Juni 2013, living archive

Living Archive – Der Katalog

Der Katalog zeigt einen neuen einzigartigen Zugang zum Archiv des Arsenal – Institut für Film und Videokunst auf, der neue Maßstäbe im Umgang mit einer Filmsammlung setzt. 37 KünstlerInnen, PerformerInnen, KuratorInnen und WissenschaftlerInnen wurden eingeladen, eigene Perspektiven im Umgang mit dem Archiv zu entwickeln, Projekte zu realisieren und zu präsentieren. Zwei Jahre lang war das Arsenal-Archiv Ausgangspunkt für den multiperspektivischen Zugang der TeilnehmerInnen aus USA, Indien, Südafrika, Israel, Brasilien, Jordanien, Großbritannien und Deutschland, das eine unerschöpfliche Vielfalt an Projekten hervorbrachte: Retrospektiven sowjetischer, chilenischer, spanischer und kubanischer Filme; die Aufarbeitung der Werke zweier Berliner KünstlerInnen Riki Kalbe und Ludwig Schönherr; ein Kino der Dekolonisierung; eine Querschnittanalyse zum Jahr 1978; Keywording – die Bedeutung von Verschlagwortung für das Funktionieren eines Archivs, eine Kinoarchäologie oder ein Programm zur filmischen Auseinandersetzung mit nationalen Identitäten.

Mit einem Vorwort von Stefanie Schulte Strathaus zur Entstehung von „Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart" dokumentiert der Katalog in 38 Beiträgen alle Projekte mit zahlreichen Abbildungen. Darüber hinaus enthält er eine kommentierte Filmografie mit rund 300 Titeln, die im Rahmen des Projekts zur Aufführung gelangt sind.

Das Buchcover zeigt Objekte aus der Arbeit "Film ohne Film" von Martin Ebner. Ebner hat eine Serie von kettenförmigen Holzobjekten erstellt, deren Struktur, Länge und Farbe auf Filmen aus der Sammlung des Arsenal basieren. Das abgebildete Objekt basiert auf THE EVIL FAIRIE von George Landow (1966).

Informationen finden Sie unter arsenal edition / publikationen.