November 2019, living archive

Das Arsenal ist assoziiertes Mitglied der FIAF

Das Komitee der Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF) hat im November entschieden, das Arsenal – Institut für Film und Videokunst als assoziiertes Mitglied aufzunehmen. Die FIAF ist eine Vereinigung von internationalen Filmarchiven, deren Mitglieder sich dem Erhalt, der Sammlung, Restaurierung und Verbreitung von Film verpflichten. Für die Arbeit des Arsenals ist die Mitgliedschaft in der FIAF von großer Bedeutung, um sein internationales Netzwerk weiter ausbauen zu können, sich mit FIAF-Mitgliedsinstitutionen über den Erhalt und die Restaurierung von Filmen auszutauschen und an zeitgenössischen Archivdiskursen zu partizipieren. Durch Archivprojekte des Arsenals wie „Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart“ (2011–2013) oder aktuell „Archive außer sich“, das im Rahmen des HKW-Projekts „Das neue Alphabet“ stattfindet, hat sich in den letzten Jahren ein intensiver Austausch mit nationalen und internationalen Filmarchiven entwickelt, aus denen weiterführende wissenschaftliche, kuratorische und künstlerische Projekte hervorgegangen sind. Im Zentrum steht aktuell die Zusammenarbeit mit Archiven in Afrika und arabischen Ländern, oder mit FIAF-Mitgliedsinstitutionen wie dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum (Frankfurt am Main), dem Österreichischen Filmmuseum (Wien), dem National Film Archive (Pune, Indien) oder dem National Film, Video and Sound Archive (Jos, Nigeria).

Durch die assoziierte FIAF-Mitgliedschaft erhält das Arsenal nicht nur die Möglichkeit, sein Netzwerk zu festigen und zu erweitern, sondern durch den gegenseitigen Austausch von Filmkopien die analoge Vorführtechnik verstärkt zum Einsatz zu bringen und so zum Erhalt der Kulturtechnik Kino beizutragen. Filmemacher*innen, Kurator*innen und Stipendiat*innen können darüber hinaus noch mehr Möglichkeiten des Forschens, der Präsentation und des Austauschs geboten werden.

Neben dem Arsenal wurden die Cinémathèque tunisienne (Tunis), die Cinémathèque Robert Lynen (Paris) und die Library and Archives Canada (Gatineau, Kanada) als assoziierte Mitglieder aufgenommen.