september 2014, kino arsenal

Magical History Tour: Musik im Film

Die Verbindung von Musik und Film geht an die Anfänge der Kinematografie zurück. Neben dem Kinoerzähler gehörte die musikalische Begleitung der frühen Filme zum integralen Bestandteil der Filmerfahrung, eine spannungsreiche Beziehung, die bis heute existiert.

Im September präsentieren wir in der Magical History Tour anhand einiger Beispiele Positionen innerhalb des umfangreichen Themas "Musik im Film" und bieten mit (Original)Kompositionen für den Film, Musik(er)porträts, Konzertfilmen sowie filmischen Inszenierungen von Musik Einblicke in die Bedeutung und Funktion von Musik im Film.

september 2014, kino arsenal

Werkschau Albert Serra

Der Katalane Albert Serra (*1975) gehört zu den eigenwilligsten Köpfen im zeitgenössischen Filmschaffen. Seit seinem aufsehenerregenden Debüt HONOR DE CAVALLERIA (2006) fanden all seine Filme große Beachtung bei Festivals, zuletzt wurde HISTÒRIA DE LA MEVA MORT (2013) mit dem Hauptpreis in Locarno ausgezeichnet. Auch im Bereich der Bildenden Kunst ist Serra seit einigen Jahren mit Auftragsarbeiten für verschiedene Museen tätig. Trotz seiner internationalen Reputation sind seine Arbeiten hierzulande jedoch kaum bekannt. Vor diesem Hintergrund präsentiert das Arsenal vom 5.-11. September eine Werkschau, die Serras Spielfilme genauso umfasst wie die für Ausstellungen konzipierten Arbeiten, inklusive eines Kurzfilms, der Teil des für die documenta realisierten monumentalen Projekts "Three Little Pigs" ist. Hinzu kommt ein Making-of, das den Filmemacher bei der Arbeit zeigt. Wir freuen uns sehr, dass Albert Serra persönlich zu Gast im Arsenal sein wird. Neben den Diskussionen mit dem Publikum findet am 7.9. in der Reihe "Revolver Live" ein von Nicolas Wackerbarth moderiertes Werkstattgespräch unter Filmemachern statt.

september 2014, kino arsenal

Retrospektive Pier Paolo Pasolini

Filmemacher, Schriftsteller, Lyriker, Theaterregisseur, Essayist, Maler, Schauspieler – Pier Paolo Pasolini (1922–1975) gehört zu den vielseitigsten, einflussreichsten und radikalsten Künstlern und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Seine Filme, Romane und Essays haben im Nachkriegseuropa Zäsuren und Maßstäbe gesetzt, provoziert und polarisiert, Skandale und Kontroversen ausgelöst, gesellschaftliche Diskussionen initiiert. Seine Werke sind mittlerweile in die Film- bzw. Literaturgeschichte eingegangen, ohne sich dabei in ein Schema pressen zu lassen. Pier Paolo Pasolini war und ist ein Singulär, bewegte sich zeitlebens außerhalb von künstlerischen, politischen oder gesellschaftlichen Konventionen, war widersprüchlich, kompromisslos, kämpferisch und ungeheuer produktiv: Zwischen seinem bahnbrechendem Debüt ACCATTONE (1961) und seinem gewaltsamen Tod Ende 1975, kurz nach Fertigstellung seines letzten Films SALÒ, drehte Pasolini in rascher Folge über 20 Spiel- und Dokumentarfilme unterschiedlichster Form und Länge. In seinen Filmen widmete er sich immer wieder den Randzonen der Gesellschaft, dem Subproletariat, bearbeitete griechische Mythen ebenso wie das Matthäus-Evangelium, thematisierte Sexualität und Tod, Katholizismus und Marxismus; sein Denken kreiste um philosophische, politische oder soziale Fragen.

Die Stadt Rom spielt in zahlreichen Filmen, aber auch in Pasolinis Leben eine entscheidende Rolle. Dieser Verflechtung geht eine umfangreiche Ausstellung im Martin-Gropius-Bau nach, die unter dem Titel "Pasolini Roma" vom 11.9. bis Anfang nächsten Jahres zu sehen sein wird und in deren Zusammenhang wir im September und Oktober in kompakter Weise eine vollständige Retrospektive der Filme von Pier Paolo Pasolini im Arsenal präsentieren können. Eröffnung mit Gästen am 13. September.

september 2014, berlinale forum

Kinostart "Sto spiti (At Home)"

Bild aus Sto spiti

Am 4. September bringt arsenal distribution STO SPITI (AT HOME) von Athanasios Karanikolas in ausgewählte Kinos. Der Film, der im diesjährigen Forum uraufgeführt wurde, erzählt von Nadja, die seit vielen Jahren als Haushälterin bei einem wohlhabenden Paar der griechischen Oberschicht und deren Tochter lebt. Sie darf sich als Teil der Familie fühlen. Als man bei ihr eine schwere Krankheit diagnostiziert und der Hausherr im Zuge der Wirtschaftskrise in finanzielle Schwierigkeiten gerät, wird Nadja entlassen. Beide Erschütterungen lässt sie sich nicht anmerken. Ein lichter Film. Die Misere ist den Bildern nicht anzusehen. Es ist Sommer, die Luft flirrt, das Meer glitzert.

Erst allmählich werden die Verhältnisse klar: Oben und unten, zu Hause und fremd, mit oder ohne Krankenversicherung scheiden sich voneinander. Doch die Klassenfrage ist für Nadja keine. Sie streitet nicht für ihr Recht. Stattdessen hält sie an ihren Gefühlen fest, besteht nicht auf dem Arbeitsverhältnis, sondern auf der emotionalen Bindung. Der realen Welt zugewandt und stilisiert zugleich, mit eleganten CinemaScope-Bildern und Rauminszenierungen erzählt der Film die Geschichte um seine leise Heldin in Zeiten sozialer Kälte im Stil eines zarten Melodrams. Keine Großaufnahmen, keine großen Gefühlsausbrüche – aber großes Kino. (Birgit Kohler)

juni 2014, on tour

A Paradise Built in Hell

Zusammen mit dem Kunstverein Hamburg und dem Sommerfestival Kampnagel präsentiert das Arsenal vom 28. Juni bis 7. September die Ausstellung "A Paradise Built in Hell". Thema ist die Darstellung von Utopie im 16mm-Film, gezeigt werden überwiegend zeitgenössische Beiträge von Hannes Böck, Heinz Emigholz, Sharon Lockhart, Marie Losier, Jennifer Reeves, Ben Rivers, Ben Russell, Clemens von Wedemeyer und vielen anderen. Basierend auf Rebecca Solnits gleichnamigen Buch, das gesellschaftliche Dynamiken und Loyalität in Katastrophenzuständen untersucht, entwickelt die täglich wechselnde Anordnung der Filme ein Kaleidoskop an Möglichkeiten und Utopien.

Ausstellungseröffnung im Kunstverein Hamburg am 27. Juni ab 19 Uhr mit der Vorführung von Anthony McCalls Klassiker LINE DESCRIBING A CONE (1973).

Januar '13
kino arsenal: UdK-Seminar: Kino und Malerei

17:00 Kino 2


Painters Painting

Painters Painting Emile de Antonio USA 1972
16 mm OF 117 min

Einführung: Stefan Hayn
kino arsenal: Die Filme von Larissa Schepitko

19:30 Kino 1


Krylja

Krylja Flügel UdSSR 1966
35 mm OmU 86 min

kino arsenal: Magical History Tour im Januar: Land in Sicht - Landschaften im Film

20:00 Kino 2


Tabu

*Tabu Friedrich Wilhelm Murnau USA 1930
Restaurierte Kopie
35 mm 91 min

Am Klavier: Eunice Martins
kino arsenal: Magical History Tour im Januar: Land in Sicht - Landschaften im Film

21:15 Kino 1


13 Lakes

13 Lakes James Benning USA 2004
16 mm ohne Dialog 134 min