Oktober 2018, kino arsenal

Zur Kritik des Politischen Films: LA MARSEILLAISE (Jean Renoir, F 1938)

LA MARSEILLAISE, 1938

40 Jahre nach Erscheinen seines Buchs „Zur Kritik des Politischen Films: 6 analysierende Beschreibungen“ haben wir den Autor Peter Nau eingeladen, einen der sechs beschriebenen Filme vorzustellen. LA MARSEILLAISE ist die Chronik einiger Geschehnisse, die zum Sturz der Monarchie beigetragen haben. Nach Jean Renoir sind historische Filme solche, die vorgeben, sich in der Vergangenheit zuzutragen. LA MARSEILLAISE dagegen vermittelt Geschichte im Präsens. Truffaut sah den Film wie eine Montage von Wochenschauen aus jener Zeit. Statt mit einer geschlossenen Handlung wartet der Film mit durchkomponierten, deutlich voneinander abgesetzten Szenenbildern auf. Renoir nannte ihn einen „film d’idée“ (Gedankenfilm). Die historische Personnage, Louis XVI, Marie-Antoinette etc. galt es, nach Renoir, zu humanisieren, d.h. Schablonen zu vermeiden und der Darstellung die Ausstrahlung unmittelbarer Lebendigkeit zu vermitteln. (pn) Screening of Jean Renoir’s LA MARSEILLAISE. (9.10., Einführung: Peter Nau)

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19:00 Kino 2


Martins Tagebuch

Träumt für Morgen

Martins Tagebuch Heiner Carow
DDR 1956 35 mm 28 min
Träumt für Morgen Hugo Hermann
DDR 1956 35 mm 19 min

Im Gespräch: Ralf Schenk und Andreas Kötzing
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20:00 Kino 1


Sånt händer inte här

Sånt händer inte här High Tension
Ingmar Bergman Schweden 1950
DCP OmE 86 min

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21:00 Kino 2


Zwischenfall in Benderath

Zwischenfall in Benderath János Veiczi
DDR 1956 35 mm 98 min

Im Gespräch: Ralf Schenk und Andreas Kötzing