september 2016, kino arsenal

50 Jahre dffb

Am 18.9.1966 wurde die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) als erste eigenständige Filmhochschule in Westdeutschland gegründet. Zum 50. Jubiläum zeigt die dffb eine Auswahl von Filmen im Kino Arsenal, gedreht von Absolventinnen und Absolventen, als Ausgangspunkt einer Neuaneignung des gar nicht so kleinen Beitrags, den die dffb über die Jahre zur deutschen und internationalen Filmproduktion geleistet hat. Die Reihe ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten, die unter anderem eine größere Retrospektive im Frühjahr 2017 umfassen werden.

september 2016, kino arsenal

Magical History Tour im September: Zäsuren der Filmgeschichte

Momente des Wandels, der Umbrüche und Krisen in der Filmgeschichte stehen im Mittelpunkt der Magical History Tour im September. Gezeigt werden Filme, die direkt auf technische, ökonomische, soziale oder politische Veränderungen Bezug nehmen, diese markieren oder davon beeinflusst sind, aber auch Arbeiten, in denen besondere Zäsuren erst mit Verzögerung ihr Echo finden. Offensichtliche filmische Spiegelungen einschneidender Ereignisse stehen neben Werken, deren Reflexion vergangener Krisen sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Die Filmgeschichte an ihren Schnittstellen und Epochenschwellen zu betrachten, lädt einmal mehr dazu ein, die Geschichte des Films nicht in einer kontinuierlichen, einem vermeintlichen "Fortschrittsgedanken" verpflichteten Entwicklung zu sehen, sondern als vielfältig lesbares Netz von Diskontinuitäten und Verwerfungen.

september 2016, kino arsenal

Retrospektive Philippe Garrel

Es gibt wohl kaum einen anderen französischen Filmemacher von Rang, der in Deutschland eine so unbeschriebene Größe ist wie Philippe Garrel. Obwohl er als Schlüsselfigur des Post-Nouvelle-Vague-Kinos gilt, ist sein 30 Filme umfassendes Werk hierzulande weitgehend unbekannt. Mit Ausnahme von L'OMBRE DES FEMMES (F/CH 2015) kam seit Jahrzehnten kein einziger seiner Filme regulär in die deutschen Kinos. Das Arsenal widmet Philippe Garrel im Oktober eine umfassende Retrospektive, die es – erstmalig in Deutschland – ermöglicht, die verschiedenen Phasen seines über 50-jährigen Schaffens nachzuvollziehen und in der Gesamtschau zu erkennen, was seinen Kern ausmacht. Zur Eröffnung am 1. Oktober präsentieren wir Garrels vorletzten Film LA JALOUSIE (F 2013) als Deutschlandpremiere. Einführungen von Birgit Kohler, Thomas Arslan, Volker Pantenburg, Marc Siegel, Angela Schanelec und Anja Streiter ergänzen das Programm.

september 2016, kino arsenal

Die Ästhetik des Widerstands – Peter Weiss 100

Peter Weiss ist vor allem als Schriftsteller und Bühnenautor bekannt, begann seine künstlerische Laufbahn aber als Maler. Nach der Emigration nach Schweden bestimmten das Gefühl des Fremdseins, die Unsicherheit und existentielle Not im Exil die anstrengende Suche nach neuen Ausdrucksformen. In den 50er Jahren wandte sich Weiss schließlich den Bewegtbildern des Films zu. Er drehte insgesamt 18 Experimental-, Dokumentar- und Spielfilme, von denen vier Fragment blieben. Weiss' filmisches Werk markiert den Übergang von einer surrealistisch geprägten Innensicht zur Auseinandersetzung mit der sozialen Wirklichkeit in der geteilten Welt des Kalten Krieges. In seinen Dokumentarfilmen tritt der detaillierte Blick auf Menschen und Orte hervor, die akribische Arbeit mit Fakten und Lebensgeschichten deutet sich an, die später für den Roman "Die Ästhetik des Widerstands" eine so große Rolle spielte.

Die bereits im September gestartete Filmreihe widmet sich an vier weiteren Abenden im Oktober dem Verhältnis von ästhetischer und politischer Subjektivität in Bezug auf Widerstand und gesellschaftliche Veränderung. Die Zusammenstellung internationaler historischer und zeitgenössischer Filme und Kurzfilmprogramme aktualisiert einige der wiederkehrenden Themen bei Weiss – von der ewigen Ausbeutung menschlicher Arbeit und der Macht des Kapitals über den Kampf gegen Unterdrückung und Ungleichheit, Rassismus und Faschismus bis zu den Schrecken des Krieges und der Frage der Gewalt als Mittel revolutionärer Politik.

september 2016, transfer

Zukunft der Erinnerung: 
Bundesweite Schulkinoreihen zur filmischen Erinnerung an den Holocaust

Im Rahmen des Projekts werden bundesweit in ausgesuchten Kinos Schulkinoveranstaltungen angeboten. Der Fokus der von pädagogischen Rahmenprogrammen begleiteten Veranstaltungen liegt auf der Auseinandersetzung mit den Themen Holocaust, Faschismus, Nationalsozialismus und Antisemitismus. Für die Vorführungen steht eine Auswahl von 46 Dokumentar- und Experimentalfilmen aus der Sammlung des Arsenals zur Verfügung. Die Filme aus den Jahren 1955 bis 2014 zeigen in ihrer Vielfältigkeit, wie divers sich die Diskussionen um die Darstellung des Holocaust gestalteten und gestalten. Zu sechs Filmen wurde eigens Schulfilmmaterial erstellt. In Berlin finden die Schulkinovorführungen mit Einführung und anschließender Diskussion im Kino Arsenal statt.

Januar '13
kino arsenal: Retrospektive Martin Scorsese

19:00 Kino 1


Who's That Knocking at My Door?

Who’s That Knocking at My Door? USA 1968
Mit Harvey Keitel 35 mm OmU 90 min

kino arsenal: Magical History Tour im Januar: Land in Sicht - Landschaften im Film

19:30 Kino 2


Zabriskie Point

Zabriskie Point Michelangelo Antonioni USA 1969/70
35 mm OmU 111 min

kino arsenal: Retrospektive Martin Scorsese

21:00 Kino 1


Taxi Driver

Taxi Driver USA 1976
Mit Robert De Niro, Harvey Keitel, Jodie Foster
35 mm OF 114 min