18. februar 2012, kollektion

Filmmakers' Choice am 20. Februar

In unserer Reihe Filmmakers' Choice präsentiert die Frankfurter Künstlerin Anja Czioska Filme, die unsere Wahrnehmung durch das künstlerische Medium Film erweitern. MÉNILMONTANT (Dimitri Kirsanoff, F 1926) hat durch seinen radikalen Schnitt und das Einsetzten von impressionistischen Stilelementen die Nouvelle-Vague-Bewegung der 60er Jahre vorweggenommen, Maya Derens AT LAND (USA 1944) führt durch seine konstruierte surreale Wirklichkeit in eine neue, erweiterte und erlebte Zeit-Raum-Dimension. Jonas Mekas fängt in seinen Tagebuchfilmen in Echtzeit Bilder aus seiner erlebten Realität mit seiner Bolex-Kamera ein und verändert diese soweit, dass ein filmisches Gedicht daraus wird. JONAS MEKAS, FRIDAY THE 13TH OCT N.Y.C. (Anja Czioska) ist eine ungeschnittene performative Filmskizze, die sich zu einem litauischen Tanz intensiviert. ONE PUSSY SHOW (Anja Czioska) ist ein im Zeitraffer gefilmter trance-artiger Performancefilm, in dem ich meine Kleidersammlung 1988–1989 zu 60s Musik an- und ausziehe. (Anja Czioska)

2. januar 2012, kollektion

Filmmakers' Choice: Films to Listen

In einer neuen Reihe präsentieren FilmemacherInnen, deren Arbeiten wir verleihen, alte und neue Filme von KollegInnen. Am 9. Januar setzt Karø Goldt diese Reihe mit Filmen fort, die dem Hören gewidmet sind. Stumme Filme wie BARN RUSHES von Larry Gottheim, TAILS von Paul Sharits, welche durch ihre Bildsprache Ton suggerieren sowie EAUX D'ARTIFICE von Kenneth Anger und ALL MY LIFE von Bruce Baillie, welche die Musik zeigen. Das besondere hierbei ist die hörbare Aufmerksamkeit des Publikums durch die Stille im Kino, wenn ein tonloser Film gezeigt wird. Zu Klassikern der 16 mm-Filmkunst zeigt Goldt eigene Videos. "Some benefits of listening are presented: as are side effects, which reflect qualities often thought of as being among the most desirable human qualities … If we want to participate, to be connected, we must learn as a priority to listen once again. We need to rediscover The Lost Art of Listening". (R. Glanville)

10. dezember 2011, kollektion

Filmmakers' Choice: "Route One"

Im Rahmen unserer neuen Reihe "Filmmaker's Choice" präsentiert am 19.12. Lior Shamriz Robert Kramers ROUTE ONE / USA (F 1989): Kramer und Paul Mc Isaac kehren nach längerer Abwesenheit in die USA zurück und bereisen die Ostküste entlang die Route 1, von Maine bis Florida. Paul Mc Isaac verkörpert dabei einen Rückkehrer, der einen Job sucht, doch eigentlich ist das nur der Vorwand, um über seine Schulter einen Blick auf die Gesellschaft zu werfen und über die Leute, die ihren Alltag und ihre Alltagsphilosophie der Kamera mitteilen, nachzudenken. Es ist ein Amerika, in dem die Fabrikarbeit immer noch ein substantieller Bestandteil der Wirtschaft ist und die Bürgerrechtsbewegung noch frisch im Gedächtnis ist.

5. november 2011, kollektion

Neue Reihe: Filmmakers' Choice

Die Amateure: Große Gesten, Mord und Musik. In einer neuen Reihe präsentieren FilmemacherInnen, deren Arbeiten wir verleihen, alte und neue Filme von KollegInnen. Am 21.11. machen Eva Heldmann und Sabine Schöbel den Anfang: "Die großen Gefühle und Gesten in Hollywood und (Musik-)Theater und deren anarchische Einverleibung im Experimentalfilm sind unser Thema. In DER BRÄUTIGAM, DIE KOMÖDIANTIN UND DER ZUHÄLTER (BRD 1968) dokumentieren Straub/Huillet eine Aufführung des Münchner Antiteaters. Gegen Fassbinders libertäre Entzauberung setzen sie eine Eloge auf die Liebe. HEINRICH (Sabine Schöbel, D 2011) betrachtet sezierend den singenden Helden. In 1933 (Joyce Wieland, USA 1967) probt eine New Yorker Straße zehnmal den gleichen Auftritt. Über NEURASIA (Werner Schroeter, BRD 1968) schreibt Frieda Grafe: "Idol, Anbetung, Star, Mythos, Ekstase. Es geht nur noch um letzten Sinn, um höchste Bedeutung." BACK TO NATURE (George Kuchar, USA 1967) ist eine ungenierte Hommage an Hollywood.

25. april 2011, kollektion

Gesamtwerk Joyce Wieland

Bild aus dem Film Sailboat

Ein Segelboot zieht vorüber und zu lesen ist das Wort SAILBOAT: Der vierminütige Film der kanadischen Filmemacherin und Künstlerin Joyce Wieland reflektiert das Verhältnis von starrem Text und bewegtem Bild – bis unerwartet Hollis Frampton vor der laufenden Kamera vorbeiläuft und für einen kleinen Moment aus einem Strukturellen Film ein Home Movie werden lässt. Dort, am Lake Ontario, drehten die beiden auch A&B IN ONTARIO (1966-84), eine Art Hide and Seek mit der Bolex. Diese Filme, sowie Wielands sehr komplexe Kanada-Reflexion LA RAISON AVANT LA PASSION (1971) und 1933, eine geloopte Straßenszene in New York (1967), hatte der 1994 verstorbene Arsenalmitarbeiter Alf Bold für die Sammlung angeschafft. Nachdem auch Joyce Wieland im Jahre 1993 verstarb, haben wir nicht nur die vorhandenen Kopien erneuert, sondern mit Mitteln aus dem Experimentalfilmfonds, den Alf Bold uns hinterlassen hatte, sieben weitere ihrer Kurzfilme erworben. Joyce Wieland ist in ihrer Arbeit stets kanadischem Nationalismus und filmischen Genredenken mit experimenteller Lust, einigem Humor und politischer Schärfe entgegengetreten, wobei sie die spezifische Perspektive einer Hausfrau zum Strukturelement erhoben hat. Wir freuen uns, dass das Canadian Filmmakers Distribution Centre (CFMDC) nun das vollständige Werk dieser herausragenden Künstlerin in einer DVD-Box herausgebracht hat.

2. april 2011, kollektion

Vier Jahrzehnte Forum: Neue Kopien

Bild aus dem Film My Childhood

Anlässlich des Symposiums „Dialoge mit Filmen - Vier Jahrzehnte Forum“ (2009) wurden von ausgewählten Klassikern aus der Geschichte des Berlinale Forums neue Kopien gezogen, die Eingang in die Sammlung gefunden haben. Dazu gehören: die BILL DOUGLAS TRILOGIE (My Childhood, My Ain Folk, My Way Home, 1972-1978), D'EST von Chantal Akerman (Frankreich/Belgien 1993), SO IS THIS von Michael Snow (Kanada 1982), DIE ALLSEITIG REDUZIERTE PERSÖNLICHKEIT – REDUPERS von Helke Sander (BRD 1977) und NÔ von Sharon Lockhart (USA 2003).

18. juni 2011

"C'mon Babe (Danke schön)"

Dieser Film von Sharon Sandusky (USA 1988) ist wohl der einzige, den wir einmal so lang im Arsenal gespielt haben, bis das Publikum uns höflich darum gebeten hat, eine Pause...

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25. mai 2011

"Barn Rushes" von Larry Gottheim

Es ist eigentlich schon drei Jahre her, aber immer noch eine Meldung wert: Für die manifesta7 wählten die Kuratoren Anselm Franke und Hila Peleg fünf Filme aus der Sammlung...

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