Seit Jahren versuchen christlich-religiöse Gruppen in Uganda ein verschärftes Anti-Homosexualitäts-Gesetz durchzusetzen, das Haftstrafen für Homosexuelle und in „schweren Fällen“ sogar die Todesstrafe vorsieht. David Kato, Menschenrechtsaktivist und der erste offen schwul lebende Mann Ugandas, und seine Mitstreiter_innen versuchen, das mit allen Mitteln zu stoppen. CALL ME KUCHU dokumentiert ihren Kampf gegen die Hetze der Presse und der ugandische Regierung. Die brutale Ermordung Katos während der Dreharbeiten im Januar 2011 erschüttert die Gemeinschaft zutiefst und gibt dem Anliegen der Aktivisten eine noch stärkere, traurige Dringlichkeit. Nach weltweiten Protesten wird der Gesetzesentwurf vorläufig zurückgezogen, nur um ihn nach Abebben der Proteste im Februar 2012 erneut ins Parlament einzubringen. Mitte November 2012 lies die ugandische Regierung wissen, dass sie das Gesetz bald möglichst verabschieden wollen.
Zur aktuellen Lage.
Hier ein Interview mit den beiden Regisseurinnen auf YouTube
Der Preisträgerfilm des 2012 zum zweiten Mal während der Berlinale verliehenen entwicklungspolitischen Filmpreises "Cinema fairbindet", gestiftet vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), tourte im Rahmen der "Cinema fairbindet"-Roadshow vom 18. September bis 18. Dezember durch Deutschland.
Screenings 2013:
03.-10.01. Cineding, Leipzig; tgl. 20 Uhr (außer So und Mo, da Ruhetage)
17.01. Sputnik Kino am Südstern, Berlin; 19.30 Uhr, eine Kooperation der
Hirschfeld-Eddy-Stiftung und Friedrich-Ebert-Stiftung
23.01. UT Connewitz, Einführung Felix Schuster, Amnesty Int. Leipzig
28.01. Caligari Kino, Wiesbaden; 18 Uhr - im Rahmen der Homonale
29.01. Kommunales Kino Esslingen; 19 Uhr, anschließende Diskussion mit Julia Borggräfe (LSVD-Bundesvorstand)
21.-27.02. Kinokooperative Fürth im Uferpalast
20.03. LBSK e.V. in der Bar jeder Sicht, Mainz; 20.30 Uhr
24.03. Human Rights Watch Film Festival im Arthouse Alba in Zürich; 11 Uhr, anschließende Diskussion mit Boris Dittrich, Leiter der Interessenvertretung des Lesbian Gay Bisexual & Transsexual Rights Program von Human Rights Watch, moderiert von Christina Caprez, Journalistin und Redakteurin bei Swiss Radio SRF 2 Kultur.
Roadshow – Termine 2012
18.09., Woki Filmpalast, Bonn um 20 Uhr, Eröffnung der Roadshow durch Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz; in Anwesenheit der Filmemacherinnen
19.-26.09., Mal Seh’n, Frankfurt a.M., am 19.09. um 20 Uhr Veranstaltung in Anwesenheit der Filmemacherinnen, danach Vorstellung täglich 18 Uhr
19.+25.09., Kinemathek Karlsruhe, am 19.09. um 19 Uhr Veranstaltung mit der Journalistin Kerstin Kilanowski und einer Aktivistin aus Uganda in Zusammenarbeit mit amnesty International und den schwul-lesbischen Filmtagen Karlsruhe;
25.09. um 19 Uhr weitere Vorführung
20.-26.09., Abaton Kino, Hamburg, am 20.09. um 20 Uhr Veranstaltung in Anwesenheit der Filmemacherinnen
20.-26.09., Eiszeitkino, Berlin, am 21.09. um 19 Uhr Veranstaltung in Anwesenheit der Filmemacherinnen
25.09., Kino im U, Dortmund, 20 Uhr Veranstaltung in Anwesenheit der Filmemacherinnen
27.09., Kino im Andreasstadel, Regensburg, 20.30 Uhr Veranstaltung mit der Journalistin Kerstin Kilanowski und einer Aktivistin aus Uganda
19.-24.10. weitere tgl. Vorführungen
13.10., queerfilm Festival Bremen im City 46, 18 Uhr Veranstaltung mit mit Eric Bwire, Aktivist aus Uganda, und Claudia Körner, Ethnologin, Schwerpunkt Afrika/LGBT, Amnesty International
14.10., Filmhaus Nürnberg, 17 Uhr Veranstaltung im Rahmen der Menschenrechtstage
18.-24.10. weitere Vorführungen täglich
16.10., Filmpalette Köln in Kooperation mit "homochrom" um 21 Uhr, anschließend Diskussion mit Martin Wolkner (homochrom e.V.) und Klaus Jetz (Lesben- und Schwulenverband LSVD) über die Menschenrechtssituation in Afrika
24.10., Kommunales Kino Weiterstadt, 21 Uhr, im Rahmen der 16. schwul-lesbischen Filmwoche. Diese findet in Kooperation mit Fresh-Südhessen, vielbunt - Queer Community Darmstadt und LSVD Hessen statt. Im Anschluss Diskussion mit Katja Benkel zu Homophobie in Uganda
26.10., Perlen Queer Film Festival Hannover im Kino im Künstlerhaus Hannover, 18 Uhr Veranstaltung mit der Journalistin Kerstin Kilanowski und einer Aktivistin aus Uganda
29.10., LUX Kino am Zoo, Halle, Veranstaltung um 20 Uhr
02.11., Cine K, Oldenburg, 20.15 Uhr mit anschließendem Gespräch mit einer Journalistin und Aktivistin aus Uganda
04.11., 14. Queerstreifen im Cinema Münster, 15.30 Uhr Veranstaltung mit der Journalistin Kerstin Kilanowski und einer Aktivistin aus Uganda
11.11., Apollo, Aachen 03.12. nur Screening um 22.40 Uhr
13.11., Zebra Kino, Konstanz, 20 Uhr – in Kooperation mit QUEERAMNESTY Schweiz, mit anschließender Diskussion mit dem Vorstand von QUEERAMNESTY
14.11., Universum Filmtheater, Braunschweig, 19 Uhr Veranstaltung mit der Journalistin Kerstin Kilanowski und einer Aktivistin aus Uganda
20.11., Kino achteinhalb, Saarbrücken, Veranstaltung im Rahmen der Afrikanischen Filmtage Saarbrücken
20.11., Kommunales Kino Pforzheim, 18.30 Uhr Veranstaltung in Anwesenheit einer Aktivistin aus Uganda
26.11., Caligari FilmBühne, 20 Uhr, Wiesbaden, in Kooperation mit der Homonale Wiesbaden. Im Anschluss Diskussion mit Joachim Schulte, Homonale, und Ernst Szebedits, Jurymitglied Cinema fairbindet und Vorstand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
28.11.,Cinema Quadrat e.V., Mannheim, 19.30 Uhr, mit Podiumsdiskussion. Teilnehmer: Margret Göth von der psychologischen Lesben- und
Schwulenberatung Rhein-Neckar und der Rapper Chaoze One. Moderation: Nicole Heß.
03.12., CINEMATHEQUE LEIPZIG IN DER NATO, 19.30 Uhr; im Anschluss Veranstaltung mit der Journalistin Kerstin Kilanowski und einer Aktivistin aus Uganda
05.12. Screening, 22 Uhr
18.12. Karlstorkino, Heidelberg, 17.30 Uhr offizielle Abschlussveranstaltung der Roadshow in Anwesenheit von BM Dirk Niebel - BMZ
Weitere Vorführungen
Mongay
17.09., 22 Uhr, Kino International, Vorpremiere
24.09., 21.15 Uhr, City Kinos, München
Reihe „homochrom“
14.10., 18:30, Schauburg, Dortmund
15.10., 21:00, Bambi, Düsseldorf
16.10., 21:00, Filmpalette, Köln - Teil der Roadshow
17.10., 21:15, Galerie Cinema, Essen
19.10., 22:30, Metropolis, Bochum
21.10., 21:00, Lichtburg, Oberhausen
Festival „Jenseits von Europa“ – Filminitiativ e.V. Köln
11.10., Filmhaus Köln
18.10. 23. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg, 16:00 im Metropolis
weitere Vorführungen
21.11., Eiszeitkino, Berlin, 21 Uhr, Vorführung "Call me Kuchu" mit anschließender Diskussion mit 14 afrikanische LGBT-AktivistInnen
Auf Einladung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und des Auswärtigen Amts sind sie eine Woche in Berlin, um sich hier mit dem Spannungsfeld "Homosexualität und Religion in Afrika" auseinanderzusetzen.
Der Verleih sowie die Roadshow von CALL ME KUCHU werden ermöglicht durch den entwicklungspolitischen Filmpreis 'Cinema fairbindet', gestiftet vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Das Projekt 'Cinema fairbindet' wird durchgeführt von der
Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Kooperationspartner: Bundeszentrale für politische Bildung, Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), DW-Akademie
Medienpartner: Queer.de
FSK: "Freigegeben ab 12 Jahren"
Der Film darf an allen Tagen des Jahres (einschließlich der gesetzlich geschützten stillen Feiertage) vorgeführt werden.
Download der Freigabekarte als pdf
CALL ME KUCHU
Land / Jahr: Uganda/USA 2012, Länge 90 Min., Format: (gedreht auf HDCAM) DCP und Blu-ray, Sprachen: Englisch und Luganda, Sprachfassung: OmU, Regie: Malika Zouhali-Worrall, Katherine Fairfax Wright, Kamera: Katherine Fairfax Wright, Zweite Kamera: Samuel Benjamin, H. Allen-Falconi, Schnitt: Katherine Fairfax Wright, Musik: Jonny Mandabach, Produzent: Malika Zouhali-Worrall, mit David Kato Kisule, Naome Ruzindana, Stosh Mugisha, Giles Muhame, John "Long Jones" Abdallah Wambere, Bishop Christopher Senyonjo, Frank Mugisha, Parlamentsmitglied David Bahati, Kasha Jacqueline Nabagesera, Onyango John Francis