februar 2017, kino arsenal

Magical History Tour
 – Körper im Film

Seit Beginn der Kinematografie geht ein wichtiger Teil der Faszination bewegter Bilder von der Körperdarstellung der agierenden Personen auf der Leinwand aus: Die ersten Filmaufnahmen zeigen nicht von ungefähr gut gelaunte Arbeiter, turnende Männer oder übermütige Kinder. Es dauerte nicht lange, bis Méliès diesen kurzen dokumentarischen Aufnahmen filmische (Körper-)Experimente der fantastischen, aber auch der drastischen Art zur Seite stellte: Bilder von eleganten Tänzerinnen, die von Zauberhand verschwinden, aber auch von kopflos wandelnden Skeletten oder von Luftballon-gleich aufgeblasenen und zerplatzenden Köpfen. Ausgehend von diesen gegensätzlichen Polen hat sich die Inszenierung von Körper(teile)n im Film zu einem elementaren Kunstmittel des Kinos entwickelt, dessen verschiedenartige Ausformungen in den letzten Jahrzehnten wesentlich das Nachdenken über die menschliche Physis beeinflusst haben.

Die Magical History Tour im Februar präsentiert signifikante Körperbilder aus 80 Jahren Filmgeschichte und zeigt Sehnsuchtsträger, Fremdkörper, Projektionsflächen, Kollektivkörper, Wiedergänger in ihrer besonderen physischen Präsenz.

februar 2017, kino arsenal

Frauen und Film Nr. 67: Migration

Anlässlich des Erscheinens der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Frauen und Film zum Thema "Migration" zeigen wir am 28. Februar in Anwesenheit einiger Autor_innen des Hefts ALMANYA ACI VATAN von Şerif Gören (TR 1979).

Der Titel, auf Deutsch: Deutschland, bittere Heimat, stammt von einem Lied, das zu den Klassikern türkischer Musik in Deutschland zählt. Der Film ist größtenteils in West-Berlin gedreht (Kamera: Izzet Akay) und erzählt die Geschichte einer selbstbewussten jungen Frau, Güldane (Hülya Koçyiğit), die in Berlin als "Gastarbeiterin" elektrische Schreibmaschinen am Band montiert, in einer Frauen-WG wohnt und daneben erfolgreich Waren in die Türkei exportiert – und einen Papier-Ehemann importiert. Die Verhältnisse lassen aber kein einfaches Ende zu. Präsentiert von Nanna Heidenreich.

februar 2017, kino arsenal

Werkschau Helena Třeštíková

Über 50 Dokumentarfilme umfasst die Filmografie der renommierten, mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichneten tschechischen Regisseurin Helena Třeštíková. Seit Mitte der 70er Jahre dreht sie fürs Kino, aber auch fürs Fernsehen so unaufdringliche wie eindrückliche Porträts – oftmals Langzeitbeobachtungen – von Eheleuten, Persönlichkeiten der tschechischen Geschichte, aber immer wieder auch von gesellschaftlichen Außenseitern.

In Anwesenheit der Regisseurin beleuchtet unsere Werkschau vom 2.-20. März Třeštíkovás beeindruckendes Œuvre, das um menschliche Beziehungen, gesellschaftliche und politische Zeitenwenden und nicht zuletzt um die Möglichkeiten und Grenzen des Dokumentarischen kreist.

November '16
kino arsenal: FU-Vorlesungsreihe: Die Filmwissenschaft, das Archiv und die Differenz

17:00 Kino 2


Vorlesung von Sabine Nessel: Filmarchiv / Musikarchiv: Les Blank / Chris Strachwitz

Vorlesung von Sabine Nessel: Filmarchiv / Musikarchiv: Les Blank / Chris Strachwitz

kino arsenal: FU-Vorlesungsreihe: Die Filmwissenschaft, das Archiv und die Differenz

18:00 Kino 2


Chulas Fronteras

Del Mero Corazón

*Chulas Fronteras Les Blank, Chris Strachwitz USA 1976
16 mm OmE 59 min
*Del Mero Corazón Les Blank, Maureen Gosling, Guillermo Hernandez, Chris Strachwitz USA 1979 16 mm OF 28 min

kino arsenal: Magical History Tour
 – The Wild Ones

20:00 Kino 2


Putjowka w shisn

*Putjowka w shisn
Der Weg ins Leben Nikolai Ekk UdSSR 1931
35 mm OmU 93 min

kino arsenal: DAAD-Stipendiatin Mira Fornay zu Gast

20:00 Kino 1


Malá Nesdělení

Lištičky

Malá Nesdělení Small Untold Secrets
Tschechien 2002 35 mm OmE 22 min
Lištičky Foxes Tschechien/Slowakei/Irland 2009
35 mm OmE 83 min

Im Anschluss Diskussion mit Mira Fornay