Arsenal: Programm http://www.arsenal-berlin.de/ en Arsenal: Programm http://www.arsenal-berlin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.arsenal-berlin.de/ 18 16 TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sun, 07 Feb 2106 07:28:15 +0100 Georgisches Kino - Aus der Sammlung des Arsenal http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6834/2803.html Mit dem georgischen Filmschaffen verbindet das Arsenal seit langem eine enge und besondere Beziehung. Seit Erika und Ulrich Gregor, die Gründer und langjährigen Leiter des Arsenal, in den 70er Jahren bei Besuchen in Moskau Filme aus Georgien sehen konnten, fanden georgische Filme regelmäßig Eingang in das Programm des Arsenals und des Forums. Das fortwährende Interesse am georgischen Kino führte dazu, dass das Arsenal heute mit rund 130 Filmen nach dem staatlichen russischen Filmarchiv Gosfilmofond außerhalb Georgiens weltweit die zweitgrößte Sammlung georgischer Filme besitzt und so einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der georgischen Filmgeschichte leistet. Bereits innerhalb der sowjetischen Filmproduktion traten die in der georgischen Republik gedrehten Filme durch ihre Eigenwilligkeit und fantastische Fabulierfreude hervor. Sie zeichnen sich durch satirischen Scharfblick und poetische Bildsprache, Erfindungsreichtum und oft surrealen Humor aus. Das georgische Kino ist der künstlerischen Tradition des Landes verbunden und doch gegenwartsnah und genau in der Beobachtung. Drei georgische Filme aus der Sammlung des Arsenal konnten mit Mitteln aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts digital restauriert werden. DIDI MTSWANE WELI (Ein großes, grünes Tal, 1967) von Merab Kokotschaschwili, RAMDENIME INTERWIU PIRAD SAKITCHEBSE (Einige Interviews zu persönlichen Fragen, 1978) von Lana Gogoberidse und SGHWARZE (Am Rande, 1993) von Dito Tsintsadze, die in Anwesenheit ihrer Regisseur*innen im Arsenal präsentiert werden, ebenso wie 14 weitere Filme aus unserer Sammlung von den 20er bis 90er Jahren. Ergänzt wird das Programm um den neuesten Film von Otar Iosseliani, CHANT D’HIVER (2015). Lana Gogoberidses Film wird gerahmt durch einen Film ihrer Mutter Noutsa Gogoberidse, der ersten Regisseurin Georgiens, und einen Film ihrer Tochter Salomé Alexi. In einer Podiumsdiskussion am 2.10. diskutieren Erika und Ulrich Gregor mit Khatuna Khundadze (Georgian Film) und Susan Oxtoby (University of California, Berkeley Art Museum and Pacific Film Archive) über die georgische Filmgeschichte in den Archiven, moderiert von Stefanie Schulte Strathaus. kino arsenal spalte normal vorschau Tue, 31 Oct 2017 22:20:00 +0100 Harun Farocki: Nacheinander / Nebeneinander (2) http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6835/2803.html Die 80er Jahre waren ein ungemein produktives Jahrzehnt in Harun Farockis Arbeit als Filmemacher und Autor. Produktionen für das Fernsehen, ein Spielfilm für das Kino, Beiträge für die "Filmkritik". Ein Grund dafür war die freundschaftliche Zusammenarbeit mit Werner Dütsch, der als Filmredakteur beim WDR in Köln zahlreiche Autoren-Filmemacher dieser Zeit beauftragte und damit auch ein Überleben des unabhängigen Dokumentarfilms ermöglichte. Parallel zu den dokumentarisch-politischen Filmen seit den 60er und 70er Jahren verstärkt sich in den frühen 80er Jahren bei Farocki auch ein Interesse am Bild, das sich von der bild-agitatorischen Analyse abwenden möchte. Die 80er waren nicht nur ökonomisch betrachtet ein forderndes Jahrzehnt für ihn, sondern es war vor allem auch von Versuchen geprägt, neue Bild-Horizonte zu erschließen. Die Zusammenarbeit mit Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, die er bereits bei einem Vortrag Straubs im ersten Jahr an der dffb 1966 kennenlernte, spielt für letzteres eine wesentliche Rolle. Hier widmete sich Farocki dem Bild des Spielfilms als mögliche Arbeitsfläche für ein Erzählkino gegen Hollywood. Sein Interesse am Erzählkino ist bereits in Kurzfilmen der 60er sowie 70er Jahre zu beobachten und vertieft sich schließlich in der jahrzehntelangen Zusammenarbeit und Freundschaft mit Christian Petzold, der 1988 an der dffb zu studieren begann. Die Erfahrungen mit der Produktion eines eigenen Spielfilms Mitte der 80er Jahre führten ihn bereits jedoch zu der Entscheidung, sich dem Essay-Film bzw. ab Mitte der 90er der Film-Installation im Ausstellungsraum zuzuwenden. "Nacheinander/Nebeneinander" ist die bisher umfangreichste Retrospektive der Kino- und Fernseharbeiten Harun Farockis. Gemeinsam mit der Ausstellung "Harun Farocki: Mit anderen Mitteln – By Other Means" (kuratiert von Antje Ehmann und Carles Guerra) im Neuen Berliner Kunstverein, der vom Harun Farocki Institut ausgerichteten Akademie "Farocki Now" im Haus der Kulturen der Welt und dem silent green Kulturquartier (18. bis 21. Oktober) sowie der Fragment gebliebenen, gerade publizierten Autobiografie "Zehn, zwanzig, dreißig, vierzig" gibt die Reihe Gelegenheit, das Werk des Dokumentaristen in all seinen Verzweigungen zum ersten Mal oder erneut zu sehen. Zahlreiche verloren geglaubte, so gut wie unsichtbare Produktionen konnten dafür in Archiven recherchiert und zusammengetragen werden. kino arsenal spalte normal vorschau Mon, 30 Oct 2017 22:27:00 +0100 Female Gazes from Georgia - Contemporary Documentaries http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6836/2803.html Von Georgien hat Europa oftmals noch eher vage Vorstellungen, auch wenn das Land zunehmend präsent ist: Georgische Filme und Bücher, Georgien selbst als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2018 oder als touristisches Ziel rücken es stärker in den Blick. Am diesjährigen deutsch-georgischen Freundschaftsjahr beteiligt sich die Heinrich-Böll-Stiftung mit einer Dokumentarfilmreihe von Regisseurinnen aus Georgien. Der dokumentarische Fokus zeigt uns das südkaukasische Land am Rande Europas in klischeefreien Ausschnitten. Die Film- und Diskussionsreihe präsentiert Dokumentarfilme, die sich dem Alltag in Georgien mit einer eigenen Ästhetik und originellen journalistischen Recherchen nähern. Die Filme reflektieren den anhaltenden Umbruch des kaukasischen Landes seit 1989, das auf der Suche nach seinem Platz zwischen Ost und West ein modernes Selbstbild entwirft. kino arsenal spalte normal vorschau Sat, 28 Oct 2017 22:36:00 +0200 Film:ReStored_02: Das Filmerbe-Festival http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6837/2803.html "Film:ReStored" präsentiert digitalisierte Filme aus sieben Jahrzehnten deutscher Filmgeschichte, begleitet von Vorträgen und Werkstattberichten, die sich Fragen rund um die Digitalisierung des Filmerbes widmen. Im Fokus der Debatten stehen in diesem Jahr die Kooperationen zwischen Rechteinhabern, Urhebern und Archiven. Die Filmauswahl spiegelt diese fruchtbare Zusammenarbeit. kino arsenal spalte rechts vorschau Fri, 27 Oct 2017 22:39:00 +0200 Magical History Tour - Kino im Plural http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6838/2803.html Filme sind Gemeinschaftswerke: Die Magical History Tour präsentiert sowohl Filme, die in kollektiven Arbeitsprozessen entstanden bzw. diese zu ihrem Thema machen als auch hochkarätig besetzte Ensemblefilme, die in pluralen, dynamischen Figurenmosaiken und a-zentrischen Gruppenbildern komplexe Universen entwerfen. kino arsenal spalte rechts vorschau Wed, 25 Oct 2017 22:45:00 +0200 Die DEFA-Stiftung präsentiert: Film-Stadt-Berlin http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6839/2803.html Es sind Cafés und Bars, die im Berlin der 50er Jahre zentrale Orte eines neuen Lebensstils werden: das Presse-Café am Bahnhof Friedrichstraße, die Hajo-Bar, die Möwe, der Esterhazy-Keller – aber als Epizentrum thront in der Mitte ohne Zweifel das Berliner Ensemble. Intellektuelle und Künstler, die hier verkehren, diskutieren und auch trinken, eint weniger eine gemeinsame Kunstrichtung als vielmehr eine Lebensweise, in der sich verschiedene Hoffnungen und Visionen weit unterhalb jeder spießbürgerlicher Karriere ausdrücken und miteinander verweben. Mit Dokumentarfilmen von Peter Voigt besuchen wir diese Orte und tauchen ein in diese einzigartige Atmosphäre. In DÄMMERUNG (D 1993) erinnern sich einige der Bohemiens an den Anfang und das Ende jener Aufbruchszeit, während THEATERARBEIT (DDR 1975) zum 25. Jubiläum auf die ersten, oft nicht einfachen Jahre des von Bertolt Brecht gegründeten Berliner Ensembles zurückblickt. (jh) (9.10.) kino arsenal spalte rechts vorschau Fri, 20 Oct 2017 22:57:00 +0200 KinoPolska / Zu Gast: Jan P. Matuszyński http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6840/2803.html Zwei vielbeachtete Spielfilmdebüts stehen im Mittelpunkt von KinoPolska im Oktober. OSTATNIA RODZINA (The Last Family, Jan P. Matuszyński, PL 2016, 10.10., zu Gast: Jan P. Matuszyński) Zdzisław Beksiński, Maler düster-surrealistischer Szenerien, lebt mit seinem psychisch labilen Sohn, einem populären Radio-DJ, und seiner die Familie zusammenhaltenden, aufopferungsvollen Ehefrau Zofia in einem Warschauer Plattenbau. Mit pechschwarzem Humor grundiertes Porträt eines exzentrischen Malers, Hommage an eine unkonventionelle Familie und Chronik eines Landes über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten. NÓŻ W WODZIE (Das Messer im Wasser, Roman Polanski, PL 1962, 11.10., Einführung: Jan P. Matuszyński) Parabel und psychologisches Kammerspiel auf einem Segelboot. Ein Ehepaar lädt einen jungen Studenten ein, das Wochenende mit ihnen zu verbringen. Auf engstem Raum entwickelt sich ein spannungsgeladenes Beziehungsdreieck. (mg) kino arsenal spalte rechts vorschau Wed, 18 Oct 2017 22:59:00 +0200 Harun-Farocki-Retrospektive: Schulworkshops II http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6841/2803.html Den Auftakt des Workshops "Architekt*innen bei der Arbeit" bildet der Dokumentarfilm SAUERBRUCH HUTTON ARCHITEKTEN (D 2013). Anhand von sechs Projekten in unterschiedlichen Phasen beobachtet Harun Farocki die Arbeitsteiligkeit in dem Berliner Architekturbüro und überlässt die Zuschauer*innen kommentarlos den Prozessen dieser Arbeit. Im Anschluss an den Film erarbeiten sich Schüler*innen die gebaute Umgebung des Potsdamer Platzes. (11.10., Mod.: Stefanie Schlüter & Brigitta Wagner) Der Workshop "Bild Macht Ton Macht Bild" ist der Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen der Ton- und Bildproduktion gewidmet. Am Beispiel ausgewählter Filme von Harun Farocki wird untersucht, wie der Filmautor über die Macht des technisch erstellten Bildes nachdenkt. Im Anschluss wird eine Montage aus Tonspuren zu bereits bestehenden Bildern erstellt. Herrscht das Bild über den Ton oder umgekehrt? (sts) (17. & 18.10., Mod.: Eunice Martins & Laura Mello) kino arsenal spalte rechts vorschau Tue, 17 Oct 2017 23:01:00 +0200 Großes Kino, kleines Kino #14 - Transport, Werkzeug, Arbeit, Spiel: Kinderfilme von Harun Farocki http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6842/2803.html In den 70er Jahren hat Harun Farocki, häufig in Zusammenarbeit mit Hartmut Bitomsky, Kinderfilme realisiert. Von den Phänomenen in der Welt ausgehend zeigen die Filme auffällig oft Transportmittel und Verkehrswege wie Züge, Schiffe, Straßen, Brücken, Flüsse. In den Filmen werden die Spiel- und Werkzeuge der Kinder mit denen der Erwachsenen verglichen: Einem Stein etwa, mit dem auch ein Kind einen Nagel in ein Stück Holz schlagen kann, werden der Presslufthammer auf einer Baustelle und eine Maschine in einer Fabrik gegenübergestellt. Durch genaue Beobachtung stellt Farocki sichtbare Verbindungen zwischen den in der Welt verstreuten Dingen her und vermittelt ein anschauliches Bild von komplexen Zusammenhängen. Im Anschluss an die Filmvorführung setzen sich die Kinder kreativ mit dem Gesehenen auseinander. (sts) (15.10., Moderation: Stefanie Schlüter & Brigitta Wagner) kino arsenal spalte rechts Mon, 16 Oct 2017 23:03:00 +0200 Filmmakers' Choice – Irrfahrt und kosmische Resonanz http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6843/2803.html Wir wiederholen das Programm aus dem Juni, das aufgrund technischer Probleme ausfallen musste. In LA CABALE DES OURSINS (F 1992) stellt Luc Moullet Bergbauhalden neben Vulkane und Pyramiden. Als pataphysischer Kartograf entwirft er ein Brachland der geheimen Pfade seiner Kindheitserinnerungen. Die Ansichten verschieben sich, was als historisches Monument, große Naturlandschaft oder Industriemüll gilt. Mein Interesse gilt dem Moment, in dem diese Verschiebung passiert, dem "Dazwischen" und seinen emo-tionalen Auswirkungen. CORPUS CALLOSUM (Michael Snow, Kanada 2001) verbindet einen Realismus der normalen Metamorphose in glaubwürdigen, "realen" Innenräumen mit "unmöglichen" Formveränderungen. In beiden Filmen ist die Verschiebung ein physischer Ort, ein Riss: der Ort der Verzückung. Beide Filme führen die Zuschauer*innen zum Gleichgewichtspunkt wechselnder Wahrnehmungsmodi. (ld) (16.10., präsentiert von Lucile Desamory) kino arsenal spalte rechts vorschau Sat, 14 Oct 2017 23:04:00 +0200 Film in the Present Tense http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6844/2803.html LaborBerlin e.V. veranstaltet das gleichnamige Symposium (20.–22.10.) zu zeitgenössischen Entwicklungen analoger Filmkultur und präsentiert einen zweiteiligen Filmabend. "Past Imperfect" vereint sieben Filme, deren Gemeinsamkeit in der Vorstellung von Film als Träger von Erinnerung und subjektiver Erfahrung liegt. So wie das Gedächtnis als individuelle Resonanz von Erkenntnissen unvollkommen bleibt, ist auch Film persönlicher Ausdruck von Erinnerungen, Absichten, Glück und dem Unbekannten. Anschließend bietet "The Elastic Now" Einblicke in die zeitgenössische künstlerische Arbeit mit analogem Filmmaterial. Sechs Filme erforschen ineinander verschränkte Zeitebenen und deren individuelle und kollektive, technologische und gesellschaftliche Implikationen. Sie entstammen einer "elastischen Gegenwart", die zu beiden Enden hin ausfranst – in die Zukunft und in die Vergangenheit. (ad) 
(20.10.) Link zum Symposium kino arsenal spalte rechts vorschau Tue, 10 Oct 2017 23:12:00 +0200 Cinepoetics Lecture #3: Robert Burgoyne http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6845/2803.html Die Cinepoetics Lectures sind eine Vortragsreihe der gleichnamigen Kolleg-Forschergruppe an der FU Berlin, zu der bekannte Film- und Medien-wissenschaftler*innen eingeladen werden, um einen ausgewählten Film zu präsentieren. Die aktuellen Cinepoetics Lectures fragen nach der Geschichtlichkeit audiovisueller Bilder: Worin besteht diese jenseits einer Darstellungsebene historischer Sachverhalte? Wie entsteht ein historischer Erfahrungsraum, der sich mit jeder neuen Aneignung filmischer Bilder und jedem Medienwechsel umgestaltet? Robert Burgoyne (University of St Andrews) wird sich in seinem Vortrag "Intimate Violence: Drone Vision in Eye in the Sky" mit Intimität und Distanz als Spannungsverhältnis moderner Kriegsführung und -darstellung auseinandersetzen, mit Blick auf eine neue Permutation somatischer Zeugenschaft. Wir zeigen hierzu vorab den Film EYE IN THE SKY (Gavin Hood, USA 2015). (er) (23.10.) kino arsenal spalte rechts vorschau Mon, 09 Oct 2017 23:14:00 +0200 Filmspotting. Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6846/2803.html DER LETZTE MANN (Friedrich Wilhelm Murnau, D 1924) schildert das Schicksal eines alt gewordenen Hotelportiers zur Zeit der Jahrhundertwende in Berlin, der degradiert wird und seine ihn mit Stolz erfüllende Uniform abgeben muss. Murnaus herausragendes Stummfilmdrama kommt mit wenigen Zwischentiteln aus, die "entfesselte" Kamera Karl Freunds schafft eine Bildsprache, die das Innenleben des Portiers widerspiegelt. Giuseppe Becce komponierte für die Uraufführung die Musik, die für die Restaurierung des Films neu bearbeitet wurde. Becce war in den 20er Jahren nicht nur als Komponist für Spielfilme bekannt, sondern auch als Autor des "Allgemeinen Handbuchs der Film-Musik", mit dem er Standards für die Musikbegleitung für Stummfilme setzte. Die Musikwissenschaftlerin Maria Fuchs hat das Handbuch zur Grundlage ihrer Untersuchung über Theorie und Praxis der Stummfilmmusik gemacht und stellt diese vor. (ah) (30.10.) kino arsenal spalte rechts vorschau Fri, 06 Oct 2017 23:31:00 +0200 Öffentliche Sichtung http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/6847/2803.html Die mit dem inoffiziellen Berufsverbot belegte ungarische Regisseurin Judit Elek konnte Anfang der 70er Jahre aufgrund eines Drehbuchs zu den Schauprozessen gegen die ungarischen Jakobiner acht Jahre lang keine Spielfilme drehen. In dieser Zeit entstand mit ISTENMEZEJEN, EIN UNGARISCHES DORF (Ungarn 1974) und EINFACHE GESCHICHTE (Ungarn 1975) ein beeindruckendes dokumentarisches Porträt zweier Mädchen, Ilonka und Marika, die sich zwischen Feldarbeit und Schule, Ehe und Umzug in die Stadt entscheiden müssen, ohne das wirklich entscheiden zu können. Die zweiteilige Langzeitbeobachtung Eleks entstand in einem kleinen Dorf im Nordosten Ungarns, wo Männer und Jungen in einem Bergwerk arbeiten und junge Mädchen mit 15 Jahren heiraten. Nicht einmal Vögel schaffen es, von hier wegzufliegen, sondern werden immer wieder eingefangen, wie die Eröffnungsszene des zweiten Teils zeigt. (bg) (12.10.) kino arsenal spalte rechts vorschau Wed, 04 Oct 2017 23:32:00 +0200