Arsenal: Programm https://www.arsenal-berlin.de/ en Arsenal: Programm https://www.arsenal-berlin.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.arsenal-berlin.de/ 18 16 TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sun, 07 Feb 2106 07:28:15 +0100 Werkschau Ruth Beckermann https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7165/2803.html Ruth Beckermann macht seit 40 Jahren Dokumentarfilme. Ihr Name steht für ein politisches Kino, das sich auf Grundlage genauer Beobachtungen mit Österreich, dem Judentum, Fragen nach individueller Herkunft und kollektiver Identität sowie deren Brüchen und Ambivalenzen auseinandersetzt. Die Nazi-Zeit, Antisemitismus, Fremdenhass und Migration sind Themen in all ihren Arbeiten. Seit der Trilogie von Filmen über jüdisches Leben (WIEN RETOUR, DIE PAPIERENE BRÜCKE, NACH JERUSALEM) bis hin zu ihrem ersten, bislang einzigen Spielfilm DIE GETRÄUMTEN und zu ihrem aktuellen Film WALDHEIMS WALZER, für den sie jüngst den Dokumentarfilmpreis der Berlinale erhalten hat, zeichnet sich ihr vielschichtiges Werk durch vielfältige Passagen zwischen Gegenwart und Vergangenheit aus. Ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte findet stets entlang gegenwärtiger Konstellationen statt. Meist liegt ihren Filmen eine Reise zugrunde, die Bewegung ist ihr konstitutives Moment: Reisebewegung, Suchbewegung, Denkbewegung. Eine geschlossene Erzählform strebt Beckermann nicht an, sie hält sich konsequent offen für verschiedenste Vorgehensweisen, ihre Filmpraxis wird über die Jahre immer freier und essayistischer. Ihre stets persönliche Sicht auf die Dinge vermittelt sie als Erzählerin und Kommentatorin aus dem Off, die Präsenz ihrer unverwechselbaren, wienerisch gefärbten Stimme kennzeichnet ihr dokumentarisches Werk. Das Arsenal präsentiert in einer Werkschau die elf langen Dokumentarfilme von Ruth Beckermann aus den Jahren 1983 bis 2018. Wir freuen uns sehr, dank der Unterstützung durch das Österreichische Kulturforum die Filmemacherin vom 19. bis 21. April für eine Reihe von Publikumsgesprächen zu Gast zu haben. Ein 2016 erschienenes Buch über Beckermanns Schaffen (herausgegeben von Alexander Horwath und Michael Omasta) ist an der Kasse erhältlich. kino arsenal spalte normal vorschau Sat, 28 Apr 2018 18:20:00 +0200 Magical History Tour: 
Land in Sicht – Landschaften im Film https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7166/2803.html Landschaften sind aus Filmen nicht wegzudenken. So vielgestaltig die realen oder virtuellen Szenerien, so umfassend und divers das Potential dieser Topografien und ihrer Funktionen: Landschaften im Film erzählen Geschichten, kreieren oder spiegeln Stimmungen, greifen ihnen vor oder lassen sie ausklingen, sie übernehmen die Hauptrolle, werden zu Seelenlandschaften oder dienen als symbolreiche Kulisse, oft statisch-ruhend im rasanten Fluss der Handlung. Filmische Landschaften sind das „freieste Element des Films, das flexibelste, um Stimmungen, Gefühle und spirituelle Erfahrungen zu vermitteln.“ (Sergej Eisenstein) Vom Anbeginn der Kinematografie übten Landschaftsaufnahmen – sowohl Darstellungen exotisch-fremder Gegenden als auch der heimatlichen Gefilde – große Faszination auf das frühe Publikum aus. Später konstruierten Filme der landschaftsintensiven Genres, Berg-, Heimat-, Kriegsfilm oder Western, spektakuläre Panoramen einer meist übermächtigen Natur. Jenseits der Genrekonventionen eröffnet sich im Dokumentar-, Spiel- und Experimentalfilm ein weit verästeltes Feld von Landschaftsdarstellungen, ihrer Konstruktion und Infragestellung, welches wir mit zwölf Filmen im April ansatzweise beleuchten möchten. kino arsenal spalte rechts vorschau Fri, 27 Apr 2018 18:23:00 +0200 filmPOLSKA_Kamerakunst: Małgorzata Szyłak https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7167/2803.html Eine der Neuigkeiten der letztjährigen filmPOLSKA-Ausgabe war die Auslobung einer Wettbewerbssektion zur Stärkung des polnischen Regie-Nachwuchs’. 2017 wurde Anna Zameckas Dokumentarfilm Komunia (2016) ausgezeichnet, wobei die Jury ausdrücklich auch die beeindruckende Kameraarbeit von Małgorzata Szyłak hervorhob. Diese besondere Würdigung ist uns willkommener Anlass, die Kamerafrau und Kunsthistorikerin Małgorzata Szyłak mit zwei ihrer Filme erneut nach Berlin einzuladen und mit ihr über ihre Arbeit zu sprechen. kino arsenal spalte rechts vorschau Thu, 26 Apr 2018 19:20:00 +0200 Neu im Kino https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7173/2803.html 2011 tauchte in Guinea-Bissau ein Film- und Tonbandarchiv auf, das den Befreiungskampf gegen die Kolonialmacht Portugal (1963–74) dokumentiert. SPELL REEL (D/Portugal 2017) von Filipa César ist das Ergebnis eines vielschichtigen Recherche- und Digitalisierungsprojekts in Kooperation mit den guineischen Filmemachern und Freiheitskämpfern Sana na N’Hada und Flora Gomes. Beide begannen nach ihrer Filmausbildung in Kuba Anfang der 60er Jahre, die Kamera als Beobachter einzusetzen. Das wiedergefundene Archivmaterial wurde zunächst durch das Arsenal digitalisiert, um dann an verschiedenen Orten gezeigt, kommentiert, diskutiert und neu imaginiert zu werden. Ein mobiles, transnationales Kino, das zwischen abgelegenen Dörfern in Guinea-Bissau und europäischen Hauptstädten das Archiv zu einem Ort macht, an dem Menschen nach Gegenentwürfen zu einer Welt im Ausnahmezustand suchen. SPELL REEL startet am 12.4. im Kino. Vorab zeigen wir im Arsenal am 10.4. den Film in Anwesenheit der Regisseurin und weiterer Gäste und präsentieren eine Sichtung zusätzlichen Filmmaterials mit Gespräch. Weitere Vorführungen in Berlin mit Gästen finden am 11.4. im Wolf-Kino statt sowie am 13.4. im Archive Kabinett mit Präsentation des Buches „Luta ca caba inda. Time Place Matter Voice. 1967–2017“. kino arsenal spalte rechts vorschau Fri, 20 Apr 2018 19:29:00 +0200 Die DEFA-Stiftung präsentiert https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7168/2803.html Günter Jordan widmet sich im neuesten Band der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung dem niederländischen Regisseur Joris Ivens, dessen Arbeit fast 20 Jahre eng mit der DEFA und der DDR verbunden war. „Unbekannter Ivens. Triumph, Verdammnis, Auferstehung. Joris Ivens bei der DEFA und in der DDR 1948–1989“ entwirft das Porträt eines faszinierenden Künstlers, beschreibt die Produktionsgeschichte seiner DEFA-Filme und untersucht deren Wert und Wirkung. JORIS IVENS – ER FILMTE AUF 5 KONTINENTEN (1963) zeigt ihn im Schneideraum und in Gesprächen über seine Arbeit. WINDSBRAUT (1998) porträtiert die Filmemacherin und Schauspielerin Marceline Loridan-Ivens, die gemeinsam mit ihrem Mann Joris mehrere Filme realisierte. Bei DIE ABENTEUER DES TILL ULENSPIEGEL (1956), einer französisch-ostdeutschen Co-Produktion, teilte Ivens sich die Regie mit Gérard Philipe. Dieser übernahm zudem die Rolle des gegen die spanischen Besatzer kämpfenden Possenreißers. (jh) (9.4.) kino arsenal spalte rechts vorschau Fri, 20 Apr 2018 19:22:00 +0200 Großes Kino, kleines Kino #20 https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7169/2803.html Was klingt, kratzt, raschelt da im Film? Seit das erste Mal im Jahr 1895 Filme gezeigt wurden, gab es dazu Klänge und Musik. Heutzutage werden Musik, Geräusche und Klänge auf der Tonspur zusammengesetzt. Bevor wir eigene Klangexperimente machen und gemeinsam Ideen für einen Soundtrack zum Film DIE EXPEDITION ZUM SÜDPOL (Astrid Rieger, D 2002) erfinden und live spielen, entdecken wir, was in sechs Kurzfilmen zu sehen und zu hören ist: In STUDIE NR. 9 (D 1931) von Oskar Fischinger und TRADE TATTOO (USA 1937) von Len Lye werden Klänge zu Bewegung, SIDEWALKS (USA 1966) von Marie Menken läuft den Linien auf dem Gehsteig hinterher und DAS HEMD (D 1996) lässt Objekte selbstständig werden. LE PUITS FANTASTIQUE (F 1903) zeigt uns erstaunliche Verwandlungen und in RIVERRED (D 2011) spielen Geschwister an einem Flussufer. DIE EXPEDITION ZUM SÜDPOL macht uns zu Polarforschern. (em) (22.4., für alle ab 8 Jahren) kino arsenal spalte rechts vorschau Thu, 19 Apr 2018 19:23:00 +0200 Zeit und Erinnerung: Das Kino von Terence Davies https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7163/2803.html Zeit und Erinnerung sind zentrale Elemente in den Filmen des britischen Regisseurs Terence Davies, der 1945 als jüngstes von zehn Kindern in eine Arbeiterfamilie in Liverpool hineingeboren wurde. Seine Kindheit war dominiert von der Gewalttätigkeit des Vaters und einem als repressiv erlebten Katholizismus, die Entdeckung der eigenen Homosexualität war verbunden mit Scham und Schuldgefühlen. Diese Erfahrungen konstituieren seine Werke von den ersten, stark autobiografisch geprägten Filmen bis hin zu seinen späteren Literaturadaptionen. In ihnen sind Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise miteinander verschränkt, gleichzeitig tragen sie den Eigenschaften von Erinnerung Rechnung: Sie ist fragmentarisch und sprunghaft, an Emotionen, Musik und einzelne Menschen gebunden. Vom Leben seiner Protagonist*innen erzählt er folglich nicht als chronologische Abfolge von Ereignissen, sondern als dicht gewebter Teppich von Träumen und Bedürfnissen, Begegnungen und Enttäuschungen. Verstrickt in ihre eigene Geschichte, können sie sich so wenig von ihrer Vergangenheit lösen, wie Davies’ Filme an einer linearen Narration interessiert sind. In langen, unbewegten Einstellungen, assoziativen Montagen und fließenden Übergängen findet diese spezifische Form des Umgangs mit Zeit ihre ästhetische Entsprechung. Wir zeigen alle acht Spielfilme von Terence Davies und freuen uns besonders, ihn am 5. und 6. April im Arsenal begrüßen zu können. kino arsenal spalte normal vorschau Wed, 18 Apr 2018 18:10:00 +0200 Filmmakers’ Choice https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7170/2803.html We Have To Learn How To Enjoy The Beauty Of Life: Zu welcher Art Überlegung kann die Kombination von Schönheit und Trostlosigkeit führen? Ein Schlüssel liegt in einem Zitat aus THE SHOE (1986). Der Lehrer verlangt nach Schönheit und beharrt darauf, dass Regenbogen auch mit zerbrochenen Stiften gemalt werden können. Das Beharren auf nichtexistenter Schönheit schafft aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz genau diese. In XÉNOGÉNÈSE (1982) mäandert ein eleganter Mann inmitten von Müll. In IMAGES OF A CENTER (2005) wird mittels der bewussten Hervorhebung des Imaginären im Off die Utopie einer andersgearteten sozialen Ordnung beschworen. In YUMEN (2013) wird die zerstörte Landschaft zur finalen Bühne für umherirrende Menschen und für den 16-mm-Film, das Medium der Geister. (jl) (23.4.) kino arsenal spalte rechts vorschau Tue, 17 Apr 2018 19:26:00 +0200 Filmspotting: Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7171/2803.html „Wenn es Hitler nicht gegeben hätte, wäre ich ein deutsch-jüdisches Kind geworden, mehr deutsch als jüdisch, geboren in einem kleinen süddeutschen Dorf. Aber ich bin in Argentinien geboren, meine Muttersprache ist Spanisch. 1960 kam ich nach Deutschland.“ Dies ist Jeanine Meerapfels Ausgangssituation, von der aus sie im Film IM LAND MEINER ELTERN (BRD 1981) die Suche nach möglichen Wurzeln ihrer eigenen jüdischen Identität beginnt, eine Suche, die immer wieder konfrontiert wird mit der deutschen Realität, die sie vorfindet. Durch die Augen der zehnjährigen Anna Levine sehen gewohnte Dinge plötzlich anders aus, sie werden deutlicher. Der Film ist zugleich ein privates Tagebuch und Spiegel der gesellschaftlichen Realität in der BRD. Der sehr persönliche Film ist erstmals in der digital restaurierten Fassung zu sehen, gefolgt von einem Gespräch mit der Regisseurin. (ah) (30.4.) kino arsenal spalte rechts vorschau Mon, 16 Apr 2018 19:27:00 +0200 Living Archive Residents https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7172/2803.html In diesem Monat begrüßen wir die derzeitigen Living-Archive-Stipendiat*innen im Kino Arsenal: die Filmemacherin Anna Azevedo (Rio de Janeiro) und den Filmemacher und Archivar Leandro Listorti (Buenos Aires). Gemeinsam präsentieren sie ein Programm mit Filmen von ihnen und aus dem Archiv des Arsenal. Der Dokumentarfilm DREŽNICA (Brasilien 2008) von Anna Azevedo setzt sich aus Amateur-Super-8-Material aus den 70er Jahren zusammen und beschreibt eine lyrische Reise durch Bilder und Träume blinder Menschen. „Drežnica“ ist der Ort, an dem der Schnee auf das Meer trifft, an dem die Tage voller Sterne und die Nächte sonnenerfüllt sind. Nur nicht-sehend kann dieser Ort wahrgenommen werden. VACANCY (D 1998) ist der Entwurf für eine utopische Stadt, ein von seinen Bewohner*innen verlassener Ort, ein Museum, das nur von Wärtern am Leben erhalten wird. Matthias Müller verwebt in diesem Film eigene Aufnahmen mit Ausschnitten aus Amateur- und Spielfilmen, die in Brasília gedreht wurden. Leandro Listorti präsentiert das kollektive Filmprojekt SUCESOS INTERVENIDOS (Argentinien 2014). Im Pablo C. Ducrós Hicken Film Museum in Buenos Aires lagert das Archiv der „Sucesos Argentinos“, eine argentinische Wochenschau, die von 1938–72 im Vorprogramm der Kinos gezeigt wurde. Mit dem Ziel, auf die Notwendigkeit der Digitalisierung des Archivs hinzuweisen, lud das Museum Filmemacher*innen dazu ein, neue Arbeiten auf Grundlage der Wochenschauen zu produzieren. Die Living-Archive-Residency besteht seit 2011 in Kooperation mit dem Goethe-Institut. (mr) (8.4.) kino arsenal spalte rechts vorschau Sun, 15 Apr 2018 19:27:00 +0200 9. ALFILM – Arabisches Filmfestival Berlin https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/7164/2803.html Vom 11. bis 18. April findet das 9. Arabische Filmfestival Berlin – ALFILM im Arsenal und weiteren Kinos statt und bietet mit Spiel- und Dokumentarfilmen Einblicke in das aktuelle Kino der arabischen Welt und der arabischen Diaspora. Die Nebenreihe SPOTLIGHT: Reflections on Arab Masculinities betrachtet die sich wandelnden Konzepte von Männlichkeit im arabischen Film der 70er Jahre bis heute. Eine Podiumsdiskussion am 15.4. mit den Filmemacher*innen Merzak Allouache, Mohammed Soueid, Mohammad Hammad und Eliane Raheb sowie ein audiovisueller Vortrag von Rasha Salti am 15.4. bieten dazu vertiefte Einblicke in Thema und Filmgeschichte. Rasha Salti lebt als Kuratorin und Autorin zwischen Berlin und Beirut. Sie kuratierte internationale Ausstellungen und Filmreihen zu verschiedenen arabischen Kinematografien und Kunstrichtungen. Die Reihe wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. kino arsenal spalte normal vorschau Fri, 13 Apr 2018 18:13:00 +0200