november 2018, kino arsenal

AFRIKAMERA 2018: Horn von Afrika

Die Region des Horn von Afrika ist vor allem für ihre bewaffneten Konflikte sowie für politische, soziale und humanitäre Krisen bekannt, weniger für ihre Kinokultur. Auch wenn die Zahl lokaler Produktionen im Vergleich zu den frankophonen Ländern des Kontinents überschaubar ist, hat sich in den letzten Jahren eine lebhafte Filmszene herausgebildet.

AFRIKAMERA 2018 – Horn von Afrika präsentiert vom 13. - 18. November eine Auswahl aktueller Spiel- und Dokumentarfilme aus der und über die Region sowie aus benachbarten ostafrikanischen Ländern wie Kenia, Uganda und Ruanda.

november 2018, kino arsenal

Magical History Tour – 
Schrift in Bewegung

Fließende Zeichenkaskaden, rotierende Worte, tänzelnde Buchstaben, gekratzt, gestanzt, doppelbelichtet, einkopiert, animiert – seit Beginn des Kinos werden Schriftzeichen im Film von ihrer ursprünglichen starr-statischen Zeichenhaftigkeit befreit und in unterschiedlichster Weise in Dynamik versetzt. Die in Bewegung geratenen Lettern übernehmen im neuen System höchst unterschiedliche Funktionen: Sie eröffnen oder beschließen Filme, sie fungieren als Kommentar oder als Metapher (des Erzählens), als Informationsträger oder grafisches Element, als dramaturgisches Mittel oder als emotionalisierender Faktor. Schrift im Film eröffnet neue Assoziationsfelder, wirft Fragen nach Sichtbarkeit und Struktur, Wahrnehmung und Materialität, Inszenierung und Innovation auf.

Im November wollen wir dem im Exkurs der Magical History Tour in die bewegte Welt der Buchstaben nachgehen und präsentieren im November Beispiele des frühen Umgangs mit Schrift in Spiel-, Avantgarde- und Experimentalfilmen, „klassischen“ Schrift- und lettristischen Filmen.

november 2018, kino arsenal

Hommage Sergej Paradschanow

Der Regisseur und bildende Künstler Sergej Paradschanow (1924–1990) ist eine der faszinierendsten Figuren des Kinos des 20. Jahrhunderts. Als Sohn armenischer Eltern in Tbilissi geboren und aufgewachsen, hat Paradschanow an der Moskauer Filmhochschule WGIK studiert und zu Sowjetzeiten in der Ukraine, in Georgien, Armenien und Aserbaidschan gearbeitet. Seine Filme sind von den Kulturen, Traditionen, Folkloren und Mythen dieser Länder durchdrungen, beeindrucken noch heute mit ihrer singulären Ausdruckskraft, ihrer unverwechselbaren Originalität, ihren komplexen Bildkompositionen sowie mit ihrer radikal freien filmischen Form. Ab Mitte der 60er Jahre auch international als herausragender Filmemacher gefeiert, stieß Paradschanows künstlerischer Wagemut und seine kulturelle Vielstimmigkeit in der Sowjetunion zunehmend auf Ablehnung. Auf Zensureingriffe folgten Gefängnisaufenthalte und Arbeitsverbot, nach dessen Aufhebung Paradschanow nur noch zwei Langfilme realisieren konnte.

Die zehn Filme umfassende Hommage vom 20.-30. November ermöglicht erstmals nach langer Zeit eine Wiederentdeckung. Präsentiert werden alle erhaltenen acht Langfilme von Paradschanow, darunter seine selten gezeigten frühen Werke. In Kooperation mit dem Paradschanow-Museum in Jerewan (Armenien) wird ab dem 1.12. im Filmmuseum Potsdam eine Ausstellung mit Arbeiten des bildenden Künstlers Paradschanow zu sehen sein.

november 2018, kino arsenal

A 37 90 89

Das Ausstellungsprojekt A 37 90 89. Die Erfindung der Neo-Avantgarde im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) widmet sich dem 1969 in Antwerpen gegründeten Projektraum A 37 90 89, der auf exemplarische Weise nachfolgende alternative Projekträume, Produzent*innengalerien und partizipative Initiativen beeinflusste. Neben einer Kooperation mit dem zeitgenössischen Projektraum after the butcher umfasst das Projekt ein in Zusammenarbeit mit dem Arsenal realisiertes Filmprogramm und diskursive Veranstaltungen sowie Zeitzeugengespräche. Bis zum Januar 2019 wird monatlich ein Filmabend im Arsenal stattfinden. Den Auftakt bildet ein Programm am 22. November: NOW! (Santiago Álvarez, Kuba 1965) ist ein aus Standfotos zusammengesetzter Montagefilm über die Diskriminierung der Schwarzen in den USA, rhythmisch geschnitten nach dem gleichnamigen Lied. MADINA BOÉ (José Massip, Kuba 1968) dokumentiert den Befreiungskampf von Guinea-Bissau aus der portugiesischen Kolonialherrschaft. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.

november 2018, distribution news

"An Elephant Sitting Still"

von Hu Bo, Kinostart: 15. November 2018

Im nordchinesischen Manzhouli soll es einen Elefanten geben, der einfach nur dasitzt und die Welt ignoriert. Manzhouli wird zur fixen Idee für die Helden dieses Films, zum erhofften Ausweg aus der Abwärtsspirale, in der sie sich befinden. Wie Bu, der in Notwehr den Schulschläger Shuai die Treppe hinunterschupst. Shuais Familie will Rache, doch sein Gangster-Bruder hat andere Probleme, als Bu zu jagen; er fühlt sich für den Suizid eines Freundes verantwortlich. Und dann sind da noch Bus Mitschülerin Ling, die eine Affäre mit ihrem Lehrer hat, um ihrem lieblosen Zuhause zu entkommen, und Herr Wang, dessen Sohn ihn ins Altersheim abschieben will. Alle ihre Schicksale sind untrennbar miteinander verknüpft.

kino arsenal: Edit Film Culture!

19:00 Kino 2


4000 Frames - An Eye-Opener Film

Experiments in Three-Colour Separation

Video Self Portrait

At Eltham, a Metaphor on Death

Cantrills Filmnotes
*4000 Frames - An Eye-Opener Film
Arthur und Corinne Cantrill 1970 16 mm 3 min
*Experiments in Three-Colour Separation
Arthur und Corinne Cantrill 1980 16 mm 21 min
*Video Self Portrait
Arthur und Corinne Cantrill 1971 16 mm 6 min
*At Eltham, a Metaphor on Death
Arthur und Corinne Cantrill 1973/74 16 mm 24 min

Einführung: Angelika Ramlow
kino arsenal: Werkschau Lucrecia Martel

20:00 Kino 1


Años luz

Años luz Light Years Manuel Abramovich
Argentinien/Brasilien/Spanien 2017
Mit Lucrecia Martel DCP OmE 72 min

kino arsenal: Edit Film Culture!

21:00 Kino 2


Meditation on Violence

The Very Eye of Night

Dark Spring

3.7.1978: Maya Deren und Ingemo Engström
*Meditation on Violence Maya Deren USA 1948 16 mm 12 min
*The Very Eye of Night Maya Deren USA 1959 16 mm 13 min
*Dark Spring Ingemo Engström BRD 1970 16 mm 89 min

Einführung: Volker Pantenburg