januar 2018, kino arsenal

Unknown Pleasures #9
 – American Independent Film Fest

An US-amerikanischen Filmen herrscht in den Berliner Kinos eigentlich kein Mangel. Was wir dort zu sehen bekommen, deckt aber keineswegs die ganze Bandbreite des US-Kinos ab. Diese Lücke füllt das von Hannes Brühwiler kuratierte Festival des amerikanischne Independent-Films Unknown Pleasures, das vom 12.-28. Januar zum zweiten Mal im Arsenal stattfindet.

Die bei Unkown Pleasures #9 gezeigten zehn Filme – viele davon in deutscher Erstaufführung, einite davon in Anwesenheit der Regisseure – sind allesamt in den letzten zwei Jahren entstanden und decken verschiedene Facetten des amerikanischen Filmschaffens ab.

januar 2018, kino arsenal

Retrospektive Ernst Lubitsch (2)

"Was heißt Ernst, Ernst habe ich genug in meinem Vornamen": Ernst Lubitsch (1892–1947) war ein Meister in der Inszenierung geistreicher Komödien, die seine unverwechselbare Handschrift tragen. Spielerische Leichtigkeit, subtile Andeutungen, beredte Auslassungen, sarkastisch zugespitzte Dialoge, Ironie, Prägnanz und exaktes Timing sind kennzeichnend für den sprichwörtlichen "Lubitsch Touch". Lubitschs sophisticated comedies wurden stilbildend für die Gesellschaftskomödie, die Anspruch mit Popularität verband. Wiederkehrende Themen der Filme waren Schein und Sein der High Society, Dreieckskonstellationen und die Konventionen bürgerlicher Partnerschaftsmodelle. Durch die Virtuosität seiner Inszenierung, die subtile Kunst des Aussparens und des indirekt Vermittelten, konnten selbst nach Durchsetzung des Hays Codes in Hollywood 1934 Lubitschs sexuelle Andeutungen unbeanstandet die Zensur passieren.

Wir setzen unsere Reihe im Januar fort und zeigen aus dem umfangreichen Werk Lubitschs 14 Filme aus den Jahren 1918 bis 1948, mit einem Schwerpunkt auf den in Hollywood entstandenen Komödien.

januar 2018, kino arsenal

Magical History Tour – 
Improvisation im Film

"Improvisation ist die höchste Form der Konzentration, des Bewusstseins, der intuitiven Erkenntnis; es ist der Moment, in dem die Imagination alles Festgefügte, die engen geistigen Strukturen überwindet und direkt in die Tiefe der Dinge vordringt. Improvisation ist keine Methode, sondern vielmehr ein Bewusstseinszustand und unverzichtbare Basis eines wahren Schaffensprozesses." Ausgehend von Jonas Mekas' Zitat aus seinem Text "Notes on the New American Cinema" widmen wir die Magical History Tour in diesem Monat den unterschiedlichen Formen und Ausprägungen von Improvisation im Film. Zwölf Beispiele quer durch die Filmgeschichte zeugen von umfassenden Freiräumen in Probenphasen oder auch vor laufender Kamera, von programmatischen Gestaltungsmöglichkeiten von und für Schauspieler, vom Überwinden von Grenzen und Konventionen und nicht zuletzt von einer überbordenden Lust am (Zusammen)Spiel, am Experiment, am Unvorhergesehenen.

januar 2018, berlinale forum

Forum 2018: Im Reich der Perfektion – und anderswo

Zum 48. Mal veranstaltet das Arsenal – Institut für Film und Videokunst im Rahmen der Berlinale das Forum. Das Hauptprogramm umfasst in diesem Jahr 44 Filme, darunter 35 Weltpremieren.

21 Jahre nach seinem Regiedebüt THE DAY A PIG FELL INTO THE WELL kehrt der koreanische Regisseur Hong Sangsoo ins Forum zurück. GRASS ist eine heiter-melancholische Geschichte über Gäste eines kleinen Cafés, dessen Inhaber die klassische Musik liebt. Kim Minhee, die 2017 den Silbernen Bären für die beste Darstellerin gewann, spielt hier die Frau am Ecktisch mit dem Laptop, die sich vom Geschehen inspirieren lässt, die Fäden der Dialoge aufnimmt und weiterspinnt, manchmal aktiv ins Geschehen eingreift. Oder ist sie selbst die Autorin der Beziehungsminiaturen, deren Geschichten und Themen einander spiegeln?

januar 2018, berlinale forum

13. Forum Expanded — das komplette Programm

Die Programmauswahl für das 13. Forum Expanded, das am 14. Februar unter dem Titel „A Mechanism Capable of Changing Itself“ in der Akademie der Künste am Hanseatenweg eröffnet wird, ist abgeschlossen. Zu den ausgewählten Arbeiten gehören insgesamt 34 Filme und Videoarbeiten aller Längen und Genre, sowie 15 Installationen aus insgesamt 27 Ländern.

Das Programm umfasst auch in diesem Jahr eine breite Vielfalt an Arbeiten, die mit dokumentarischen Mitteln die Möglichkeiten des Kinos, aber auch der Musik erforschen und einsetzen, um fragend, aufzeigend, analysierend oder verändernd in das gesellschaftliche und politische Weltgeschehen einzugreifen. Dabei erweitern sie nicht zuletzt auch den Begriff des Dokumentarischen selbst.

kino arsenal: Harun Farocki: Nacheinander / Nebeneinander (1)

16:00 Kino 1


Die Teilung aller Tage

Eine Sache, die sich versteht

Nacheinander:
Die Teilung aller Tage
Hartmut Bitomsky, Harun Farocki BRD 1970
Digital file OmE 65 min
Eine Sache, die sich versteht (15x)
Hartmut Bitomsky, Harun Farocki BRD 1971
Digital file OmE 64 min

kino arsenal: Harun Farocki: Nacheinander / Nebeneinander (1)

18:30 Kino 1


Ein Bild von Sarah Schumann

Der Geschmack des Lebens

Berlin, 1978/79
Ein Bild von Sarah Schumann BRD 1978
Digital file OmE 30 min
*Der Geschmack des Lebens BRD 1979
DCP OmE 29 min

Zu Gast: Sarah Schumann, Michaela Melián
kino arsenal: Anatomie der Einsamkeit – 
Die Filme von Tsai Ming-liang

19:30 Kino 2


Xi you

Xi you Journey to the West F/Taiwan 2014
Mit Lee Kang-Sheng, Denis Lavant
DCP ohne Dialog 56 min

kino arsenal: Harun Farocki: Nacheinander / Nebeneinander (1)

21:00 Kino 1


Erzählen

Der Weg des Geldes

Die Arbeit der Autorschaft:
Erzählen Ingemo Engström, Harun Farocki BRD 1975
Digital file OmE 60 min
Der Weg des Geldes BRD 1973
Digital file OmE 3 min

Zu Gast: Hanns Zischler
kino arsenal: Magical History Tour – 
Close-up: Gesicht

21:15 Kino 2


Drugstore Cowboy

*Drugstore Cowboy Gus Van Sant
USA 1989 Mit Matt Dillon
35 mm OmU 102 min