februar 2012, living archive

"NOW! (Extended)." A Copy in Motion

Im Rahmen des Projekts Living Archive hat die Künstlerin, Filmemacherin und Theoretikerin Hito Steyerl mit Studierenden ihrer Fachklasse an der UdK Berlin Arbeiten für die Ausstellung "NOW! (Extended)" erarbeitet, die vom 24. Februar bis 4. März im Projektraum Bethanien (Kunstraum Kreuzberg) zu sehen ist. Am 23. Februar um 19 Uhr findet eine feierliche Eröffnung statt.

Der Fokus liegt auf dem Film NOW! (1965) des kubanischen Regisseurs Santiago Álvarez, ein aus Standfotos zusammengesetzter Montagefilm über die Diskriminierung der Schwarzen in den USA, rhythmisch geschnitten nach dem gleichnamigen Lied. Die Ausstellung stellt die Frage nach der heutigen Relevanz des Films im digitalen Zeitalter, in dem Bilder und Töne immer mobiler und Aneignung und Piraterie alltägliche Mittel der Kommunikation sind. Die Arbeiten der Ausstellung kreisen um die Reise der in NOW! verwendeten Bilder und Töne und projizieren ihren Weg in die Zukunft.

februar 2012, living archive

Living Archive @ Forum Expanded

Im Rahmen des diesjährigen Forum Expanded gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die im Zusammenhang mit dem Living Archive Projekt stehen, darunter Projektpräsentationen von TeilnehmerInnen sowie Podiumsgespräche zum Thema Archivpolitik. "Möglichkeitsraum IV - Access: Diamond, Enter, Fin... Archival Viewing Acts (Speculations on the Invention and Emergence of New Subject Constellations in Cinema)" am 10.2. um 21:30 im Arsenal ist eine performative Archivsichtung der Projektteilnehmerinnen Angela Melitopoulos und Constanze Ruhm. Darin zeigen sie Filme bzw. Filmausschnitte rund um das Programm des Forums von 1972 in einem performativen Herstellungsakt als offenen Sichtungsprozess. Am 14.2. um 20 Uhr hält Harun Farocki im Anschluss an die Vorführung von LA VERIFICA INCERTA (Gianfranco Baruchello/Alberto Grifi, Italien 1965, 16mm, 31 min), ein Zusammenschnitt aus Spielfilm-Stücken verschiedener Genres, im HAU2 eine Filmlecture. Am zweiten Samstag des Festivals präsentiert Avi Mograbi im HAU2 "At the Back/The Details" - ein Programm mit Videoperformance und Live-Musik. Zwei Podiusmdiskussionen runden das Pogramm ab: "Cairo: the City, the Images, the Archives" moderiert von Marcel Schwierin am 11.2. um 15 Uhr im Veranstaltungsraum des Filmhauses und "Programming the Archive" am 12.2. um 15 Uhr moderiert von Projektleiterin Stefanie Schulte Strathaus.

dezember 2011, living archive

Öffentliche Sichtungen im Rahmen des Living Archive-Projekts

Foto eines Videoscreenings im Arsenal in der Welserstraße um 1980

Im Rahmen des Projekts Living Archive finden regelmäßig öffentliche Sichtungen statt. Einmal im Monat wählen die TeilnehmerInnen Filme aus, die im Kino vorgeführt werden. Neben den Sichtungen am Schneidetisch bieten diese öffentlichen Sichtungen einen Rahmen zum Austausch über zumeist selten vorgeführte Kopien und geben Einblicke in die Diversität des Projektes und nicht zuletzt in das Arsenal-Filmarchiv selbst. Die nächste Veranstaltung findet voraussichtlich im März statt. Die Filmtitel für die Sichtung werden kurzfristig bekannt gegeben.

dezember 2011, living archive

"Living Archive": Arbeiten von Mary Ellen Bute

Bild aus dem Film Abstronic

Im Rahmen von "Living Archive" stellt Sandra Naumann am 7. Dezember die Werke von Mary Ellen Bute (1906–1983) vor. Bute gehörte in den 30er Jahren zu den PionierInnen des abstrakten Films in den USA und in den 50ern zu den ersten FilmemacherInnen, die sich mit elektronischer Bilderzeugung auseinandersetzten. In ihren kurzen Filmen erforschte sie die Übertragung musikalischer Kompositionsprinzipien auf die Gestaltung visuellen Materials und erprobte verschiedene Möglichkeiten der Verknüpfung von Bild und Ton. Auf der Suche nach einem geeigneten Medium für ihre Vision einer kinetischen Lichtkunst experimentierte sie mit Leon Theremin zunächst mit Geräten zur Transformation akustischer in optische Signale, bevor sie den Film als ihr ideales Ausdrucksmittel entdeckte.

Die öffentliche Archivsichtung bei freiem Eintritt findet in diesem Monat am 13.12. statt. Das Programm wird kurzfristig bekanntgegeben.

november 2011, living archive

Filme von Margaret Tait

Bild aus dem Film Colour Poem

Das Projekt "Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart" dient unter anderem dazu, anhand der Filmsammlung des Arsenal die Geschichte der Institution zu beleuchten. Die Filmemacherin und Kuratorin Ute Aurand präsentiert am 5. November Filme der britischen Künstlerin Margaret Tait. Nach einer Sichtung in der Londoner Filmmakers Coop organisierte Aurand 1994 eine Werkschau im Kino Arsenal. Zwei Jahre später konnte sie im Rahmen ihrer vom Künstlerinnenprogramm des Senats geförderten Filmreihe "Sie zum Beispiel" sechs Filmkopien für den Verleih des Arsenal erwerben. 1998 fügte das Arsenal eine Kopie ihres letzten Films GARDEN PIECES hinzu.