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Das Arsenal – Institut für Film und Videokunst versteht sich als Ort des lebendigen Austauschs, der Bildung und der Forschung. Es bietet ein breites Spektrum an Filmvermittlung, Wissenstransfer und Beratungskompetenz an. Als weitläufig vernetzte, interdisziplinär arbeitende Kommunikationsplattform fördert das Arsenal den öffentlichen Diskurs zwischen Film/Kino, Wissenschaft und Kunst und engagiert sich in den Debatten um Geschichte und Zukunft der bewegten Bilder im Kontext der Bild- und Medienkultur des 21. Jahrhunderts. Das im Arsenal vorhandene umfassende archivarische, filmhistorische und kuratorische Know-how wird national und international genutzt. Das Arsenal begleitet und unterstützt Forschungsvorhaben von WissenschaftlerInnen, Studierenden und KuratorInnen aus dem In- und Ausland. Darüber hinaus initiiert und organisiert das Arsenal auch selbst Forschungsprojekte wie z.B. Living Archive und bietet Lehrveranstaltungen im universitären Bereich an. Das Arsenal macht das Kino diskursiv – und begleitet es auch in neue Räume wie Museum, Galerie, Club und Bühne, nicht ohne dort für eine dem filmischen Gegenstand angemessene Aufführungspraxis zu sorgen.

Kontextualisierung und Vermittlung

Die seit dem Relaunch im Jahr 2008 intensivierten Forschungs- und Vermittlungsaktivitäten des Arsenals knüpfen an der jahrzehntelangen Vermittlungspraxis der Institution an. Schon die Anfänge des Arsenals waren geprägt durch das zentrale Anliegen, Filme nicht einfach nur zu zeigen, sondern sie in einen Zusammenhang zu stellen, die Filmvorführungen durch Einführungen oder schriftliches Informationsmaterial zu begleiten, Hintergründe und Kontextualisierung anzubieten. Bereits seit seiner Gründung wird im Arsenal also die Vermittlung des Mediums Film betrieben. So ist seit den 70er Jahren vielfältiges Material zu Filmgeschichte und -ästhetik entstanden: Kinemathekhefte, Katalogblätter, Kataloge.

Auch die eigentliche Filmvorführung ergänzende bzw. erweiternde Veranstaltungsformate finden sich seit jeher im Programm des Arsenals, wie z.B. das von Claudia von Alemann und Helke Sander initiierte 1. Internationale Frauenfilmseminar im Jahr 1973, das Dokumentarfilm-Seminar von Wilhelm Roth, "... es kommt drauf an, sie zu verändern – Filme, Festivals, Feminismus“ im Jahr 1997 sowie "Kinoprozesse – Film und Video kommunizieren“, eine Veranstaltung zum Kinomachen und Kuratieren, im Jahr 2005. Im Rahmen des Initiativprojekts "Arbeit in Zukunft" der Kulturstiftung des Bundes konzipierte das Arsenal im Jahr 2006 das bundesweite Projekt "Work in Progress“ zum Thema "Arbeit in Zukunft“, das die beteiligten Kinos zu regionalspezifischen filmvermittelnden Aktivitäten animierte.

Aktuelle Vermittlungsangebote von arsenal transfer

Die Filmvorführungen im Kino Arsenal werden auch heute regelmäßig durch diskursive Elemente wie Einführungen, Vorträge und moderierte Publikumsgespräche bereichert. Mit der Veranstaltung von Podiumsdiskussionen, Symposien, Konferenzen und Workshops sowie der Veröffentlichung eigener Publikationen beteiligt sich das Arsenal aktiv an aktuellen Diskussionen zu Film, Kino und Kunst. Der Transfer von Kinoerfahrung in den Bildungsbereich nimmt in den letzten Jahren einen zunehmend größeren Stellenwert in der Arbeit des Arsenals ein: die Zusammenarbeit mit Schulen und spezielle Vermittlungsprogramme für Kinder, Jugendliche und LehrerInnen unter dem Titel "Was ist Kino?", eine seit 2009 jährlich stattfindende Summer School und vom Arsenal angebotene Lehrveranstaltungen an Universitäten (z.B. zum Thema „Kuratieren in Theorie und Praxis“) zeugen davon. Die regelmäßig angebotene Einladung in den "Offenen Vorführraum“ hält das Wissen über Filmformate, Projektoren und Vorführtechniken lebendig.