februar 2017, kino arsenal

Großes Kino, kleines Kino #10

Unser Programm beginnt und endet mit Musik, die Mut macht. THE SUN'S GONNA SHINE (USA 1975) heißt Les Blanks Film, in dem der Bluesmusiker Lightnin' Hopkins erzählt, wie er im Alter von acht Jahren beschloss, nicht mehr Baumwolle zu pflücken, sondern zu singen. In SOMMERREGEN (D 1995) filmte der achtjährige Franz von Lucke Alltägliches im Garten und Zauberkunststücke auf dem Spielplatz. DOKTOR DOLITTLE UND SEINE TIERE (D 1928) ist ein Scherenschnittfilm der berühmten Lotte Reiniger mit vielen Affen. NEW YORK NEAR SLEEP FOR SASKIA (USA 1972) von Peter Hutton, ein Schwarz-Weiß-Film ohne Ton, überrascht durch seine Montage. Theo Thiesmeiers MY LINE (D 2000) ist ein Musikclip mit seinem Sohn Ernie. (ua)

Für alle ab sieben Jahren. Ausgesucht und vorgestellt von Ute Aurand und Robert Beavers. (26.2.)

februar 2017, kino arsenal

12. Forum Expanded: The Stars Down to Earth

Die Suche nach Möglichkeiten des künstlerischen Umgangs mit einer kaum noch greifbaren Realität ist eine wesentliche Gemeinsamkeit der diesjährigen Programmauswahl. Den Blick vom Himmel abzuwenden und auf den Boden der Tatsachen zu richten, scheint nötiger denn je. Doch wie kann man einer Wirklichkeit, die immer unfassbarer erscheint, filmisch überhaupt noch habhaft werden? Die Filme und Installationen des 12. Forum Expanded nähern sich dieser Frage, indem sie versuchen, besonders genau hinzusehen und hinzuhören. Einer, der aus diesem Anliegen heraus bereits seit den 70ern ein kinematografisches Œuvre geschaffen hat, ist James Benning. In diesem Jahr ist er mit der 3-Kanal-Installation UNTITLED FRAGMENTS vertreten. Aus dem Zentrum der Ausstellung heraus leuchtet es in Purpurfarben: Joe Namys Installation PURPLE, BODIES IN TRANSLATION – PART II OF A YELLOW MEMORY FROM THE YELLOW AGE untersucht jenseits bildlicher Repräsentation auf der Tonspur die Frage, welche Details in einer Übersetzung verloren gehen und was zwischen Untertitel und Bild entstehen kann.

februar 2017, kino arsenal

47. Forum

Filme aus Lateinamerika bilden einen regionalen Schwerpunkt des diesjährigen Programms. Mit insgesamt sechs Beiträgen aus Brasilien, Peru, Chile, Mexiko und Argentinien zeichnet sich ein weites Spektrum filmischer Formen ab.

februar 2017, kino arsenal

Thomas Mauch, Kameramann und Filmemacher

"Thomas Mauch ist, zumindest für Herzog, Kluge und mich, ein Kameramann, dem wir einen Teil unserer Identität als Filmemacher verdanken." (Helma Sanders-Brahms)

Thomas Mauchs Kameraarbeit hat Ästhetik und Erfolg des Neuen Deutschen Films wesentlich geprägt. In den letzten 50 Jahren arbeitete er mit so unterschiedlichen und außergewöhnlichen Regisseuren wie Werner Herzog, Werner Schroe-ter, Alexander Kluge und Edgar Reitz zusammen. Nicht zuletzt führte er auch die Kamera für eine Generation von Filmemacherinnen, die in den 70er und 80er Jahren eine neuartige und ganz eigene Perspektive filmisch umsetzten, wie z.B. für Helma Sanders-Brahms oder Ula Stöckl. Viele der Filme, für die Thomas Mauch an der Kamera stand, gewannen international renommierte Preise, er selbst erhielt mehrere Bundesfilmpreise für seine Kameraarbeit.