februar 2014, edition

Neu auf DVD: "Ghashiram Kotwal"

Seit dem ersten Jahr seines Bestehens hat das Forum sich bemüht, deutsch untertitelte Kopien der Festivalbeiträge herzustellen. Diese Praxis zahlt sich nun aus: Viele Filme haben so nur in Berlin überlebt, darunter GHASHIRAM KOTWAL, der nach einer Wiederaufführung im Berlinale Forum mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Botschaft Neu Delhi digitalisiert und in der Arsenal Edition auf DVD veröffentlicht werden konnte.

Produziert hat ihn die Yukt Filmkooperative unter der Regie von K. Hariharan und Mani Kaul, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück des Autors Vijay Tendulkar. Es beruht auf der Biografie von Nana Phadnavis (1741–1800), eines einflussreichen Ministers, und beschreibt Entwicklung und Fall des Peshwa-Regimes in West-Indien vor dem Hintergrund einer Politik von Intrigen und Korruption, die während der wachsenden kolonialen Bedrohung das Land verwüstete. Um seine Macht abzusichern, ernennt Nana Ghashiram zum Polizei- und Spionagechef des Staates. Nachdem er einst Unrecht erfahren und Rache geschworen hat, beginnt Ghashiram, willkürlich Macht gegen die brahmanische Bevölkerung auszuüben, bis diese seine Hinrichtung verlangt. Der Film entwickelt seine experimentelle Ästhetik aus der Beschäftigung mit fiktionaler und dokumentarischer Praxis in Theater und Film. (Stefanie Schulte Strathaus)

Die DVD erscheint mit einem 40-seitigen Booklet, das u.a. ein Gespräch zwischen K. Hariharan und Shai Heredia enthält.

juli 2013, edition

DVD-Veröffentlichungen im Rahmen von Living Archive

Im Rahmen des Projekts "Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart" sind fünf neue DVD-Titel in der 451/Arsenal-Edition erschienen: Laura Mulvey und Peter Wollens Avantgardefilme RIDDLES OF THE SPHINX und AMY! (GB 1976/77 & 1980), Deepa Dhanrajs film-politische Pionierarbeit KYA HUA IS SHAHAR KO? (What Has Happened to this City?, Indien 1986), Philip Scheffners THE HALFMOON FILES und DER TAG DES SPATZEN (D 2007 & 2010), eine DVD mit Klassikern des Queer Cinema von Sheila McLaughlin und Lynne Tillman (INSIDE OUT, COMMITTED und SHE MUST BE SEEING THINGS, USA 1976–84) sowie das filmische Gesamtwerk der Berliner Filmemacherin, Fotografin, Netzwerkerin, Geschichten- und Bildersammlerin Riki Kalbe mit insgesamt 15 Filmen von 1976–98. Vom 2. bis 7. Juli werden die Filme im Arsenal gezeigt (Termine unter kino arsenal / Programm).

juni 2013, edition

Living Archive – Der Katalog

Der Katalog zeigt einen neuen einzigartigen Zugang zum Archiv des Arsenal – Institut für Film und Videokunst auf, der neue Maßstäbe im Umgang mit einer Filmsammlung setzt. 37 KünstlerInnen, PerformerInnen, KuratorInnen und WissenschaftlerInnen wurden eingeladen, eigene Perspektiven im Umgang mit dem Archiv zu entwickeln, Projekte zu realisieren und zu präsentieren. Zwei Jahre lang war das Arsenal-Archiv Ausgangspunkt für den multiperspektivischen Zugang der TeilnehmerInnen aus USA, Indien, Südafrika, Israel, Brasilien, Jordanien, Großbritannien und Deutschland, das eine unerschöpfliche Vielfalt an Projekten hervorbrachte: Retrospektiven sowjetischer, chilenischer, spanischer und kubanischer Filme; die Aufarbeitung der Werke zweier Berliner KünstlerInnen Riki Kalbe und Ludwig Schönherr; ein Kino der Dekolonisierung; eine Querschnittanalyse zum Jahr 1978; Keywording – die Bedeutung von Verschlagwortung für das Funktionieren eines Archivs, eine Kinoarchäologie oder ein Programm zur filmischen Auseinandersetzung mit nationalen Identitäten.

juni 2013, edition

Publikationen im Rahmen von Living Archive

Im Rahmen des Projekts Living Archive entstehen zahlreiche Publikationen. Neben dem Katalog bereits erschienen sind "Rising Stars, Falling Stars" zu Vagnial Davis' Reihe im Kino Arsenal und elf Bücher unter dem Projekttitel "KEYwording". In Kürze ist die Publikation "NOW! Extended" erhältlich. Madhusree Dutta und Ines Schabers Projekt „KEYwording – Notes on Enculturation of Words and Word Practice within the Image Archive" setzt sich mit der Bedeutung von Verschlagwortung und Annotation für das Funktionieren eines Archivs auseinander. Das Arsenal hat die Konvention der Stichwortsuche aufgegeben, da "standardisierte Kategorien viele der im Archiv vertretenen filmischen Formen nicht erfassen können." Inspiriert von dieser Aussage, versucht das Projekt einen kulturenübergreifenden Dialog über den Gebrauch von Worten in Theorie, Praxis, Gemeinschaft und Aktion im Kontext zeitgenössischer Kulturproduktion zu führen.

november 2012, edition

In Bed with Arsenal

Das erste Arsenal-Kissen ist da! Wie die Motive unserer T-Shirt-Kollektion entstammt dieses der Zeichenserie "Die Basis des Make-Up" des Berliner Künstlers und Filmemachers Heinz Emigholz. Das Kissen und die T-Shirts können Sie an der Abendkasse oder per Bestellung erwerben.

oktober 2012, edition

Zum Nachlesen: "Rising Stars, Falling Stars" 

Seit nun mehr fünf Jahren lädt Vaginal Davis, Performerin und Kuratorin mit Schwerpunkt Frühes Kino und Queer Cinema, allmonatlich zu Filmabenden ins Arsenal. In ihrer Reihe "Rising Stars, Falling Stars" stellte sie Raritäten, Klassiker und Perlen aus der Stummfilmzeit auf ihre ganz eigene, unvergessliche Weise vor – stets begleitet von Live-Musik und Drinks im Anschluss. Zum fünften Jubiläum der Reihe ist nun ein Reader erschienen, der einen Großteil ihrer bezaubernden Einführungstexte auf Englisch enthält. Die Publikation kostet 5,– und kann ab sofort bestellt oder an der Abendkasse erworben werden.

juni 2011, edition

Performing Documentary

Coverbild der Publikation

Anlässlich der von Birgit Kohler kuratierten Film- und Gesprächsreihe "Performing Documentary", die Anfang Juni im Kino Arsenal stattfand, ist eine Publikation mit Textbeiträgen der eingeladenen FilmemacherInnen erschienen.

Im österreichischen und deutschen Dokumentarfilmschaffen der letzten zehn Jahre hat sich eine neue, experimentelle Spiel-Art des Dokumentarischen herausgebildet: Filme, die mit expliziter Inszenierung, Verfremdungseffekten und performativen Auftritten arbeiten und das ihnen zugrunde liegende, recherchierte dokumentarische Material buchstäblich in Szene setzen.

Das Programm "Performing Documentary" versammelt diese Dokumentarfilme und stellt sie erstmalig in einen diskursiven Zusammenhang.

Die vorliegende Publikation enthält neben Texten zu den Filmen des Programms Originalbeiträge der FilmemacherInnen, in denen diese über gängige Muster dokumentarischer Repräsentation reflektieren ihre eigenen Herangehensweisen vorstellen.

Mit Beiträgen von Birgit Kohler, Tina Leisch, Anja Salomonowitz, Gerhard Friedl, Calle Overweg, Volko Kamensky, Thomas Fürhapter, Stefan Landorf, Andres Veiel und Romuald Karmakar.

mai 2011, edition

Neue Publikation: Poor Man’s Expression – Technology, Conceptual Art, Experimental Film

"Poor Man’s Expression" basiert auf der gleichnamigen Ausstellung, die 2006 im Kino Arsenal stattfand. In der Publikation werden die Ausgangsthesen des Projektes in Text- und Bildbeiträgen neu verhandelt. Die Auseinandersetzung mit dem Experimentalfilmarchiv des Arsenals spielt dabei eine zentrale Rolle.