Was kann ein Kino, was ein Filmarchiv, was können Filme für die ästhetische und kulturelle Bildung von jungen Menschen leisten, die im digitalen Zeitalter aufwachsen? Im Rahmen ihres "Living Archive"-Projekts beschäftigt sich Stefanie Schlüter u.a. mit diesen Fragen und öffnet am 21. Mai von 15 bis 18 Uhr die Türen des Filmarchivs des Arsenals für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen und Klassenstufen.
Auf dem Programm steht eine gemeinsame Besichtigung der Archivräume und die Vorführung kurzer Filme, die gemeinsam ausgewählt werden. Lehrerinnen und Lehrer sind eingeladen, im Archiv zu stöbern, das über 10.000 Filme und Videos beherbergt. In einem zweiten Teil stellt Stefanie Schlüter vor, welche Möglichkeiten das Archiv des Arsenals Lehrern bietet, um gemeinsam mit Schülern Fragen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des bewegten Bildes zu erarbeiten.
Anlässlich der Kinderausstellung "Helden" der Deutschen Kinemathek zeigen wir jeweils am letzten Sonntag eines Monats einen Film zum Thema. Am 27. Mai läuft der dänische Kinderfilm HODDER RETTET DIE WELT! (En som Hodder, Henrik Ruben Genz, 2004), in dem eine Fee den neunjährigen Hodder mit einer Bitte konfrontiert, die er ihr nicht abschlagen kann. Junge Helden, die sich mit dem "Helden-Pass" der Ausstellung ausweisen können, haben freien Eintritt.
Die Maxime unseres Was ist Kino?-jour fixe am 20.4. lautet: "Alle mal herhören!" In diesem Programm für Mittel- und Oberstufe geht es um Ton im Film – von den ersten Tonfilmversuchen des frühen Films bis zu zeitgenössischen experimentellen Sound-Designs.
Am 29. April beginnt die Filmreihe zur Kinderausstellung im 4. Stock des Filmhauses zum Thema "Helden". Wir zeigen ZWEI KLEINE HELDEN (Bäst i Sverige!, Ulf Malmros, Schweden 2003) über Marcello und Fatima, die etwas ganz anderes wollen als ihre Eltern.
Unser Filmvermittlungsangebot "Was ist Kino?" am 16. März beschäftigt sich mit Tieren in der Geschichte des Kinos. Tiere im Kino befreien den Blick. Das zeigt bereits der erste Film der Kinogeschichte, wo zwischen den Arbeitern, die nach getaner Arbeit die Fabrik verlassen, überraschend noch ein Hund durch das Werkstor läuft. Im Kino treten Tiere auf vielfältige Weise in Erscheinung – als zufällige Randfiguren ebenso wie als Hauptdarsteller in dokumentarischen, inszenierten, animierten oder experimentellen Filmen. Tiere ziehen ihre Betrachter stets von Neuem in den Bann, etwa wenn eine filmische Versuchsanordnung gerade deshalb glückt, weil eine Katze ihre Rolle perfekt beherrscht oder indische Kühe inmitten von dichtem Straßenverkehr ein Bild der völligen Gelassenheit abgeben. Das Filmprogramm unter- nimmt einen kleinen Streifzug durch die Filmgeschichte und zeigt Tiere aus verschiedenen, oftmals überraschenden Blickwinkeln. (Stefanie Schlüter)
Das Programm richtet sich an SchülerInnen der 1.–6. Klasse. Telefonische Anmeldung erforderlich.
Unsere erste jour fixe-Spielzeit im Rahmen des Filmvermittlungsprogramms "Was ist Kino?" ist beendet und wir möchten darauf hinweisen, dass sämtliche Programme ab sofort frei buchbar sind. Seit Beginn des neuen Schuljahrs 2011 läuft nun die zweite Staffel.
Unter dem Titel "Think, Film!" veranstaltet das Arsenal in Zusammenarbeit mit dem Filminstitut der Universität der Künste Berlin vom 10. bis 14. Oktober 2012 den 3. Internationalen Kongress für experimentelle Medien. In insgesamt 14 Panels geht es darum, die Wechselwirkung zwischen filmischen Sprachformen und Ausprägungen des Denkens erforschend darzulegen und mit einer internationalen Fachöffentlichkeit zu diskutieren.