Februar 2014, distribution news

"Concerning Violence"

von Göran Hugo Olsson, CINEMA fairbindet Preisträger 2014

Foto "Concerning Violence"

© Lennart Malmer

Zum vierten Mal zeichnete das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) auf der Berlinale einen Film mit dem ent­wick­lungs­politischen Sonderfilmpreis CINEMA fairbindet aus. Göran Hugo Olsson "Concerning Violence", der im Panorama präsentiert wurde, ist ein mutiger Film über die afrikanischen Befreiungsbewegungen der 60er und 70er Jahre. Neu entdecktes Archivmaterial über die gewaltvolle Konfrontation mit den Kolonialmächten wird kombiniert mit Zitaten aus Frantz Fanons „Die Verdammten dieser Erde“, gesprochen von Lauryn Hill. Der Film beleuchtet kunstvoll Fanons Analysen über die Folgen der Kolonialisierung Afrikas und plädiert für den Aufbau einer gerechteren Welt.

Jurybegründung: "Durch die Verbindung von Frantz Fanons historischem Text über Kolonialismus, eindrucksvoll gesprochen von Lauryn Hill, mit einzigartigem Archivmaterial entsteht ein überzeugender und poetischer aktueller Film. Der Regisseur hat ein beeindruckendes Werk geschaffen, indem er komplexe theoretische Ideen in kinematographische emotionale Erfahrung umsetzt. Er eröffnet uns zugleich überraschende Erkenntnisse über die heutige Welt. Der faszinierende Film zeigt uns, dass Gewalt weiterhin eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung ist." In der diesjährigen Jury waren Rania Stephan, Djo Munga und Ernst Szebedits.

Der Kinostart findet am 18. September statt, die begleitende Roadshow läuft parallel bis Ende Dezember. Weitere Informationen folgen. Mehr Informationen zum Film finden Sie hier.

Der Regisseur Göran Hugo Olsson studierte Film an der Universität und der Kunsthochschule in Stockholm, seit dem arbeitet er als Dokumentarfilmer und Kameramann. Er ist Mitbegründer des Dokumentar-Kurzfilmprogramms von Ikon (SVT) und Ikon Südafrika. Sein 2011 auf der Berlinale gezeigter Film "THE BLACK POWER MIXTAPE 1967–1975" hatte weltweit großen Erfolg.

Mit dem CINEMA fairbindet Preis würdigt das BMZ Filme, die auf herausragende Weise zum aktuellen Dialog über besondere Aspekte des Nord-Süd-Verhältnisses einladen – durch ihre ästhetische, emotionale oder narrative Kraft. Der Preis beinhaltet ein Preis­geld sowie den Kinostart des Films mit einer zusätzlichen Roadshow durch bis zu 25 ausgewählte Spiel­stätten in Deutsch­land. Der ent­wick­lungs­politische Sonderfilmpreis wird ausführlich auf der Seite des BMZ vorgestellt.