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Victoria

Kinostart 2.9.2021
  • Regie

    Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer, Isabelle Tollenaere

  • Belgien / 2020
    71 Minuten

  • Originalsprache

    Englisch

Zwei Jahre in California City, einer riesigen, geisterhaften Planstadt in der Wüste, durch eine Bergkette von Los Angeles abgeschnitten. Im Vergehen der Zeit, beim Pflegen des versandeten Straßennetzes, auf dem Weg zur Schule, beim Abhängen, entfaltet Victoria en passant eine Stadtkarte, die nie Orientierung erlaubt. Aus dokumentarischen Bildern und Handyvideos des Protagonisten, aus virtuellen Ansichten und einem Voiceover aus Warrens Tagebucheinträgen entsteht ein Bild der Stadt und eine Stadt aus Bildern. Darin wird die Konstruktion der Realität sichtbar, aber auch ihr Potenzial zur Poesie: ein Wettrennen mit der Schildkröte im Wüstensand, die Fontänen geplatzter Wasserleitungen, die Erinnerungen an Los Angeles beim virtuellen Flanieren mit Google Maps, schwarze Löcher als Tore zu einer anderen Galaxie.

Sofie Benoot wurde 1985 in Brügge (Belgien) geboren. 2007 schloss sie den Studiengang Audiovisual Arts mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm an der Brüsseler LUCA – School of Arts mit dem Master ab. Heute arbeitet sie dort als Dozentin.

Liesbeth De Ceulaer wurde 1985 in Diest (Belgien) geboren. Sie studierte Audiovisual Arts mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm an der LUCA – School of Arts, Brüssel.

Isabelle Tollenaere wurde 1984 in Gent (Belgien) geboren. Sie schloss 2007 den Masterstudiengang Audiovisual Arts mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm an der Brüsseler LUCA – School of Arts ab.

Caligari Filmpreis für Victoria

VICTORIA wurde im Berlinale Forum 2020 mit dem Caligari-Filmpreis ausgezeichnet. Der Caligari-Filmpreis, der von von den Kommunalen Kinos und der Filmzeitschrift Filmdienst gestiftet wird, wird seit 1986 an einen stilistisch wie thematisch innovativen Film aus dem Programm des Berlinale Forums verliehen. Die Begründung der Jury lautete: "California City, die gescheiterte Großstadtvision eines Investors in den 1950er Jahren, bildet die Bühne für den Neustart einer aus Los Angeles umgesiedelten afroamerikanischen Familie. Im Alltag und spontanem Erleben ansetzend, begleiten die Filmemacherinnen den jungen Vater. Es entwickelt sich ein hybrider Dokumentarfilm mit spielfilmartigen Elementen. Lashay T. Warren setzt nicht nur sein Smartphone kreativ zur Neuverortung ein, sondern tritt sprachlich in einen überraschenden Dialog mit dem absurden Ort in der Wüste. Im Beharren auf und Kommunizieren einer subjektiven Perspektive stellt VICTORIA existentielle Fragen zu Urbanität und prekären Lebensbedingungen und schöpft aus dem Nichts gegen alle Erwartungen neue Hoffnung."

Pressestimmen

Auf der Seite des Filmdienstes findet man einen wunderbaren Artikel zum Kinostart und der Caligari-Filmpreis Tournee.

"Klug erzählter Dokumentarfilm, der Erkundungen in einer gespensterhaften Stadt in der kalifornischen Wüste mit den Erlebnissen eines ihrer Bewohner zu einem Sinnbild der USA verdichtet." Thomas Klein, Filmdienst

"VICTORIA ist eine besondere Dokumentation über die Geisterstadt California City. Anstatt viel Zeit auf Geschichte, Geo- und Soziographie des Ortes zu verschwenden, kommen die Bewohnerinnen und Bewohner direkt zur Sprache." Johannes Krehl, www.film-rezensionen.de

Belgien 2020,  Länge: 71 Min. Sprache: Englisch. Sprachfassung: OmU. Regie und Montage: Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer, Isabelle Tollenaere. Kamera: Isabelle Tollenaere. Musik: Lashay Warren, Annelies Van Dinter. Sound Design: Kwinten Van Laethem. Ton: Liesbeth De Ceulaer. Mit Lashay T. Warren, Sharleece Bourne, Mark Martinez, Ernest Dove, Markiece Glover, Elliot Lacey. Produktion: Bo De Group. Produktionsfirma: Caviar (Mechelen, Belgien).

Gefördert durch:

  • Logo des BKM (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien)
  • Logo des Programms NeuStart Kultur