oktober 2014, kino arsenal

Retrospektive Pier Paolo Pasolini (II)

Im Oktober setzen wir die umfangreiche Retrospektive der Filme von Pier Paolo Pasolini fort und zeigen Werke aus der mittleren und späten Schaffensperiode des Regisseurs, der zu den vielseitigsten, einflussreichsten und radikalsten Künstlern und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts gehört. Schwerpunkte des zweiten Teils der Retrospektive sind die Filme Pasolinis, in denen er sich mit archaischen Themen und Kulturen, der griechischen Antike, aber auch mit den Abgründen der bürgerlichen Gesellschaft auseinandersetzt (EDIPO RE, TEOREMA, PORCILE und MEDEA), ferner seine "Trilogie des Lebens" (IL DECAMERON, I RACCONTI DI CANTERBURY und IL FIORE DELLE MILLE E UNA NOTTE) sowie sein letzter kurz vor seinem gewaltsamen Tod entstandener Film SALÒ.

Pasolinis erste Filme ACCATTONE und MAMMA ROMA werden im Oktober im Kinosaal des Martin-Gropius-Baus zu sehen sein, wo darüber hinaus auch zahlreiche Wortveranstaltungen, Diskussionen und Studientage die große Pasolini-Ausstellung, "Pasolini Roma", begleiten.

oktober 2014, kino arsenal

Wild Child – Filme von und mit Isild Le Besco

In Frankreich ist sie ein Star. Hierzulande kennen Isild Le Besco (*1982) hingegen nur wenige. Dabei gehört sie nicht nur zu den gefragtesten jungen Schauspielerinnen, sondern auch zu den radikalsten Filmemacherinnen des französischen Kinos der Gegenwart. Keiner ihrer eigenen Filme, und kaum einer, in denen sie auftritt, waren regulär in den deutschen Kinos zu sehen, wurden aber bei den Festivals in Cannes, Venedig und Locarno gezeigt. Das Arsenal widmet dem Multitalent Isild Le Besco nun ein Programm und zeigt neben ihren drei langen Spielfilmen eine Auswahl ihrer Arbeiten als Schauspielerin. Wir freuen uns sehr, dass die Filmemacherin, Schauspielerin und Drehbuchautorin zur Eröffnung zu Gast sein wird.

oktober 2014, kino arsenal

Sensorische Ethnografie – Das Harvard Sensory Ethnography Lab

Das Sensory Ethnography Lab (SEL) an der -Harvard-Universität zählt heute zu den interessantesten Produktionsstätten des dokumentarischen Kinos und der kinematografischen Forschung. Sozial- und Naturwissenschaften gehen subtile Beziehungen mit analoger und digitaler Medienkunst ein. Bild und Ton werden zu Seismografen einer körperlich erfahrbaren Welt, die von Menschen, Tieren und Geistern bewohnt wird. Wir freuen uns, mit Lucien Castaing-Taylor und Véréna Paravel zwei Vertreter des SEL im Arsenal begrüßen zu dürfen.