegenwart. In seinen dokumentarischen Arbeiten greift er immer wieder Themen des Nationalsozialismus auf und sucht nach den Wurzeln des Totalitarismus. 1989 präsentierte Ophüls im Forum den Film HOTEL TERMINUS – LEBEN UND ZEIT DES KLAUS BARBIE, der mit dem Friedensfilmpreis und dem Oscar für den Beste Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Ein weiteres Mal war Marcel Ophüls 1991 mit NOVEMBERDAYS (NOVEMBERTAGE – STIMMEN UND WEGE) im Forum zu Gast. Darin dokumentiert er ein Jahr nach dem Mauerfall in Berlin Reaktionen und Meinungen derer, die er in Filmaufnahmen vom 9. November 1989 entdeckte. Zuletzt stellte Marcel Ophüls 1995 VEILLÉES D’ARMES (THE TROUBLE WE’VE SEEN), in dem er die Kriegsberichterstattung kritisiert, ebenfalls im Forum vor.

In "The Memory of Justice" ("Nicht schuldig", 1976) besucht Marcel Ophüls Angeklagte der Nürnberger Prozesse, Vietnamkriegs-Veteranen und Überlebende des Algerienkrieges und versucht dabei das Bewusstsein von Schuld und Verantwortung zu erforschen. Anlässlich der Ehrung zeigt die Berlinale das fast fünfstündige Monumentalwerk, das vom Academy Film Archive in Zusammenarbeit mit Paramount Pictures und The Film Foundation und mit Unterstützung der Material World Charitable Fondation, der Righteous Persons Foundation und The Film Foundation für die Berlinale-Premiere restauriert wurde.

februar 2015, berlinale forum

Asynchron-Filme im Rahmen des Forums

Zwei Filme aus dem Projekt "Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust. Aus der Sammlung des Arsenal", werden während des Forums als Wiederaufführungen mit Gästen neu präsentiert: HA'MAKAH HA'SHMONIM VE'AHAT (THE 81ST BLOW) von David Bergman, Haim Gouri, Jacques Ehrlich, Miriam Novitch und Zvi Shner (Israel 1977) und ME'KIVUN HA'YAAR (OUT OF THE FOREST) von Limor Pinhasov Ben Yosef und Yaron Kaftoroi Ben Yosef (Israel 2003). Beide Filme hatten ihre Deutschlandpremiere im Forum erlebt. Im Rahmen des umfangreichen "Asynchron"-Projekts konnten sie nun digitalisiert worden.

Zur Vorführung von HA'MAKAH HA'SHMONIM VE'AHAT am 11. Februar werden der Komponist Joseph Marchaim sowie Meir Russo von der Cinematheque Jerusalem erwartet. Die Regisseurinnen von ME'KIVUN HA'YAAR sind zu Publikumsgesprächen nach den Vorführungen am 12. und 15. Februar anwesend.

februar 2015, berlinale forum

"Visionary Archive" bei Forum und Forum Expanded

Seit Juni 2013 verbindet das Projekt "Visionary Archive" Filmrecherchen in Berlin, Bissau, Johannesburg, Kairo und Karthum. Diese Recherchen gehen auf ganz unterschiedliche Weise der Frage nach, was ein lokal archiviertes Filmkonvolut angesichts gesellschaftlicher Umwälzungen und Verdrängungsprozesse für Erinnerungs- und Emanzipationspraktiken zu leisten imstande ist. Welche Geschichten lagern in diesen Archiven und ihren Filmen? Welche Revisionsprozesse werden mit der Sichtung des disparaten, idiosynkratischen und fragmentarischen Materials angestoßen?

Eine gemeinsame Präsentation des Projekts im Rahmen von Forum Expanded am 11. Februar in der Akademie der Künste setzt diese Fragen mit Bildern und Tönen performativ um und gibt Einblicke in die Praktiken und Methoden der laufenden Subprojekte. Diese gelten dem südafrikanischen "B-Schemes"-Konvolut von Filmen für eine schwarze Zuschauerschaft der 1970er bis späten 1980er-Jahre, dem genre- und epochenübergreifenden Lebenswerk des sudanesischen Filmemachers Gadalla Gubara, einem Archivforschungsprojekt in der Cimatheque - Alternative Film Centre in Kairo, das Zeiten historischer Übergänge untersucht, einem in Guinea-Bissau teilweise erhaltenen dokumentarischen Filmbestand aus den 1970er Jahren sowie der eng mit der Geschichte des Forums der Berlinale verknüpften Sammlung von Filmen afrikanischer Filmemacherinnen und Filmemacher im Archiv des Arsenal.

Das Forum zeigt zudem zwei Filme des Projekts "B-Schemes" von Darryl Els: den Gangsterfilm JOE BULLET aus dem Jahr 1973 sowie UMBANGO (THE FEUD), einen Western aus dem Jahr 1986. Beide Filme sind am 14. und 15. Februar in Anwesenheit von Darryl Els nochmals zu sehen.

februar 2015, berlinale forum

Forum Expanded Think:Film No.3

In Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung präsentiert Forum Expanded eine Reihe von Vorträgen und Panels unter dem Titel Think:Film No. 3 in der Akademie der Künste.

Zum Auftakt wird das diesjährige Thema "To the Sound of the Closing Door" am Samstag, den 7. Februar in vier Keynote-Vorträgen verhandelt und in den folgenden Tagen in verschiedenen Panels vertieft. Abschließend wird am Donnerstag, den 12. Februar zum zweiten Mal der Think:Film Award an eine Arbeit aus dem Programm von Forum Expanded verliehen.

februar 2015, berlinale forum

Forum goes Kiez

Auch in diesem Jahr begibt sich die Berlinale wieder auf Tour in die einzelnen Kieze und zeigt ausgewählte Filme in verschiedenen Berliner Programmkinos.

Aus dem Programm des Forums sind dies FLOTEL EUROPA von Vladimir Tomic am 7. Februar um 21:30 Uhr im Sputnik Kino, Alex Ross Perrys QUEEN OF EARTH am 9. Februar um 21:30 Uhr im Thalia und HEDI SCHNEIDER STECKT FEST von Sonja Heiss am 10. Februar um 18:30 Uhr im Kino Union. Im Anschluss an die Vorführungen finden wie gewohnt Filmgespräche mit den Regisseur/innen statt.

februar 2015, berlinale forum

B-Schemes Filme

Das Forum zeigt zwei Filme des Projekts "B-Schemes", eines Archivprojekts und Filmprogramms zu Filmproduktionen für schwarze Zuschauer im Südafrika der 1970er und 1980er Jahre, das im Rahmen von "Visionary Archive" von Darryl Els initiiert wurde.

Bis zum Ende der Apartheid entstanden mit staatlicher Förderung zahlreiche sogenannte B-Scheme-Filme von meist weißen Produzenten für ein schwarzes Publikum. Mit dem Gangsterfilm JOE BULLET wollte der südafrikanische Produzent Tonie van der Merwe 1973 einen neuen Markt erobern. Inspiriert von der schwarzen Popkultur der Zeit und dem amerikanischen Blaxploitation-Genre, war der von Louis de Witt inszenierte actionreiche Film über ein manipuliertes Fußballfinale einer der ersten mit durchweg schwarzer Besetzung. JOE BULLET bot seinem Publikum die Vision eines Daseins, das nicht der Wirklichkeit der meisten schwarzen Südafrikaner unter der Apartheid entsprach. Obwohl der Film nicht offenkundig politisch war, wurde er bald verboten und lange nicht gezeigt. Im Rahmen des Forums kommt das Werk nun restauriert zur Wiederaufführung. UMBANGO (THE FEUD), inszeniert von Tonie van der Merwe im Jahr 1986, ist einer der wenigen noch erhaltenen Western aus dieser Zeit, eine typische Wildwestgeschichte vom Kampf Gut gegen Böse. Mit Ausnahme eines Gringos (der gleich zu Beginn erschossen wird), ist auch dieser Populärfilm in komplett schwarzer Besetzung entstanden. Regisseur und Produzent Tonie van der Merwe wird als Gast zu den Vorführungen am 6. Februar erwartet.

Am 11. Februar stellt Darryl Els sein Projekt im Rahmen eines Panels zu "Visionary Archive" in der Akademie der Künste vor. Beide Filme sind am 14. und 15. Februar in Anwesenheit von Darryl Els nochmals zu sehen.

februar 2015, berlinale forum

Forum Expanded: Ausstellungen und Eröffnungen

Mit der Vernissage der Gruppenausstellung in der Akademie der Künste im Hanseatenweg eröffnet am Mittwoch den 4. Februar um 19 Uhr das 10. Forum Expanded. Unter dem Titel "To the Sound of the Closing Door" sind dort insgesamt 19 Arbeiten von David Askevold, Frederico Benevides, Pauline Boudry/Renate Lorenz, Jeamin Cha,Yu Cheng-Ta, Roy Dib, Martin Ebner, Antje Ehmann/Jan Ralske, Jeanne Faust, Mireille Kassar, Jen Liu, Eline McGeorge, Ho Tzu Nyen, Jenny Perlin, Constanze Ruhm/ Emilien Awada, Arthur Tuoto, Wendelien van Oldenborgh und Michael Snow versammelt.

Am Eröffnungsabend sind nach einer Begrüßung durch die Kurator/innen Stefanie Schulte Strathaus, Anselm Franke, Nanna Heidenreich, Bettina Steinbrügge und Ulrich Ziemons Präsentationen, Filme und Performances von Heinz Emigholz, Harun Farocki, Constanze Ruhm, Michael Snow, Ala Younis, Friedl vom Gröller und CHEAP zu sehen. Um 21:30 Uhr gibt es eine Lecture Performance von Lara Khaldi und Yazan Khalili, "Love Letter to a Union: The Falling Comrades" mit Filmen von Basma Alsharif und Jumana Emil Abboud.

Die diesjährige Videoinstallation im Marshall McLuhan Salon der Botschaft von Kanada, "Fish Plane, Heart Clock" von Arvo Leo mit Zeichnungen von Pudlo Pudlat eröffnet am Donnerstag den 5. Februar um 17:30 Uhr.

januar 2015, berlinale forum

Programm online!

Ab sofort ist das komplette Programm von Forum und Forum Expanded online. Viel Spaß beim Stöbern!

januar 2015, berlinale forum

Special Screenings 2015

Mit einer Reihe von Special Screenings, die sich historischen Filmen und Wiederentdeckungen ebenso widmet wie der Auseinandersetzung mit Filmen und Filmgeschichte, komplettiert das Forum sein Programm.

Neben sogenannten B-Scheme Filmen, die im Südafrika der Apartheid für ein schwarzes Publikum entstanden, zeigen wir zwei Filme der Reihe „Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust aus der Sammlung des Arsenal“, drei Werke des Japaners Kon Ichikawa aus den Jahren 1958- 63, den mexikanische Film noir Klassiker CUATRO CONTRA EL MUNDO (FOUR AGAINST THE WORLD), Leo Hurwitz’ STRANGE VICTORY aus dem Jahr 1948, der an Aktualität nichts eingebüßt hat, sowie zwei aktuelle Filme, die sich mit der Rezeption von Film und Filmgeschichte beschäftigen: CINEMA: A PUBLIC AFFAIR von Tatiana Brandrup und WAS HEISST HIER ENDE? DER FILMKRITIKER MICHAEL ALTHEN von Dominik Graf.

januar 2015, berlinale forum

Forum 2015: Der Blick zurück, der Blick nach vorn

Das 45. Berlinale Forum zeigt insgesamt 43 Filme im Hauptprogramm, davon 31 als Welt- und 10 als internationale Premiere. Eröffnet wird das diesjährige Programm mit dem bisher wohl anarchischsten, entfesseltesten Film des Kanadiers Guy Maddin. THE FORBIDDEN ROOM kommt als nicht enden wollender, scheinbar chaotischer, aber doch stets bedeutungsvoller erotisch-klaustrophobischer Alptraum daher. Die zahllosen fantastischen Handlungsstränge des Films sind inspiriert von realen, eingebildeten und fotografischen Erinnerungen an verschollene Werke der Stummfilmzeit, denen auch die Ästhetik halbzerstörter viragierter Filmkopien fabelhaft huldigt.

januar 2015, berlinale forum

10. Forum Expanded komplett

Das Programm des 10. Forum Expanded unter dem Titel "To the Sound of the Closing Door" ist komplett. Die Gruppenausstellung in der Akademie der Künste (Hanseatenweg) besteht aus 19 Installationen von 16 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern sowie der Filmloop-Version einer Performance von David Askevold aus dem Jahre 1971: Für CONCERT C WITH DOOR produzierte er mit einer Stimmgabel Töne einer sich öffnenden und schließenden Tür. Einen eigenen Raum bespielt der kanadische Künstler Michael Snow. Seine Installation TAUT besteht aus einem Klassenzimmer, angefüllt mit journalistischen Fotografien der Black Star Collection, die das Ryerson Image Centre zur Verfügung stellte.

Im Studio der Akademie sowie im Kino Arsenal werden außerdem 32 Filme in 18 Filmprogrammen und zwei Performances aus insgesamt mehr als 20 Ländern präsentiert. Der Trend des letzten Jahres schreibt sich auch in diesem Jahr fort: Das halblange Filmformat setzt sich zunehmend gegen den Kurzfilm durch. Der längste Film im Programm ist hingegen der 243-minütige Film LES CHOSES ET LES MOTS DE MUDIMBE von Jean-Pierre Bekolo. Darin werden wir zu Zuschauern eines autobiografischen Interviews mit dem kongolesischen Literaturwissenschaftler Valentin-Yves Mudimbe, der Position zu den Revolutionen und Veränderungen der Zeitgeschichte bezieht.

januar 2015, berlinale forum

Kinostart "Ich will mich nicht künstlich aufregen"

Bild aus Ich will mich nicht künstlich aufregen

Ab dem 8. Januar bringt arsenal distribution ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN von Max Linz in ausgewählte Kinos.

Der Film, der im letztjährigen Forum uraufgeführt wurde, erzählt von der jungen Berliner Kuratorin Asta Nielsen, die mit Stil, Charme und Theorie für ihr neues Projekt kämpft. Durch ein selbstkritisches Interview gerät sie in Schwierigkeiten. Eine vergnügliche Reflexion aktueller Diskurse und künstlerisch visueller Formen von der Fernsehsoap bis zur Videoinstallation.

dezember 2014, berlinale forum

Forum Expanded 2015: To the Sound of the Closing Door

Bild aus Beauty and the Right to the Ugly

Im 10. Jubiläumsjahr präsentiert Forum Expanded nicht nur die Gruppenausstellung, sondern auch das komplette Filmprogramm, Performances und Diskussionsveranstaltungen in den Räumen der Akademie der Künste im Hanseatenweg. Damit wird eine historische Verbindung der Berlinale zu diesem Ort wieder aufgenommen: Bis zum Jahr 1999 gehörte die Akademie bereits zu den Spielorten des Forums, das 2015 ebenfalls wieder mit Filmvorführungen dort vertreten sein wird. So wird sie zu einem Resonanzraum für das Zusammenspiel von Forum und Forum Expanded.

november 2014, berlinale forum

"Pădurea e ca Muntele, vezi?" in Duisburg ausgezeichnet

PADUREA E CA MUNTELE, VEZI? (THE FOREST IS LIKE THE MOUNTAINS) von Didier Guillain und Christiane Schmidt hat bei der Duisburger Filmwoche den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis der Stadt Duisburg erhalten. Der Film, der im diesjährigen Forum uraufgeführt worden war, dokumentiert ein Roma-Dorf in der rumänischen Provinz. Die Bewohner leben von der Natur und verwerten, was der Boden gerade hergibt. Einfühlsam beobachten die Filmemacher den Alltag im ökonomischen Abseits, der von einem starken Gemeinschaftsgefühl zusammen gehalten wird.

oktober 2014, berlinale forum

Kinostart "Butter on the Latch" und "Thou Wast Mild and Lovely"

Bilder aus Butter on the Latch and Thou wast mild and lovely

Mit BUTTER ON THE LATCH und THOU WAST MILD AND LOVELY bringt arsenal distribution zwei Filme von Josephine Decker in ausgewählte Kinos, die im Rahmen des diesjährigen Forums uraufgeführt und begeistert aufgenommen worden waren.

Der mystisch anmutende Debütfilm BUTTER ON THE LATCH (USA 2013) spielt in den finsteren Wäldern von Mendocino, wo ein Balkan-Folk-Festival stattfindet, auf dem Sarah ihre Freundin Isolde mit einem Besuch überrascht. Ausgelassen werfen sie sich in das Festivalgeschehen. Sarah lernt einen gutaussehenden Mann kennen und entscheidet sich, ihn zu verführen – langsam und über mehrere Tage. Während sie sich ihrem Ziel nähert, verändern unirdische, erschreckende Gefühle ihr Verhalten. Sie stürzt immer tiefer in die mystische Welt der anderen Festivalbesucher und vergisst darüber fast ihre Freundin. Was als unschuldiger Besuch beginnt, entwickelt sich bald zu einer verwirrenden Reise in eine Welt der Fantasie, in der sich Realität und Mythos unauflöslich miteinander verbinden. In ihrem zweiten Spielfilm THOU WAST MILD AND LOVELY (USA 2014) lässt Decker Schönheit und Horror unbekümmert miteinander flirten. Sarah lebt mit ihrem Vater auf einer Farm in Kentucky. Über den sattgrünen Bildern liegt eine Frauenstimme, die geheimnisvoll und sinnlich von ihrem Liebhaber erzählt, der ein Mensch sein mag oder auch die ganze Welt. In diese Abgeschiedenheit platzt Akin, der für den Sommer aushelfen soll. Frau und Kind hat er daheim gelassen – und seinen Ehering vorsorglich abgelegt. Bald umkreisen sich die drei. Als Akins Frau zu Besuch kommt, explodiert die Situation, harmlose Fantasien münden in einem gewalttätigen Alptraum. Beide Filme starten am 16. Oktober im Kino.

august 2014, berlinale forum

Im Kino: "Die langen hellen Tage"

Bild aus Die langen hellen Tage

Ab dem 21. August ist Nana Ekvtimishvili und Simon Groß' DIE LANGEN HELLEN TAGE (Grzeli nateli dgeebi/In Bloom) bundesweit in ausgewählten Kinos zu sehen. Der Film war im Forum 2013 uraufgeführt und in der Folge auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet worden.

Erzählt wird eine Coming-of-Age Geschichte im Tbilissi des Jahres 1992. Die Sowjetzeit ist vorüber, Georgien ist auf sich selbst gestellt, in der Provinz Abchasien herrscht Bürgerkrieg. Für Natia und Eka, die erst 14-jährigen Heldinnen von GRZELI NATELI DGEEBI, geht die Kindheit zu Ende. Eka wächst ohne ihren Vater auf, sie rebelliert gegen die besorgte Mutter und die ältere Schwester. Bei Natia terrorisiert der cholerische, trunksüchtige Vater die Familie. Frieden finden die beiden Freundinnen aber auch draußen nicht, in der Schule, auf der Straße, in der Schlange vor der Brotausgabe. Chaos, Unsicherheit, Zukunftsangst regieren den Alltag. Ein Verehrer schenkt Natia eine Pistole mit einem einzigen Schuss Munition. Wenig später wird Natia von einem anderen Verehrer entführt. Virtuos nimmt der erste Spielfilm von Nana Ekvtimishvili und Simon Groß die verschütteten Traditionen des georgischen Kinos wieder auf, verwebt Laut und Leise, Melancholie und Lieblosigkeit, Gewaltausbrüche und Idylle, frühreife Kaltblütigkeit und kindliche Naivität zu einer wunderbar rhythmischen, aufregenden filmischen Komposition. In Georgien ist eine neue Generation von Filmemachern erwacht, und sie beginnt damit, sich der eigenen Geschichte zu erinnern. (Christoph Terhechte)

In Berlin findet am 13. August im Hackesche Höfe Kino eine Premiere in Anwesenheit der Regisseure statt.

märz 2014, berlinale forum

Cinéma du Réel: Grand Prix für "Iranien"

IRANIEN von Meran Tamadon hat den großen Preis des Cinéma du Réel in Paris erhalten. Der Film, der im diesjährigen Forum uraufgeführt wurde, dokumentiert ein mehrtägiges Experiment: Um einen Dialog über ihre fundamental unterschiedlichen Werte und Denkgebäude zu führen und Möglichkeiten einer Koexistenz auszuloten, initiiert der im Exil lebende Filmemacher eine Begegnung mit regimetreuen Geistlichen im Iran.

märz 2014, berlinale forum

Kamerapreis für "The Forest is Like the Mountains"

Beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund / Köln hat Christiane Schmidt für ihre Kameraarbeit bei PĂDUREA E CA MUNTELE, VEZI? (THE FOREST IS LIKE THE MOUNTAINS) den Preis für die beste Nachwuchsbildgestalterin erhalten. Der nationale Wettbewerb für Bildgestalterinnen des IFFF Dortmund | Köln stellt – weltweit einzigartig – die Kameraarbeit von Frauen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der Nachwuchspreis zeichnet die beste Bildgestaltung in den Bereichen Spiel- und Dokumentarfilm aus und wird für Abschlussfilme sowie Filme aus den ersten beiden Jahren nach dem Abschluss verliehen. Er wird alle zwei Jahre in Köln vergeben.

Christiane Schmidt, geb. 1978 in Lüneburg, studierte Politik- und Kunstwissenschaft mit Schwerpunkt Visuelle Medien sowie Dokumentarfilm- und Fernsehpublizistik mit Schwerpunkt Kamera. THE FOREST IS LIKE THE MOUNTAINS, ihr Abschlussfilm, den sie in Ko-Regie mir Didier Guillain realisierte, wurde im diesjährigen Forum uraufgeführt und erzählt von einem Roma-Dorf in der rumänischen Provinz. Die Bewohner leben von der Natur und verwerten, was der Boden gerade hergibt. Einfühlsam beobachtet der Film den Alltag im ökonomischen Abseits, der von einem starken Gemeinschaftsgefühl zusammen gehalten wird.

märz 2014, berlinale forum

Mehrfach-Auszeichnung für "Blind Dates" in Sofia

SHEMTKHVEVITI PAEMNEBI (BLIND DATES) von Levan Koguashvili aus dem Programm des diesjährigen Forum ist beim Sofia International Film Festival gleich dreifach ausgezeichnet worden: Der georgische Film erhielt neben dem mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis des internationalen Wettbewerbs auch den Preis für die beste Regie sowie den FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik.

BLIND DATES erzählt auf lakonische Weise von dem Lehrer und ewigen Junggesellen Sandro, der sich in die Mutter einer Schülerin verliebt. Als ihr Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, gerät Sandro unfreiwillig in dessen Konflikte. Unfähig, sein Glück in die Hand zu nehmen, fügt er sich dem Lauf der Dinge.

februar 2014, berlinale forum

Think:Film Award für Amie Siegel

Der im Rahmen von Forum Expanded erstmalig vergebene Think:Film Award geht an Amie Siegel für PROVENANCE. Der Preis, der eine Präsentation der ausgezeichneten Arbeit im Kino Arsenal sowie in der in Gründung befindlichen Cimatheque in Kairo beinhaltet, wird gemeinsam mit der Allianz Kulturstiftung ausgelobt und würdigt eine Arbeit, die ihr Medium auf kreative Weise dazu nutzt, geopolitische Verortungen zu reflektieren, ästhetische Erfahrungsräume zu erweitern und mentale Perspektivwechsel zu ermöglichen. Der Jury gehörten Mohamed Beshir (Kairo), Marcel Schwierin (Berlin) und Ala Younis (Amman) an.

februar 2014, berlinale forum

Musical Extravaganza von Ja, Panik und Christiane Rösinger

Anlässlich der Premiere von Georg Tillers DMD KIU LIDT spielen die Mitglieder der porträtierten Band Ja, Panik sowie Christiane Rösinger, Chris Immler und Maurice Summen am Freitag 14. Februar im Alter Roter Löwe Rein in der Richardstraße 31 in Neukölln einige Klavierstücke ihrer Songs. Einlass ist ab 19:30, die Musik beginnt um 20 Uhr.

oktober 2013, berlinale forum

Filmanmeldung noch bis 31. Oktober

Die Einreichfrist für das 44. Berlinale Forum endet am 31. Oktober 2013. Die Anmeldung erfolgt online über berlinale.de.

Bitte machen Sie sich mit den Richtlinien des Forums vertraut, bevor Sie einen Film einreichen.

januar 2013, berlinale forum

"For Ellen" und "Hiver nomade" im Kino

Bild aus For Ellen

Mit FOR ELLEN und HIVER NOMADE starten diese Woche gleich zwei Filme aus dem Programm des letztjährigen Forums in den Kinos. FOR ELLEN, der dritte Film von So Yong Kim nach IN BETWEEN DAYS und TREELESS MOUNTAIN erzählt von einem pflichtvergessenen Rockmusiker, der nach langer Abwesenheit verzweifelt versucht, eine Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen. Manuel von Stürlers Debütfilm HIVER NOMADE, der gerade mit dem europäischen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurde, begleitet den beschwerlichen Alltag zweier Schweizer Schafhirten während der Wintermonate.

märz 2015

46. Berlinale Forum

Das 46. Berlinale Forum findet vom 11. bis 21. Februar 2016 im Rahmen der 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Die Richtlinien zur Filmanmeldung und das...

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februar 2015

Der Forum-Katalog als E-Book

Erneut stellen wir den Forum-Katalog als E-Book für mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones zur Verfügung. Im E-Katalog finden Sie weiteres, umfangreiches...

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januar 2015

"Tagesspiegel"-Leserjury gesucht

Auch in diesem Jahr beruft "Der Tagesspiegel" eine Leserjury, die einen Preis für den besten Film im Forum vergibt. Wer mitmachen will, kann sich bis zum 26. Januar beim...

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