Joyce Wieland

- Rat Life and Diet in North America, 1968
Geboren 1931 in Toronto, Kanada. Gestorben 1998.
Filmemacherin und bildende Künstlerin.
„Ihren ersten Film machte sie 1958. 1962 zog sie nach New York, wo sie ein Gründungsmitglied der Strukturalistischen Filmbewegung wurde.
Wielands Filme untersuchten den filmischen Apparat, das Spiel mit Licht, Reflektionen, Maskierung und Linsen, den Einsatz von Startband, das Durchlöchern der Emulsion und andere, ähnliche Verfahren des strukturellen Films. Sie waren zudem in ihrere Struktur präzis formal. Viele von ihnen sind Einzelbildfilme oder basieren auf einer einzigen formellen Prämisse wie zum Beispiel einer Schnitttechnik (etwa Wiederholung oder „Looping“) oder einer speziellen Aufnahmeart. Wielands Filme waren immer auch sehr persönlich und sinnlich, oft lyrisch, meditativ oder rituell und auf skurrile Weise humoristisch. Ihre Art, Text auf der Leinwand in Verbindung mit bestimmten Bildern oder Schnitttechniken einzusetzten, wie auch ihre Auseinandersetzung mit Erzählformen, nehmen viele der Themen der dekonstruktivistischen, semiotischen oder oppositionellen Avantgarde vorweg. Ihre erotische Selbstreflektivität – sie nutzte ihren Körper als Teil ihrer Arbeiten – antizipierte das, was später als 'l'ecriture feminine' bekannt wurde.“
(Kay Armatage)
im Verleih
Birds at Sunrise, 1972/86
Peggy's Blue Skylight, 1964/86
A & B in Ontario, 1966-84 (mit Hollis Frampton)
La raison avant la passion, 1971
Sailboat, 1968
Rat Life and Diet in North America, 1968
Handtinting, 1967
1933, 1967
Water Sark, 1966
Patriotism II, 1965
Patriotism I, 1964
