dezember 2017, transfer

Großes Kino, kleines Kino #16: Doppelbelichtungen und andere Verkoppelungen im Film

Am 17.12. findet die nächste Ausgabe von "Großes Kino, kleines Kino" statt, diesmal für Kinder ab 7 Jahren. Wir zeigen Filme mit Doppelbelichtungen und solche, die auf andere Weise Dinge miteinander verkoppeln. Anita Thatcher bereitet uns mit ihrem Titel HOMAGE TO MAGRITTE (USA 1975) auf eine schöne Zauberei vor. Robert Beavers erklärt, wie er in FROM THE NOTEBOOK OF … (I/CH 1971/1998) vier Bilder in ein Bild belichtet hat. In CAT ON TV (GB 1977) verkoppelt Guy Sherwin eine Katze mit einem Pferderennen im Fernsehen und Ute Aurand schichtet 3 NICHTEN UND 1 NEFFE (Deutschland 1997) im Film übereinander. Hans Richter spielt in seiner FILMSTUDIE von 1925 mit abstrakten Formen in Schwarzweiß und Margaret Tait malt in JOHN MACFADYEN (GB 1970) bunte Figuren auf durchsichtigen Film, die zu schottischer Musik tanzen. Alle sechs kurzen Filme laden zum Staunen ein!

dezember 2017, transfer

Harun-Farocki-Schulworkshop III

Zum Abschluss der umfassenden Retrospektive der Filme von Harun Farocki im Arsenal findet am 4.12. ein weiterer Schulworkshop zur spezifischen Arbeitsweise Farockis unter der Leitung von Eunice Martins und Laura Mello statt. Der Workshop mit dem Titel "Bild Macht Ton Macht Bild" widmet sich der Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen der Ton- und Bildproduktion. Am Beispiel ausgewählter Filme von Harun Farocki wird untersucht, wie der Filmautor über die Macht des technisch erstellten Bildes nachdenkt. Im Anschluss wird eine Montage aus Tonspuren zu bereits bestehenden Bildern erstellt. Herrscht das Bild über den Ton oder umgekehrt?

november 2017, transfer

SchulKinoWochen 2017

Mit zwei Filmen, dem Dokumentarfilm SAUERBRUCH HUTTON ARCHITEKTEN (Harun Farocki, Deutschland 2013, 17.11.) und dem Spielfilm BARAKAH MEETS BARAKAH (Mahmoud Sabbagh, Saudi-Arabien 2016, 20.11.) ist das Arsenal bei den Schulkinowochen vertreten. SAUERBRUCH HUTTON ARCHITEKTEN gibt einen Einblick in die Arbeit des Berliner Architekturbüros von Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch, das u.a. für seine farblich hervorstechende Fassadengestaltung bekannt ist. Der Film öffnet den Blick für Architektur, Produktdesign und Stadtplanung ebenso wie für die Abläufe der Arbeit. Gebauter Raum wird als gestalteter Raum erfahrbar. In der saudi-arabischen Liebeskomödie BARAKAH MEETS BARAKAH trifft der Ordnungsbeamte Barakah auf Bibi, die als Bloggerin und Model bekannt ist. Wie sollen sich die beiden näher kennenlernen in einem Land, das jeder Form von „dating“ feindlich gegenübersteht? Mit atemberaubender Raffinesse hebeln Bibi und Barakah das System von Tradition, Etikette und Religionspolizei aus.

november 2017, transfer

Großes Kino, kleines Kino #15 – 
Wir zeichnen Geschichte

Die nächste Ausgabe von Großes Kino, kleines Kino am 19. November richtet sich an Schüler*innen ab 9 Jahren. Vor zwei Jahren brach Lana aus dem Irak auf, um mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn nach Europa zu fliehen. Wie sie flohen tausende Menschen aus Syrien, dem Iran und dem Irak – auf der Suche nach einem sicheren, vielleicht besseren Leben. Auf der Flucht wurde Lanas Mobiltelefon mit allen Bildern ihrer Reise gestohlen. Zusammen mit Schüler*innen, von denen fast alle selbst Migrations- oder Fluchthintergrund haben, erstellten Künstler*innen des Arsenal Filmateliers Zeichnungen von der Flucht der Familie, die zunächst zu einem gezeichneten, teils animierten Unsere nächste Ausgabe von Kurzfilm verarbeitet und darauf mit einer eigenen Klangmontage versehen wurden. In Anwesenheit der Filmemacher*innen stellen die Schüler*innen LANAS GESCHICHTE (Deutschland 2017) sowie ihre Klang-Komposition live vor.

oktober 2017, transfer

Großes Kino, kleines Kino #14 - Transport, Werkzeug, Arbeit, Spiel: Kinderfilme von Harun Farocki

Auch diese Ausgabe von "Großes Kino, kleines Kino" geleitet von Stefanie Schlüter und Brigitta Wagner am 15. Oktober widmet sich der Arbeit Harun Farockis, diesmal mit einem Programm für Kinder ab fünf Jahren.

In den 70er Jahren hat Harun Farocki, häufig in Zusammenarbeit mit Hartmut Bitomsky, Kinderfilme realisiert. Von den Phänomenen in der Welt ausgehend zeigen die Filme auffällig oft Transportmittel und Verkehrswege wie Züge, Schiffe, Straßen, Brücken, Flüsse. In den Filmen werden die Spiel- und Werkzeuge der Kinder mit denen der Erwachsenen verglichen: Einem Stein etwa, mit dem auch ein Kind einen Nagel in ein Stück Holz schlagen kann, werden der Presslufthammer auf einer Baustelle und eine Maschine in einer Fabrik gegenübergestellt. Durch genaue Beobachtung stellt Farocki sichtbare Verbindungen zwischen den in der Welt verstreuten Dingen her und vermittelt ein anschauliches Bild von komplexen Zusammenhängen. Im Anschluss an die Filmvorführung setzen sich die Kinder kreativ mit dem Gesehenen auseinander.

oktober 2017, transfer

Harun-Farocki-Retrospektive: Schulworkshops II

Am 17./18. Oktober präsentieren wir einen weiteren Schulworkshop im Rahmen der Harun-Farocki-Retrospektive, diesmal moderiert von Eunice Martins und Laura Mello. Den Auftakt des Workshops "Architekt*innen bei der Arbeit" bildet der Dokumentarfilm SAUERBRUCH HUTTON ARCHITEKTEN (D 2013). Anhand von sechs Projekten in unterschiedlichen Phasen beobachtet Harun Farocki die Arbeitsteiligkeit in dem Berliner Architekturbüro und überlässt die Zuschauer*innen kommentarlos den Prozessen dieser Arbeit. Im Anschluss an den Film erarbeiten sich Schüler*innen die gebaute Umgebung des Potsdamer Platzes. (11.10., Mod.: Stefanie Schlüter & Brigitta Wagner) Der Workshop "Bild Macht Ton Macht Bild" ist der Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen der Ton- und Bildproduktion gewidmet. Am Beispiel ausgewählter Filme von Harun Farocki wird untersucht, wie der Filmautor über die Macht des technisch erstellten Bildes nachdenkt. Im Anschluss wird eine Montage aus Tonspuren zu bereits bestehenden Bildern erstellt. Herrscht das Bild über den Ton oder umgekehrt?

september 2017, transfer

Großes Kino, kleines Kino #13

Die von Anna Faroqhi und Haim Peretz geleitete 13. Ausgabe von "Großes Kino, kleines Kino" am 24.9. richtet sich an Kinder ab 10 Jahren und steht ganz im Zeichen unserer Farocki-Retrospektive: In seiner Dokumentation JEAN-MARIE STRAUB UND DANIÈLE HUILLET BEI DER ARBEIT AN EINEM FILM NACH FRANK KAFKAS ROMANFRAGMENT "AMERIKA" (BRD 1983) zeigt der Filmemacher andere Filmemacher bei ihrer Arbeit. Harun Farocki war ein Schüler und Bewunderer der Regisseure, die er in seinem Film porträtiert. Das Paar Straub/Huillet inszeniert, wie man am Theater probt – sehr genau und ohne auf die Zeit zu achten. Der Klang der Wörter ist wichtig. Es dürfen keine Fehler entstehen, denn die Kamera zeichnet alles für immer auf. Vor allem springt ins Auge, wie unaufgeregt gearbeitet wird. Der Entstehungsprozess eines Films wird als die Umsetzung einer Idee gezeigt. Wir sehen uns den Film über das Filmemachen an. Im Anschluss ist Gelegenheit, selbst bei der Herstellung einer kurzen Filmszene mitzuwirken und mit oder ohne Kamera zuzuschauen.

september 2017, transfer

Harun-Farocki-Retrospektive: 
Schulworkshop I

Im Rahmen der Harun Farocki-Retrospektive findet am 29.9. unter Leitung von Anna Faroqhi & Haim Peretz ein weiterer Workshop für Schüler*innen ab der 10. Klasse statt: In seinem Filmessay BILDER DER WELT UND INSCHRIFT DES KRIEGES (BRD 1988) denkt Harun Farocki über das Gewalttätige des technisch erstellten Bildes nach. Der Film erzählt von den nackten Gesichtern algerischer Berber-Frauen, von Luftaufnahmen der Alliierten des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, von der Idee des Vermessens und Herrschens hinter technischen Bildern, die den Vermessern und Herrschern aber nicht immer gelingt. Der Film stellt thematisch und formal eine Basis für Farockis filmisches Werk dar, die Gedanken werden in vielen nachfolgenden Arbeiten vertieft und weitergeführt. Im anschließenden Mini-Workshop wird gemeinsam eine eigene Montage von Bildern vom Krieg erstellt. Wie fügen sich gefundene Bilder aneinander? Welche Möglichkeiten des Erzählens ergeben sich?

august 2017, transfer

Arsenal Summer School: Curating the Archive

Die diesjährige Summer School mit dem Titel "ONE PLUS ONE. Curating the Archive" findet vom 24. bis 26. August im silent green Kulturquartier und im Kino Arsenal statt und widmet sich den Themen Digitalisierung, Restaurierung und Langzeitarchivierung, die das Arsenal derzeit sehr beschäftigen.

Die Zeit ist knapp, da analoge Filme vom Zerfall bedroht sind, und die Kosten sind hoch, so dass in der Regel für jede Maßnahme erst einmal eine Finanzierung gefunden werden muss. Trotz dieses Handlungsdrucks darf nicht übersehen werden, dass zu einem nachhaltigen Umgang mit Filmgeschichte auch das kollektive Gedächtnis beiträgt. Filme leben in der Erinnerung derjenigen weiter, die sie gesehen haben. Die Art und Weise, wie sich dabei ein Film ins Gedächtnis einprägt, steht in enger Verbindung mit den Bedingungen der Rezeption: Wann, wie und unter welchen Umständen wurde der Film gesehen? Welche anderen Filme oder filmischen Ereignisse haben seine Vorführung gerahmt?

One Plus One: Die Summer School 2017 geht davon aus, dass ein Archivfilm nur in Bezug auf die Gegenwart Bedeutung haben kann und nicht losgelöst von der konkreten Aufführungssituation erinnert wird. In den Beiträgen und Workshops geht es deshalb um die Praxis des Kuratierens: Wie schaffe ich Wahrnehmungsräume für Archivfilme, in denen die Filmgeschichte zu einer Erfahrung der Gegenwart werden kann? Wie kann die Aufführungspraxis zur Gedächtnisbildung und damit zu Prozessen der Archivierung beitragen?

august 2017, transfer

Analog-Workshop

Je mehr wir uns dem Erhalt und der Neuentdeckung und -belebung von Archivfilmen widmen, desto mehr müssen wir Sorge tragen, dass es auch künftig ausreichend Kompetenz im Umgang mit analogem Filmmaterial gibt.

Aus diesem Grund bieten wir vom 18.-23. August erstmalig einen sechstägigen Analog-Workshop an. Arsenal-Mitarbeiter*innen und Partner*innen begleiten die Teilnehmer*innen von der Herstellung eines 16-mm-Films über seine Digitalisierung bis hin zur Projektion im Kino und geben Einblicke in die Archivierung und Pflege von Kopien. Der letzte Tag dient der Archivsichtung.

Der Workshop gibt Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche und enthält gleichermaßen Theorie- und Praxisteile, in denen Grundlagen vermittelt werden. Ab 2019 bietet das Arsenal vertiefende Workshops in den einzelnen Bereichen an.

april 2017, transfer

Arsenal Filmatelier: Großes Kino, kleines Kino #12

Das nächste Arsenal Filmatelier "Stadt-Rhytmen" für Kinder ab 8 Jahren findet am 30. April unter Anleitung von Anna Faroqhi und Haim Peretz statt.

Die Stadt als Lebensort ist ein beliebtes filmisches Motiv. Mal wird sie freundlich, oftmals feindlich und ablehnend gezeigt, fast immer fasziniert sie. In vier kurzen Filmen zeigt sich, wie unterschiedlich Stadtporträts sein können und wie die Bewegung der Stadt eingefangen wird. In VORMITTAGSSPUK (Hans Richter, Deutschland 1928) machen sich Objekte (Hüte, Tassen, Kragen usw.) selbständig und rebellieren gegen den Menschen und die alltägliche Routine. Hans-Jürgen Pohland erzählt in SCHATTEN (BRD 1960) eine Stadt über Lichter und Dunkelheit. WOCHENENDE (Walter Ruttmann, Deutschland 1930) fügt aus gefundenem Tonmaterial eine eigene Erzählung der Großstadt Berlin zusammen. Ähnliches wird in DIE SPRACHE DER STADT (2016) versucht: 15 Kinder machten sich mit einer Kamera auf die Suche nach dem Geschehen, das sich ihnen an einem Nachmittag bot. Anschließend gibt es die Gelegenheit, eigene Stadtpanoramen für ausdrucksvolle Schattenbilder zu erstellen.

april 2017, transfer

"Offener Vorführraum" am 29. April

Vorführraum des Arsenal

Was bedeutet 16mm, 35mm und 70mm? Wie kommt der Ton zum Bild? Was ist und wozu dient ein Kasch? Wie funktioniert eine Überblendung? Und was passiert, wenn auf der Leinwand das Bild stehen bleibt und dahin schmilzt? Das Arsenal lädt all jene, die sich dafür interessieren, wie die Bilder auf die Leinwand kommen, zu einem Blick hinter die Kulissen in den "Offenen Vorführraum" ein. Bei einem Rundgang durch die Bildwerferräume erklärt unser Vorführer Bodo Pagels Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken, er zeigt, wie ein Film in den Projektor eingelegt wird und führt kenntnisreich in die Geheimnisse der Vorführkunst ein. Selbstverständlich beantwortet er gerne alle Fragen zur Kinotechnik und orientiert seine Führung nach Möglichkeit auch an den Interessen und Wünschen der BesucherInnen. Der nächste Termin ist am Samstag, den 29. April um 16 Uhr. Um Anmeldung im Voraus wird gebeten.