oktober 2019, berlinale forum

Kinostart "Bait"

Ab dem 24. Oktober bringt arsenal distribution BAIT von Mark Jenkin bundesweit in ausgewählte Kinos. Der Film wurde im diesjährigen Forum uraufgeführt und von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen. Seitdem war er auf zahlreichen internationalen Festivals zu sehen.

In dem im 16-mm-Format gedrehten und mit der Hand entwickelten Schwarzweißfilm kollidiert Altes mit Neuem. Die Postkartenidylle des Fischerdorfs in Cornwall ist trügerisch. Wo man früher von der Fischerei leben konnte, fallen nun reiche Londoner Touristen ein und verdrängen die Einheimischen, deren Existenzgrundlage gefährdet ist. Auch das Verhältnis der Brüder Steven und Martin ist angespannt. Martin ist ein Fischer ohne eigenes Boot, denn damit veranstaltet Steven jetzt lukrativere Ausflugsfahrten. Das Cottage der Familie haben sie verkauft und mit den neuen Eigentümern scheint nur noch eine letzte Schlacht zu schlagen zu sein: die um einen küstennahen Parkplatz. Doch die Lage eskaliert und das nicht nur wegen einer Autokralle. Zahlreiche Nahaufnahmen von Fischen, Netzen, Hummern, Gummistiefeln, Knoten und Fangkörben lassen an die Theorie einer Montage der Attraktionen denken. Ebenso erinnert die Darstellung der unterschiedlichen sozialen Milieus, man könnte auch von Klassenverhältnissen sprechen, an die sozialrealistische Tradition im britischen Kino. Vor allem aber lässt sich hinter der filmgeschichtlich anspielungsreichen visuellen Oberfläche jede Menge politische Aktualität entdecken.

september 2019, berlinale forum

Im Kino: "Heimat ist ein Raum aus Zeit"

HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT von Thomas Heise ist ab dem 26. September bundesweit in ausgewählten Kinos zu sehen.

Im Film, der im diesjährigen Forum uraufgeführt und mit dem Caligari-Preis sowie mit weiteren bedeutenden Preisen, darunter dem Deutschen Dokumentarfilmpreis, ausgezeichnet wurde, vollzieht Heise anhand von Briefen und Dokumenten die Geschichte seiner Familie über vier Generationen nach.

september 2019, berlinale forum

Forum und Forum Expanded zu Gast in Brüssel

Im Rahmen der Reihe 'German Film Festivals on Tour' ist das Forum auch in diesem Jahr mit einer Auswahl des aktuellen Programms in Brüssel zu Gast. Neben Filmvorführungen im BOZAR sind in der Ausstellung ANTIKINO (The Siren’s Echo Chamber) im Cinéma Galeries erstmals auch Arbeiten aus dem Programm von Forum Expanded zu sehen.

Das Filmprogramm im BOZAR eröffnet am 10. September mit NOS DÉFAITES (Our Defeats) in Anwesenheit des Regisseurs Jean-Gabriel Périot und von Birgit Kohler, die als Interimsleiterin für das diesjährige Hauptprogramm verantwortlich zeichnete. Am 11. und 12. September werden DELPHINE ET CAROLE, INSOUMUES (Delphine and Carole) von Callisto Mc Nulty (in Anwesenheit der Regisseurin), A PORTUGUESA (The Portuguese Woman) von Rita Azevedo Gomes, ERDE von Nikolaus Geyrhalter und MOTHER I AM SUFFOCATING. THIS IS MY LAST FILM ABOUT YOU von Lemohang Jeremiah Mosese präsentiert.

Die Ausstellung im Cinéma Galeries eröffnet am 4. September und ist bis zum 6. Oktober zu sehen.

august 2019, berlinale forum

Neues Forum Auswahlkomitee

Als neue Leiterin des Berlinale Forums hat die Filmkritikerin, Autorin und Kuratorin Cristina Nord ein verändertes Programmteam bekannt gegeben, das in diesen Tagen seine Arbeit aufnimmt. Neben ihr selbst besteht das neue Auswahlkomitee aus den Filmexpert*innen Joan Aguilar, Anna Hoffmann, James Lattimer und Jacqueline Nsiah. Zur Seite steht ihnen darüber hinaus eine Gruppe von zehn Berater*innen, die ihre jeweiligen Kenntnisse und Netzwerke in den Dienst des Forums stellen.

august 2019, berlinale forum

Cristina Nord ist neue Leiterin des Berlinale Forums

Bild von Cristina Nord

Die Filmkritikerin, Autorin und Kuratorin Cristina Nord ist neue Leiterin des Forums, das seit 1971 im Rahmen der Berlinale stattfindet und in eigener Verantwortung vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. kuratiert und organisiert wird.

Cristina Nord (geboren 1968) war von 2002 bis 2015 als Filmredakteurin im Kulturressort der „taz. die tageszeitung“ in Berlin tätig. Ihre Veröffentlichungen beschäftigen sich mit einem breiten Spektrum filmischer Formen aus Gegenwart und Filmgeschichte. Neben ihrer mehrfach ausgezeichneten publizistischen Tätigkeit war Cristina Nord als Dozentin sowie als Kuratorin für unterschiedliche Institutionen tätig, u.a. für die Freie Universität Berlin, das Haus der Kulturen der Welt und die Duisburger Filmwoche. Nach ihrem Wechsel zum Goethe-Institut im Jahr 2015 verantwortete Cristina Nord die Leitung der Programmarbeit mit regionalem Fachauftrag für Südwesteuropa in Brüssel, wo sie Projekte aus allen kulturellen Sparten konzipierte und umsetzte, Film und Kino jedoch eng verbunden blieb.

juli 2019, berlinale forum

Berlinale Sommer-Spotlight mit "So Pretty"

Im Rahmen des alljährlichen Berlinale Sommer-Spotlights im radioeins Freiluftkino Friedrichshain ist am 16. Juli SO PRETTY von Jessie Jeffrey Dunn Rovinelli aus dem Programm des Forums zu sehen. Der Film unternimmt eine buchstäbliche Re-Lektüre von Ronald M. Schernikaus „So schön“, indem er Alltag und politische Aktivitäten der West-Berliner Schwulenszene der 1980er Jahre in eine queere WG im heutigen New York überträgt und dort neu verhandelt, wie sich Liebe und Zusammensein organisieren lassen.

juli 2019, berlinale forum

Im Kino: "Erde"

ERDE aus dem Programm des diesjährigen Forums ist ab sofort bundesweit in ausgewählten Kinos zu sehen. Darin zeigt Regisseur Nikolaus Geyrhalter an sieben Orten – von Sacramento in Kalifornien bis zur Asse in Wolfenbüttel – wie der Mensch im Zeitalter des Anthropozän Berge versetzt und das Erdreich und in der Folge den Planeten mit Gewalt umgestaltet.

juni 2019, berlinale forum

Deutscher Dokumentarfilmpreis für "Heimat ist ein Raum aus Zeit"

HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT von Thomas Heise hat den mit 20.000 Euro dotierten Deutschen Dokumentarfilmpreis erhalten. Der Preis wird im Rahmen des SWR Doku Festivals verliehen und vom Südwestrundfunk und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg gestiftet. Heises Film, der im diesjährigen Forum uraufgeführt und in der Folge bereits auf zahlreichen weiteren Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet wurde, vollzieht anhand von Briefen und Dokumenten die Geschichte seiner Familie über vier Generationen nach.

juni 2019, berlinale forum

Hauptpreis für "Olanda" in Karlsruhe

„Für seinen filmischen Wagemut, seinen Respekt und seine Sensibilität gegenüber den Protagonisten“ hat OLANDA von Bernd Schoch aus dem diesjährigen Programm des Forums den Hauptpreis des Dokumentarfilmfestiavls in Karlsruhe, dokKa, erhalten.

Die ausführliche Begründung der Juror*innen Jide Tom Akinleminu, Esther Buss und Rilo Chmielorz lautet: "Eine faserige Struktur, ein Sternenhimmel, eine Gruppe von Menschen an einem schwach beleuchteten Zeltlager in tiefschwarzer Nacht: Mit Bildern, die schwer fassbar sind, rätselhaft und auf etwas Größeres verweisen, beginnt dieser Film und nimmt uns mit: in die Pilze. Zweieinhalb Stunden begleitet Bernd Schochs 'Olanda' Saisonarbeiter – Frauen, Männer, Kinder – in den steilen Hängen der rumänischen Karpaten beim Sammeln von Pilzen und Blaubeeren. Die Arbeit ist hart und der Film zeigt diese Härte. Er zeigt auch Momente von Solidarität, familiärer Gemeinschaft und Selbstbestimmung. Vieles zeigt er auch nicht. Dennoch ist alles da, im Myzel des Films: der ökonomische Kreislauf, die Armut, die Asymmetrie in der Verwertungskette.

So wie Pilz und Baum Allianzen bilden, so sind auch Inhalt und Form von Schochs Film untrennbar miteinander verbunden. 'Olanda' macht sich die rhizomatische Struktur des Pilzes zu eigen, spannt unsichtbare Verbindungen zwischen Mikrostruktur und gesellschaftlichen Zusammenhang, verliert Fäden, nimmt andere auf, befreit sich für kurze Zeit sogar mit einem halluzinogenem Bildertrip."

mai 2019, berlinale forum

"From Tomorrow on, I Will" und "Querência" in Jeonju ausgezeichnet

Beim Internationalen Filmfestival in Jeonju haben zwei Filme aus dem Programm des diesjährigen Forums die wichtigsten Preise erhalten: FROM TOMORROW ON, I WILL (Chun nuan hua kai) von Ivan Marković und Wu Linfeng wurde mit dem Grand Prix des Internationalen Wettbewerbs ausgezeichnet. QUERÊNCIA (Homing) von Helvécio Marins Jr. erhielt den Best Picture Prize.

Beide Filme waren im diesjährigen Forum uraufgeführt worden.

april 2019, berlinale forum

Preise für "Heimat ist ein Raum aus Zeit" in Nyon und Linz

HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT von Thomas Heise hat beim Internationalen Filmfestival Visions du Réel in Nyon den Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs erhalten. Der Preis ist mit 20.000 Schweizer Franken dotiert. Beim Filmfestival "Crossing Europe" in Linz wurde er mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Im Film zeichnet Heise anhand von Briefen und anderen Dokumenten die Geschichte seiner Familie über vier Generationen nach und erzählt damit zugleich von der Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Der Film war im diesjährigen Forum uraufgeführt und dort bereits mit dem Caligari-Preis ausgezeichnet worden.

april 2019, berlinale forum

Kinostart "La Casa Lobo"

Mit LA CASA LOBO (Das Wolfshaus, Chile 2018) von Cristóbal León und Joaquín Cociña bringt arsenal distribution ab dem 4. April den Caligari-Preisträgerfilm aus dem Forum 2018 in die Kinos. Die Auszeichnung ermöglicht es nun, Cristóbal León mit seinem Film auf Tour zu schicken. Am 3.4. ist der Film im Berliner Wolf-Kino zu sehen; es folgen Termine in vielen Städten bundesweit.

märz 2019, berlinale forum

Preise für "Delphine et Carole, insoumuses" und "The Chaotic Life of Nada Kadić"

Bild aus DELPHINE ET CAROLE, INSOUMUSES

DELPHINE ET CAROLE, INSOUMUSES (Delphine et Carole) von Callisto McNulty hat nach seiner Weltpremiere im Forum gleich auf zwei internationalen Filmfestivals im März wichtige Preise erhalten: beim Festival du Film et Forum International sur les Droits Humains (FIFDH) in Genf wurde er mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm und beim Festival International du Film de Femmes in Creteil mit dem Publikumspreis in der Kategorie Dokumentarfilm ausgezeichnet. Den Großen Preis der Jury in Creteil erhielt mit KAOTIČNI ŽIVOT NADE KADIĆ (The Chaotic Life of Nada Kadić) von Marta Hernaiz ein Film aus dem Programm des Forum 2018.

märz 2019, berlinale forum

Diagonale: "Waldheims Walzer" ausgezeichnet

WALDHEIMS WALZER von Ruth Beckermann hat bei der diesjährigen Diagonale den mit 5.000 Euro dotierten Franz-Grabner-Preis für den besten Kinodokumentarfilm erhalten. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den folgenden Worten: "Aus dem Vertrauen in die Kraft des Kinos entstand ein Filmessay, das sich mit Fakten nicht zufrieden gibt, sondern die widerstreitenden Kräfte einer Gesellschaft spürbar machen will. Historische und persönliche Wahrheiten werden gegeneinander in Stellung gebracht und die Realität entlarvt sich in ihren extremsten Formen selbst. Das aufmerksame Betrachten wird zu einem scharfsinnigen Akt der Kritik. Die Regisseurin besitzt die Courage, sich aus ihrer filmischen Ungleichung nicht herauszunehmen und positioniert sich im Widerstreit um das politische Gesicht ihres Landes unmissverständlich auf der Seite Demonstrierender. Mit ihrer Kamera steht Ruth Beckermann seit Jahrzehnten für ein österreichisches Kino, das nicht an der Seite verharrt, sondern sich mitten aufs politische Terrain begibt."

Der Film war im Forum 2018 uraufgeführt und in der Folge auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet worden.

februar 2019, berlinale forum

Forum Expanded Ausstellung bis 9.3.

Die Gruppenausstellung des diesjährigen Forum Expanded in der Betonhalle des silent green sowie in der Galerie Ebensperger Rohmberg, dem Luxoom Lab und SAVVY Contemporary auf demselben Gelände bleibt noch bis zum 9.3. geöffnet.

Unter dem Titel "ANTIKINO (The Siren’s Echo Chamber)" sind dort Arbeiten von Monira Al Qadiri, Heike Baranowsky, James Benning, Félix Blume, Harun Farocki, Denise Ferreira da Silva and Arjuna Neuman, Shadi Habib Allah, Catherine Sullivan, Clarissa Thieme, Diana Vidrascu, Ute Waldhausen, Clemens von Wedemeyer, Evan Calder Williams and Anne Low, Billy Woodberry, Ala Younis, Akram Zaatari, Ritu Sarin und Tenzing Sonam versammelt.

februar 2019, berlinale forum

Wiederholung von Forum-Filmen

Wie jedes Jahr wiederholt das Arsenal im Anschluss an das Festival einige Filme aus dem Programm des Forums: BAIT von Mark Jenkin, FERN VON UNS von Laura Bierbrauer und Verena Kuri, FOURTEEN von Dan Sallitt, MAN YOU (Vanishing Days) von Zhu Xin, NOS DÉFAITES (Our Defeats) von Jean-Gabriel Périot, OLANDA von Bernd Schoch und SO PRETTY von Jessie Jeffrey Dunn Rovinelli.

februar 2019, berlinale forum

Preise der unabhängigen Jurys für "Nos défaites", "Erde" und "Monștri."

Die unabhängigen Jurys der Berlinale vergaben Preise an drei weitere Filme aus dem Programm des Forums. Der Internationale Verband der Filmkunsttheater, die Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai (C.I.C.A.E.), prämierte NOS DÉFAITES (Our Defeats) von Jean-Gabriel Périot. Den mit 2.500 Euro dotierten Preis der Ökumenischen Jury erhielt Nikolaus Geyrhalter für ERDE. Der Preis der Leser*innenjury des Tagesspiegel ging an MONȘTRI. (Monsters.) von Marius Olteanu.

februar 2019, berlinale forum

Caligari-Preis für "Heimat ist ein Raum aus Zeit"

HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT von Thomas Heise erhält den diesjährigen Caligari-Preis. Die Begründung der drei Juror*innen Lucas Barwenczik, Silke Johanna Räbiger und Wolfgang Peters lautet: Risse ziehen sich durch die Landschaften, welche die Kamera betrachtet. Risse ziehen sich durch die Biografien, die anhand von Fotografien und Schriftstücken erzählt werden. Historische Dokumente gewinnen Konturen und werden erlebbar. Geschichte wird hier zu einem Fluss durch ein ganzes Jahrhundert deutscher (Familien)Geschichte, die eine eindringliche Stimme erhält. Der Poesie aus Tagebüchern und Briefen fügt der Regisseur keinen weiteren Kommentar hinzu – er findet Bilder für sie. Aus dieser Fülle persönlicher Dokumente, wie es sie in Zukunft wohl nicht mehr geben wird, formt Thomas Heise einen eindrücklichen, klarsichtigen und wahrhaft großen Film.

februar 2019, berlinale forum

FIPRESCI-Preis für "Die Kinder der Toten"

Der diesjährige Preis des internationalen Verbands der Filmkritik (FIPRESCI) für einen Film aus dem Forum geht an DIE KINDER DER TOTEN von Kelly Copper und Pavol Liska. Die Jury-Mitglieder waren Eithne Mary O’Neill, Suncica Unevska und Ricardo Brunn.

Ihre Begründung lautet: The actors are amateurs, as well as the directing, the make up looks cheap, the director's didn't even read the novel they were adapting. Everything could have gone wrong with this film, but it did not fail. Instead it brings life to a novel almost impossible to transpose by doing a silent film about the rise of the living dead, which is not only the rise of the repressed past, but also a rise of cinema, using the nearly dead format - super 8, reminiscent of home movies. The result is hilarious, edgy, at times confusing, funny and something not everyone will agree on. But this is cinema: We need to disagree!

februar 2019

50. Berlinale Forum

Das 50. Berlinale Forum findet vom 20. Februar bis 1. März 2020 im Rahmen der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Informationen zur Online-Filmanmeldung finden...

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