Gemeinsam mit den "Freunden der Deutschen Kinemathek e.V." (heute "Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.") organisierten Ulrich und Erika Gregor im Sommer 1969 erstmals eine "Ergänzungsveranstaltung" zur Berlinale in der Akademie der Künste, die in Form und Inhalt andere Akzente setzte. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wurde 1970 im neu gegründeten Kino Arsenal wiederholt. Während die Filmfestspiele in diesem Jahr nach dem Eklat um Michael Verhoevens Vietnam-Parabel o.k. abgebrochen wurden, etablierte sich das diskussionslastige und experimentierfreudige "Gegenfestival" als zeitgemäßeres Festivalformat. Schon ein Jahr später wurde eine Neuausrichtung der Berlinale eingeleitet und die "Freunde der Deutschen Kinemathek" eingeladen, ihr Programm an diese als "offizielle Parallelveranstaltung" anzugliedern. Leiter des "Internationalen Forum des Jungen Films" war Ulrich Gregor und er blieb es bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Jahr 2001.
Die Bedeutung der kuratorischen Arbeit von Ulrich und Erika Gregor für den internationalen Film und seine Wahrnehmung und Wertschätzung in Berlin ist kaum zu überschätzen. Sie haben das Profil des Forums der Berlinale und auch die Arbeit des Arsenal nachhaltig geprägt und sind beiden auch heute noch eng verbunden.