Arsenal: Programm http://www.arsenal-berlin.de/ en Arsenal: Programm http://www.arsenal-berlin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.arsenal-berlin.de/ 18 16 TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sun, 07 Feb 2106 07:28:15 +0100 13. Forum Expanded
 – A Mechanism Capable of Changing Itself http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7050/2796.html In einer Notiz aus dem Jahr 1947 schreibt die Pionierin des Avantgarde-Kinos Maya Deren: "Marxismus – einzige politische Theorie, die einen Mechanismus entwickelt, der sich selbst verändern kann – wie im Konzept des absterbenden Staats." Mit diesem Zitat beginnt die Medienwissenschaftlerin Ute Holl einen Aufsatz zur Theorie der Filmpoetin und deren Entwurf eines Kinos, das "nachhaltig in die sinnlichen und sozialen Verhältnisse aller interveniert, die an dieser laufenden Kommunikation teilhaben." Der dem Text entlehnte Programmtitel "A Mechanism Capable of Changing Itself" verweist auf die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten des Kinematografischen, die besonders im Formenreichtum dokumentarischer Arbeiten ihren Ausdruck finden. kino arsenal spalte normal vorschau Wed, 28 Feb 2018 16:21:00 +0100 48. Forum http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7049/2796.html In zwei Filmen des diesjährigen Programms verleihen Regisseurinnen Videomaterial, das sie während politischer Umbrüche drehten, neue Bedeutsamkeit: Kristina Konrad sammelte Ende der 80er Jahre auf den Straßen Uruguays Stimmen zu einem Volksentscheid über ein Amnestiegesetz, das Straffreiheit für die Verantwortlichen der Militärdiktatur garantierte. UNAS PREGUNTAS (One or Two Questions) betrachtet einen demokratischen Prozess unter dem Brennglas. Zur gleichen Zeit sorgte die Affäre um die NS-Vergangenheit des ehemaligen UN-Generalsekretärs und Bundespräsidenten von Österreich, Kurt Waldheim, weltweit für Aufsehen. Ruth Beckermann montiert mit WALDHEIMS WALZER einen dokumentarischen Essay von erschreckender Aktualität. kino arsenal spalte normal vorschau Tue, 27 Feb 2018 16:20:00 +0100 Werkschau Ula Stöckl http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7052/2796.html "'Das Private ist politisch' ist ein Schlüssel zur Filmkunst, mit dem ich die Machtstrukturen bis in die intimsten Beziehungen hinein aufzeigen kann." (Ula Stöckl) Wie ein roter Faden zieht sich dieser Gedanke nicht nur durch Ula Stöckls filmisches Œuvre, er grundiert gleichermaßen ihre umfassende kuratorische Tätigkeit in zahlreichen internationalen Auswahlgremien wie ihre bis heute andauernde Lehrtätigkeit als Regie-Professorin in den USA. Und er reicht bis in die frühen 60er Jahre zurück, als sie begann, als eine der wenigen Frauen in der Bundesrepublik Filme zu drehen. Anfang der 60er Jahre stand für Ula Stöckl fest, dass sie als Drehbuchautorin arbeiten wollte. Sie bewarb sich an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und wurde als erste Frau am Institut für Filmgestaltung aufgenommen. Alexander Kluge, der zusammen mit Edgar Reitz die Abteilung Film aufbaute, fragte sie damals, ob sie sich vorstellen könne, als Filmemacherin Alleinverantwortung für ihr Werk zu übernehmen. Das sei etwas völlig Neues, man wolle an die Autorenposition aus der Frühzeit des Films anknüpfen. Ihren ersten Kurzfilm drehte Ula Stöckl mit einer stummen 35-mm-Arri-Kamera gleich in den Festungsanlagen neben der Hochschule: ANTIGONE (1964), das klassische Epos, in sieben Minuten, auf reine Handlungsmomente reduziert. Ihr Langfilmdebüt NEUN LEBEN HAT DIE KATZE (1968) gilt als der erste feministische Film der Bundesrepublik und avancierte zu einem Kultfilm der 60er Jahre. kino arsenal spalte normal vorschau Sun, 25 Feb 2018 16:31:00 +0100 Tribute to István Szabó http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7051/2796.html Regisseur von Weltrang, Autorenfilmer, Bildgeber großer Geschichtstopografien wie intensiver Seelenlandschaften: István Szabó (*1938) hat als wohl berühmtester Regisseur Ungarns mit seinen an die 40 Filmen, darunter APA (Vater, 1966), MEPHISTO (1981), ÉDES EMMA, DRÁGA BÖBE (Liebe Emma, süße Böbe, 1991) und seiner jüngsten Arbeit THE DOOR (2012) die Kinematografie seines Landes wie auch das europäische bzw. internationale Kino geprägt – in erster Linie als singuläre künstlerische Stimme, aber immer wieder auch als genauer Beobachter und Kommentator filmkultureller, -ästhetischer und -politischer Entwicklungen und nicht zuletzt als Lehrender. Seinen Filmen – erste Kurzfilme entstanden Ende der 50er Jahre – eignet ein so präziser wie sensibler Blick auf die Protagonist*innen in politischen und gesellschaftlichen Momenten des Umbruchs, es sind kritische, einfühlsame Auslotungen von Auswirkungen historischer Zäsuren der europäischen Geschichte der letzten 100 Jahre auf den einzelnen Menschen. Dabei weisen Szabós Filme immer auch über den punktuellen Moment hinaus, spiegeln die menschlichen, moralischen, persönlichen Kristallisationspunkte – Spannungsfelder zwischen Macht und Widerstand, Identität und Anpassung, Kunst und Politik – in die Gegenwart. Quasi als Auftakt einer Reihe von internationalen Programmen und Retrospektiven um den bevorstehenden Geburtstag Szabós zeigen wir sechs Filme seines nuancenreichen Œuvres zwischen konzentriertem Kammerspiel und aufwendiger Großproduktion mit Starbesetzung. Wir freuen uns sehr, István Szabó am 2. und 3. Februar im Arsenal begrüßen zu dürfen. kino arsenal spalte normal vorschau Sun, 25 Feb 2018 16:27:00 +0100 Magical History Tour
 – Lost Films Found http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7053/2796.html Im Schatten der Filmgeschichte befindet sich eine unermessliche Anzahl verlorener oder unvollständiger Filme. Dabei verschwinden Filme aus den unterschiedlichsten Gründen: Sie fallen politischen Umständen zum Opfer, werden durch unsachgemäße Lagerung oder mangelnde Aufmerksamkeit zerstört oder unterliegen wie im Falle des bis in die 50er Jahre hinein gängigen Nitratfilmmaterials einem chemischen Zersetzungsprozess. Bis zum Ende der Stummfilmzeit wurden Filme regelmäßig absichtlich zerstört, da man keinen Wert in ihnen sah. Schätzungsweise 70 bis 80 Prozent aller Stummfilme gelten als verloren. Datenbanken, Webseiten und unterschiedlichste Kampagnen zeugen von den großen Bemühungen von Institutionen und Einzelpersonen, Filme wiederzufinden und wieder sichtbar zu machen. Das British Film Institute etwa veröffentlichte eine Liste der "75 Most Wanted", an erster Stelle Alfred Hitchcocks erster Spielfilm von 1926, der bis heute nicht gefunden wurde. Anhand von acht Filmen präsentiert die Magical History Tour Geschichten von Verlust und Zensur, vom Suchen und (manchmal zufälligem) Finden. kino arsenal spalte rechts vorschau Sat, 24 Feb 2018 16:48:00 +0100 Die DEFA-Stiftung präsentiert http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7057/2796.html Mit einem Kurzfilmprogramm würdigt die DEFA-Stiftung den 200. Geburtstag von Karl Marx. Sein Leben und Werk inspirierte Regisseure im Trick-, Spiel- und Dokumentarfilmstudio der DEFA zu unterschiedlichsten Produktionen. Die romantischen LIEBESBRIEFE zwischen dem jungen Marx und seiner späteren Frau Jenny lassen ein einfühlsames Porträt ihrer Jugendjahre entstehen. Helke Misselwitz zeigt uns in einem Sujet der DEFA KINOBOX 1988/61 das Marx’sche Familienleben in London. In den Trickfilmen LIEBER MOHR – PERSÖNLICHE ERINNERUNGEN AN KARL MARX VON PAUL LAFARGUE und EIN JUNGER MANN NAMENS ENGELS kommen Weggefährten zu Wort. Peter Voigt unterlegt in FOTOGRAFIEN Fotos von Arbeitern mit Zitaten von Marx. MOHR UND DIE RABEN VON LONDON (Helmut Dziuba, 1968) entstand nach dem gleichnamigen Kinderbuch. Marx versucht darin, Kindern, die in einer Londoner Spinnerei in Nachtschichten arbeiten müssen, Wege des Widerstands aufzuzeigen. (jh) (5.2.) kino arsenal spalte rechts vorschau Wed, 14 Feb 2018 16:18:00 +0100 Buchpräsentation: Kino Arbeit Liebe. 
Hommage an Elisabeth Büttner http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7058/2796.html Elisabeth Büttner hat das Kino als kollektiven Erfahrungsraum und Möglichkeitsraum des Ich, als Raum der Affekte und der Erkenntnis gleichermaßen begriffen. Den Film schätzte sie wegen seiner Offenheit für große wie unscheinbare Ereignisse, für Widersprüche und Widerstände, für Gesten wie Phantome. Unaufhörlich der Politik der Bilder und ihren Verknüpfungen auf der Spur, hat sie immer wieder darauf insistiert, dass Filme nicht nur Geschichten erzählen, sondern vielmehr Geschichte(n) haben und auf ihre Art machen. Der von Christian Dewald, Petra Löffler und Marc Ries herausgegebene Band versteht sich als experimenteller Parcours entlang der Arbeitszusammenhänge einer genauen, sensiblen Forscherin, einer engagierten wie selbstkritischen Denkerin. Das Buch wird im Rahmen eines Programms mit Filmen u.a. von M. Wallin, L. Ponger, P. Tscherkassky und K. Kren vorgestellt. (cd/pl) In Kooperation mit Vorwerk 8. (8.2.) kino arsenal spalte rechts vorschau Tue, 13 Feb 2018 16:19:00 +0100 Großes Kino, kleines Kino #18 
Von Kreisen, Spiralen und Steinen http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7059/2796.html Eine Spirale, die sich dreht; eine dreieckige Form, die sich ins Bild drängt; ein Kreis, der entsteht und wieder in sich zusammenfällt. Kann man Filme ohne Handlung erzählen? Wie einige Maler ohne Gegenstände und Komponisten ohne Tonalität auskommen wollten, versuchen auch Filmemacher immer wieder, ohne Handlung zu erzählen. In OPUS 2 (D 1921) und OPUS 3 (D 1924) von Walter Ruttmann werden geometrische Formen und ihre Bewegungen zu Hauptdarstellern. In Hans Richters FILMSTUDIE (D 1926) tauchen Menschen, Gesichter und gebaute Objekte auf und in Mary Ellen Butes Kurzfilm ESCAPE (USA 1937) und Lara Faroqhis CIRCLE PHASES (D 2018) sollen mit Bildern Musikstücke sichtbar gemacht werden. Wir wollen erforschen, ob sich Geschichten auch ergeben, wenn keine Handlung im Vordergrund steht. (af) (11.2., für alle ab 8 Jahren) kino arsenal spalte rechts vorschau Mon, 12 Feb 2018 16:20:00 +0100 Filmspotting: Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7060/2796.html Ein Mann bekommt von seiner verstorbenen Frau einen mysteriösen Auftrag. Er soll ihre Asche in den Wind streuen, die er vor 15 Jahren in Indien vergraben hat. Seine Reise dorthin ist gleichzeitig auch eine Reise in die Vergangenheit ihrer Liebe. Eingebettet in diese fiktive Rahmenhandlung wird die reale Geschichte dieser Frau erzählt: ihre Ankunft in der DDR, ihr Leben dort als exotisch betrachtetes Wesen. An der Filmhochschule lernt sie den Filmemacher Lars Barthel kennen, sie heiraten und gehen mit ihrer gemeinsamen Tochter erst nach Indien, dann nach West-Berlin. Der biografische Dokumentarfilm MEIN TOD IST NICHT DEIN TOD (Lars Barthel, D 2006) beschreibt die letzte, erträumte Begegnung zweier Liebender, bei der sich das Reich der Toten mit der Schönheit des Lebens vereint und versöhnt. (ah) (26.2.) kino arsenal spalte rechts vorschau Sun, 11 Feb 2018 16:21:00 +0100 Filmmakers' Choice http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7061/2796.html "Die Kunst des Kinos besteht darin, sich der Wahrheit der Menschen zu nähern", sagte Jean Renoir. Bei meinem Film OLGA & OLGA (2017) wollte ich gerne wissen, was für zwei Freundinnen in der Sowjetunion Feminismus, Liebe und Freiheit bedeutet hatten. In Márta Mészáros' Spielfilm ÖRÖKBEFOGADÁS (Adoption,1974) setzen sich Frauen gegenüber ihren Eltern, Lehrern und Liebhabern durch. Der Kurzfilm HISTOIRE D’UNE FEMME (2005) von Karim Souaki dokumentiert das Leben einer alten Frau am Rande der Gesellschaft in Tunis. Alle drei Filme versuchen sich aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven den Lebensverhältnissen von Frauen in ihrem gesellschaftlichen Umfeld zu nähern. (em) (28.2., präsentiert von Eleonore de Montesquiou) kino arsenal spalte rechts vorschau Sat, 10 Feb 2018 16:26:00 +0100 Berliner Premiere: A STRANGE NEW BEAUTY http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7054/2796.html Menschenleere, luxuriöse Häuser, geschmackvoll eingerichtet, sorgsam gepflegt: So präsentiert sich die Welt im Silicon Valley in A STRANGE NEW BEAUTY (USA 2017) der New Yorker Filmemacherin und Künstlerin Shelly Silver. Die Aufmerksamkeit wird auf Details gelenkt, während sich die Leinwand immer wieder in kleinere Vierecke teilt, Bilder über Schrift über Stimmen geschichtet werden, deren Ursprung uns verborgen bleibt. „So erfährt man von der Welt hinter den Erscheinungen. Eine Welt, die von Dominanz und Unterwerfung geprägt ist. Von Strategien der Angstüberwindung. Und vom Widerstreit zwischen dem ‚selbstverständlichen‘ Glücksstreben einiger weniger und den Kollateralschäden, die dabei verursacht werden. Denn letztlich ist dieser Film von Shelly Silver eine Erzählung von der Barbarei und wie sie sich, virtuos verfeinert, als seltsam neu und schön zu gebärden versteht, als ‚strange new beauty‘ eben.“ (Ralph Eue) (1.2., in Anwesenheit von Shelly Silver) kino arsenal spalte rechts vorschau Thu, 08 Feb 2018 14:38:00 +0100