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März 2010, kino arsenal

Retrospektive Carl Theodor Dreyer

VANDET PÅ LANDET/WASSER VOM LAND, 1946

Wir setzen im März unsere Retrospektive mit Filmen des großen dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer (1889–1968) fort und zeigen bis Ende des Monats alle seine Regiearbeiten. Dreyer drehte zwischen 1919 und 1964 insgesamt 14 lange Filme, die sich stark voneinander unterscheiden. Sozialer Realismus und Melodram, Lustspiel und Passionsgeschichte, Märchen und Horrorfilm wechseln einander ab. Von prägnanten Großaufnahmen bestimmte Arbeiten stehen neben Werken ohne ein einziges Close-up, rhythmisch schnell geschnittene Filme neben solchen mit zehnminütigen Einstellungen, vom Sprechen dominierte Arbeiten neben Tonfilmen mit einem Minimum an Dialog. Dreyers Überzeugung nach sollte ein Regisseur keinem persönlichen Stil anhängen; sein Anspruch war es, den Stoffen entsprechend "jeweils einen Stil zu finden, der nur gültig für einen ganz bestimmten Film ist." Entscheidende Grundlage dafür war für ihn das – stets nach einer literarischen Vorlage selbst verfasste – Drehbuch, die Wahl der Darsteller sowie eine besondere Sorgfalt und Detailgenauigkeit bei der Ausstattung. Allen Filmen gemein ist die Suche nach einer modernen kinematographischen Ausdrucksform und eine Reduktion auf das Wesentliche.

Das Wesentliche bei Dreyer ist der Mensch. Zentrales Anliegen seiner Filme ist es, "nicht das äußere Leben, sondern das innere Leben aufzuzeichnen" (Carl Th. Dreyer): das Unsichtbare sichtbar zu machen, die Visualisierung der menschlichen Seele. Darin liegt nicht zuletzt die Zeitlosigkeit von Dreyers Werk begründet. Obwohl seine Filme fast ausnahmslos in der Vergangenheit spielen, haben sie nie den Distanz schaffenden Charakter eines in einer fernen Epoche verorteten Kostümfilms. Wie Siegfried Kracauer in Bezug auf LA PASSION DE JEANNE D'ARC schrieb: "Der Film spielt sich in einem Niemandsland ab, das weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart liegt."

In Dreyers Welt, in diesem meist wenig freundlich gezeichneten Niemandsland, kämpfen einzelne Menschen gegen Intoleranz, Ungerechtigkeit und Unterdrückung innerhalb der Familie, Kirche oder Gesellschaft. Dreyer zeigt den Widerstand von bedrohten Individuen gegen die religiöse, moralische oder soziale Ordnung in der ihm eigenen Radikalität: "dieser extreme Moralismus, der sich der Moral widersetzt, dieser Glaube, der zur Religion in Widerspruch tritt." (Gilles Deleuze) Besondere Bedeutung und Sympathie lässt Dreyer in diesem Kampf den Frauen zukommen. Es sind die weiblichen Hauptfiguren, die sich den Konventionen und Hierarchien der Gesellschaft widersetzen. Zudem setzte Dreyer größere Hoffnung in die Frauen, eine Welt zu ändern, der es an Liebe mangelt. "Frauenliebe und Männerwerk, die zwei sind Feinde von Anbeginn" heißt es zugespitzt in GERTRUD, seinem letzten Film, der mit Gertruds selbst gewählter Grabstein-Inschrift "Amor omnia" schließt: "Liebe ist alles."

Dreyers Regiedebüt PRÆSIDENTEN (Der Präsident, Dänemark 1919, 1.3.) ist ein Melodram über Männer, die ihrer Verantwortung als Väter gegenüber Frauen der unteren Gesellschaftsschicht nicht nachkommen. Im Mittelpunkt steht ein Richter, der sich entscheiden muss zwischen seiner Ehre, seiner sozialen Position und seiner unehelichen Tochter, die angeklagt ist, ihr ebenfalls uneheliches Kind getötet zu haben. Der autobiografisch gefärbte Film – Dreyer war das uneheliche Kind einer schwedischen Dienstmagd, die zwei Jahre nach seiner Geburt an einer versuchten Abtreibung starb – besitzt bereits viele Merkmale seiner späteren Arbeiten: die Unterdrückung der Frau, die Notwendigkeit eines Opfers für die Liebe sowie ein klarer, einfacher Stil und Bauten, die wie gerahmt wirken.

Der dänische Regisseur Torben Skjødt Jensen realisierte 1995 mit Hilfe von Materialien aus Dreyers Nachlass die Dokumentation CARL TH. DREYER – MIN METIER (2. & 25.3.). Eine Collage aus Gedanken und Erinnerungen von und über Dreyer, in der auch Kollegen, die mit Dreyer gearbeitet haben, zu Wort kommen.

Dreyers zweiter Film, BLADE AF SATANS BOG (Blätter aus Satans Buch, DK 1920, 3.3.) ist von D. W. Griffiths INTOLERANCE (USA 1916, 24. & 29.3. im Rahmen der Magical History Tour) beeinflusst und thematisiert die Gefährdung des Menschen durch das Böse, dargestellt in vier verschiedenen Episoden und Zeitaltern ("Judas" / "Spanische Inquisition" / "Französische Revolution" / "Die rote Garde"). Dreyer experimentierte in jeder Episode mit verschiedenen Stilmitteln.

Mitte der 60er Jahre entstanden zwei der interessantesten dokumentarischen Arbeiten über Carl Theodor Dreyer: Sein langjähriger Mitarbeiter Jørgen Roos verbindet in dem Porträt CARL THEODOR DREYER (DK 1966, 4. & 30.3.) Interviews, die er mit Dreyer führte mit Aufnahmen einer Begegnung Dreyers mit Jean-Luc Godard, Anna Karina, François Truffaut, Henri-Georges Clouzot und Henri Langlois anlässlich der Premiere von GERTRUD in Paris.
Die von Eric Rohmer für das französische Fernsehen realisierte Dokumentation CINÉASTES DE NOTRE TEMPS: CARL TH. DREYER (F 1965, 4. & 30.3.) enthält neben einem Gespräch mit Carl Theodor Dreyer Interviews mit den Schauspielern Bendt Rothe, Preben Lerdorff Rye und Lisbeth Movin. Anna Karina ist als Erzählstimme präsent.

PRÄSTÄNKAN (Die Pfarrerswitwe, Schweden 1920, 5.3., am Flügel: Eunice Martins & 27.3.) ist ein ausschließlich in natürlichen Dekors gedrehtes Lustspiel mit Slapstickeinlagen, das eine unerwartete Wende zur moralischen Erzählung nimmt: Im 17. Jahrhundert bewerben sich drei junge Theologen um eine Pfarrei. Der Sieger muss nach altem Brauch die Witwe seines Vorgängers heiraten, die bereits drei Männer überlebt hat. Gemeinsam mit seiner Geliebten, die er als Schwester ausgibt, zieht er, in der Hoffnung auf ein baldiges Ableben der greisen Witwe, ins Pfarrhaus ein.

DIE GEZEICHNETEN (D 1921, 7.3., am Flügel: Eunice Martins & 13.3.) ist der erste von zwei Filmen, die Dreyer in Deutschland realisierte. Im Zentrum des Films stehen revolutionäre Umtriebe sowie der Antisemi-tismus im zaristischen Russland. Mit großer Detailtreue schuf Dreyer in Berlin-Lichterfelde ein Zeitbild vom ländlichen Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Für die beeindruckenden Massenszenen engagierte er 600 exilierte russische Juden. "Wladimir Matusewitsch, der in Moskau diesen jahrelang verschollen geglaubten Film wieder gefunden hat, versichert, Dreyer habe es besser als die russischen Filmemacher verstanden, das Alltagsleben in Russland mit Wahrheit und Authentizität zu evozieren. (Jean Sémolué)

Dreyers letzter Stummfilm, LA PASSION DE JEANNE D'ARC (Die Passion der Jungfrau von Orléans, F 1928, 9.3.), der den Regisseur inter-national berühmt machte, konzentriert Prozess, Verurteilung und Hinrich-tung der Jeanne d’Arc auf einen Tag, die Texte der Zwischentitel sind Zita-te der historischen Prozessakten. In stark zurückgenommenen Dekors kon-zentrierte sich Dreyer auf die Seelenlandschaften der ungeschminkten Ge-sichter, die durch die expressionistischen Kamerawinkel und im Kontext des dargestellten Geschehens eine enorme Ausdruckskraft gewinnen. Mit der Präzision eines Seismographen registriert die Kamera die emotionalen Erschütterungen, die sich durch Zuckungen, Schweißausbrüche und Trä-nen auf der Hautoberfläche zeigen.

Mehrere Verbindungslinien weisen von Jean-Luc Godards VIVRE SA VIE (Die Geschichte der Nana S., F 1962, 9.3.), dem Essay über eine Verkäuferin, die Prostituierte wird und an dem Zwiespalt zwischen der Vermarktung des Körpers und der Bewahrung der Seele zugrunde geht, zu Dreyers PASSION. Die Gelegenheitsprostituierte Nana (Anna Karina) lässt sich im Kino von LA PASSION DE JEANNE D’ARC zu Tränen rühren. Im Kontext der von Godard zitierten Sequenz bekommt Nanas Schicksal selbst die Züge einer Passionsgeschichte. Dreyer hatte Mitte der 50er Jahre die jugendliche Anna Karina als Jungfrau Maria in seiner ande-ren großen Passion besetzen wollen, dem nie gedrehten "Lebenswerk" Jesus von Nazareth, an dem er 30 Jahre lang arbeitete.

Das Kammerspiel MICHAEL (D 1924, 11.3., am Flügel: Eunice Martins & 15.3.) spielt – für Dreyer ungewöhnlich – fast ausschließlich in opulent ausgestatteten Innenräumen und zeichnet sich durch seine kunstvolle Aus-leuchtung und die Abfolge von Großaufnahmen aus. Anhand der Ge-schichte der unerfüllten Liebe eines Künstlers zu seinem Adoptivsohn lässt der Film die Welt des Fin de siècle auferstehen und behandelt Themen wie die Vereinsamung des Künstlers in der bürgerlichen Gesellschaft, Homosexualität und den Niedergang aristokratischer Lebensformen. "Ein Film voll Donner heraufziehender Veränderungen. Wie die Kunst, um die Jahrhundertwende, durch den Einbruch der Sexualität in ihrer Basis getroffen wurde. Ein unfassbarer Film in der Komplexität seiner Artikulation." (Frieda Grafe)

In DU SKAL ÆRE DIN HUSTRU (Ehret Eure Frauen, DK 1925, 14.3., am Flügel: Eunice Martins & 16.3.) inszeniert Dreyer den Aufstand der Frauen – Gattin, Mutter, Kindermädchen und Tochter – gegen einen kleinbürgerlichen Haustyrannen. Der humorvolle Film, der den schwierigen Alltag "einfacher" Menschen in einer 2-Zimmer-Wohnung beobachtet, wurde ein großer Publikumserfolg. Seine enorme Popularität in Frankreich war die Grundlage zur Realisierung von LA PASSION DE JEANNE D'ARC.

Die märchenhafte Farce DER VAR ENGANG (Es war einmal, DK 1922, 18.3., am Flügel: Eunice Martins & 20.3.) greift Elemente von Hans Christian Andersens Der Schweinehirt und Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung auf: Der Prinz von Dänemark wirbt vergeblich um die kapriziöse Prinzessin von Illyria. Mit Hilfe eines Kupferkessels, der angeblich Zau-berkräfte besitzt, entführt er sie in eine Waldhütte in Dänemark, wo sie, zur Arbeit gezwungen, schließlich demütig wird. Bemerkenswert ist DER VAR ENGANG vor allem wegen der an Lubitsch erinnernden eleganten Ironie der Szenen am Königshof sowie der lichtdurchfluteten Landschaftsbilder. Von dem Film sind lediglich zwei Drittel seiner ursprünglichen Länge erhalten. Standfotos und die erhaltenen Zwischentitel der fehlenden Sequenzen ergänzen das Fragment.

Der in Norwegen entstandene und häufig zum "Nebenwerk" gerechnete GLOMDALSBRUDEN (Die Braut von Glomdal, N 1925, 19.3., am Flü-gel: Eunice Martins & 22.3.) erzählt in Form einer humoristischen Volkssage die märchenhafte Liebesgeschichte eines armen Bauernsohns, der um die reiche Nachbarstochter wirbt. Ein Film von ungewohnter Leichtigkeit. Eine gefällige, lichte Sommeridylle mit stimmungsvollen Außenaufnahmen. Inklusive Happy End.

VAMPYR (F / D 1932, 10.3., Einführung: Volker Pantenburg & 18.3.) ist ein Klassiker des Horrorfilms, der weitgehend auf die Klischees des Genres verzichtet. Durch die fehlende erzählerische Kontinuität von Raum und Zeit schafft Dreyer in seinem ersten Tonfilm eine Atmosphäre der Verunsicherung. Der in einer baufälligen Fabrik und einem leer stehenden Schloss in der Umgebung von Paris gedrehte Film erscheint wie ein Tagtraum, die Bilder, wahrgenommen wie durch einen Gaze-Schleier, sind dominiert von einem gespenstischen Weiß. "Horror hat nichts mit den Dingen zu tun, die uns umgeben, sondern er steckt in unserem Unterbewusstsein." (Dreyer)

VREDENS DAG
(Tag der Rache, DK 1943, 13. & 24.3.) spielt 1623 in einem dänischen Dorf, das von Angst, Aberglauben und religiöser Grausamkeit beherrscht wird. Eine junge Frau, deren Mutter der Hexerei bezichtigt wurde, ist die zweite Ehefrau eines alternden Priesters. Als dessen Sohn aus erster Ehe nach langer Abwesenheit zurückkehrt, verliebt er sich in die Frau seines Vaters und beginnt ein leidenschaftliches Verhältnis mit ihr. Dreyer erzählt seine Chronik in streng komponierten Bildern von düsterer Kraft.

Auf der Flucht vor den deutschen Besatzern in Dänemark drehte Dreyer 1944/45 im neutralen Schweden das Kammerspiel TVÅ MÄNNISKOR (Zwei Menschen, 19. & 25.3.). Ein Wissenschaftler wird des Plagiats der Dissertation eines Kollegen beschuldigt. Dessen plötzlicher Tod verstärkt den Verdacht gegen ihn. Bis seine Frau ihm den Mord gesteht. Der Film spielt nur an einem einzigen Ort, in einer Wohnung, und konzentriert sich ganz auf zwei von der übrigen Welt isolierte Menschen. Dreyer, der bereits mit der Besetzung der Hauptrollen unzufrieden war, distanzierte sich von dem Film, nachdem man ihm den Final Cut verwehrte. Zeit seines Lebens hat Dreyer dafür gesorgt, dass TVÅ MÄNNISKOR öffentlich nicht gezeigt werden konnte.

ORDET (Das Wort, DK 1954, 17. & 20.3.): Dreyers erfolgreichster Ton-film ist eine Bearbeitung des gleichnamigen Dramas von Kaj Munk aus dem Jahr 1932 und spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem Dorf in Westjütland. Eine Bäuerin stirbt nach der Totgeburt ihres Kindes. Der verwirrte Bruder des Mannes hatte diesen Tod vorausgesagt und versprochen, sie wieder zum Leben zu erwecken. Dreyer inszenierte seine kontrovers diskutierte Studie über Glauben und Liebe, die Wunder bewirken können, in langen Plansequenzen und verzichtete weitgehend auf Großaufnahmen. "Jedes Bild in ORDET ist von einer formalen Perfektion, die ins Sublime führt." (François Truffaut)
Der schwedische Regisseur Gustaf Molander hatte denselben Stoff bereits 1943 verfilmt. Er orientierte sich in seiner nach Schweden verlegten Version von ORDET (21.3.) mehr an der realistischen Ebene der Geschichte. Der Film beeindruckt nicht zuletzt durch die Gestaltung der Hauptrolle durch Victor Sjöström.

Der Schluss von Dreyers ORDET hat mehrfach andere Regisseure zu Kino-Wundern inspiriert. Wir zeigen Carlos Reygadas' STELLET LICHT (MEX / F / NL / D 2007, 23.3.), eine bildgewaltige Geschichte über ein Dreiecksverhältnis in einer Mennonitengemeinde im Norden Mexikos sowie Lars von Triers Glaubens- und Liebesdrama BREAKING THE WAVES (DK / S / F / N / Island 1996, 26.3.), in dem ein junges Paar mit der Querschnittslähmung des Mannes nach einem Unfall konfrontiert wird.

Zu den Projekten, die Dreyer nicht mehr verwirklichen konnte, zählt die Adaption von Euripides' Medea. Vergeblich versuchte er, Maria Callas für die Hauptrolle zu gewinnen – die sich stattdessen entschied, 1969 in Pasolinis Verfilmung des Stoffes mitzuwirken. Lars von Trier inszenierte MEDEA nach Dreyers Originaldrehbuch 1988 für das dänische Fernsehen. Mit den "Dreyer-Darstellern" Baard Owe und Preben Lerdorff Rye sowie – als Auftakt zu sieben weiteren gemeinsamen Filmen – mit Udo Kier als Jason (DK 1988, 26. & 30.3.).

Dreyers letzter Film, der im dänischen Großbürgertum der vorletzten Jahrhundertwende situierte GERTRUD (DK 1964, 27.3., Einführung: Peter Nau & 31.3.) erzählt von einer Frau, deren Anspruch, die Liebe über alles zu stellen, von keinem der drei Männer in ihrem Leben erfüllt werden kann. Der bürgerlichen Konvention folgend, bieten sie ihr lediglich eine Rolle neben ihren beruflichen Ambitionen, "eine Ehe zu dritt" (Dreyer). Gertrud wählt die Einsamkeit. Die zeitgenössische Kritik lehnte den Film wegen seiner vermeintlich "unfilmischen" Inszenierung vehement ab. Die radikale Reduktion der ästhetischen Mittel, ein ausgesprochen langsamer Rhythmus, statuarische Einstellungen von bis zu zehn Minuten Länge, keine Großaufnahmen und der völlige Verzicht auf Dramatik wurden als nicht zeitgemäß empfunden. "Auf den ersten Blick zu altmodisch, bei häufigerem Hinsehen die ganze Zukunft des Kinos." (Frieda Grafe)

Zwischen 1942 und 1954 realisierte Dreyer als staatliche Auftragsproduktion acht Kurzfilme über Themen wie Kunst, Architektur, Theater, Gesundheitswesen und Verkehrssicherheit. MØDREHJÆLPEN (Mütterhilfe, DK 1942) berichtet von einer Schwangeren, die den Vater ihres Kindes ablehnt und Unterstützung in einer staatlichen Institution erhält. VANDET PÅ LANDET (Wasser vom Land, DK 1946) behandelt das Problem der Bauern, ihr Land mit sauberem Wasser zu versorgen. LANDSBYKIRKEN (Dorfkirchen, DK 1947) zeigt dänische Kirchenbau-geschichte und KAMPEN MOD KRÆFTEN (Kampf gegen den Krebs, DK 1947) widmet sich der Behandlung von Krebspatienten durch Radi-umbestrahlung. DE NÅEDE FÆRGEN (Sie erreichten die Fähre, DK 1948), Dreyers bekanntester Kurzfilm, überrascht mit einer halsbrecherischen Motorradfahrt und einem makabren Schluss, der auf VAMPYR verweist. THORVALDSEN (DK 1949) ist dem dänischen Bildhauer gleichen Namens gewidmet. STORSTRØMSBROEN (Die Brücke von Storström, DK 1950) stellt die zum damaligen Zeitpunkt längste Brücke Dänemarks vor und ET SLOT I ET SLOT (Ein Schloss im Schloss, DK 1954) porträtiert das "Hamlet-Schloss" Kronborg. (28.3.)

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Dänischen Botschaft. Wir danken weiterhin: Det Danske Filminstitut (DFI), Svenska Filminstitutet (SFI), Norsk Filminstitutt (NFI), DR-TV und Radio, sowie Lars von Trier.