Oktober 2014, distribution news

"Concerning Violence"

von Göran Hugo Olsson, Kinostart: 18. September 2014, begleitet von der "CINEMA fairbindet" Roadshow

Bilder aus Concerning Violence

"Concerning Violence – Nine Scenes from the Anti-Imperialistic Self-Defence" setzt sich mit den afrikanischen Befreiungsbewegungen der 60er, 70er und 80er Jahre auseinander. Neu entdecktes Archivmaterial über die gewaltvolle Konfrontation mit den Kolonialmächten wird kombiniert mit Zitaten aus Frantz Fanons polarisierendem Text zur Entkolonialisierung "Die Verdammten dieser Erde". Die Musikerin Lauryn Hill, die als Frontsängerin der Fugees bekannt wurde, erweckt die eingeblendeten Textausschnitte mit ihrer Stimme zum Leben. Kunstvoll beleuchtet der Film Fanons Analysen über die Folgen der Kolonialisierung Afrikas und plädiert für den Aufbau einer gerechteren Welt. Im Zentrum des Films steht dabei auch die Emanzipation der Frau, die mit der kolonialen Befreiung zusammengehört. Als ein kinematografischer Essay, der Fanons Text, Lauryn Hills Stimme, das Archivmaterial sowie Musik verbindet, setzt der Film die komplexen theoretischen Ideen in eine emotionale Filmerfahrung um.

Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zum Film

Termine der "CINEMA fairbindet" Roadshow 2014:

Filmvorführungen in Anwesenheit des Regisseurs:
17.09., Berlin, Kino Arsenal, 20 Uhr, Einführungen: Stefanie Schulte Strathaus, Vorstand Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V., Auswahlkomitee Berlinale Forum, Leiterin Forum Expanded und Wieland Speck, Leiter der Sektion Panorama der Berlinale; Moderation des Filmgesprächs: Dorothee Wenner, Berlinale Forum
19.09., Bonn, Rex-Lichtspieltheater, 18:30 Uhr, Filmgespräch mit dem Regisseur und Djo Tunda Wa Munga, Jurymitglied für CINEMA fairbindet, Regisseur, Autor, Produzent und Gründer «les Ateliers Actions de Kinshasa»; Moderation: Asumpta Lattus, Editor, English for Africa, Deutsche Welle
20.09., Düsseldorf, Black Box - Kino im Filmmuseum, 20 Uhr, Filmgespräch mit dem Regisseur und Prof. Dr. Reinhold Görling, Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Universität Düsseldorf
21.09., Hannover, Kino im Künstlerhaus, 19 Uhr, Filmgespräch in Kooperation mit dem Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN)
22.09., Hamburg, Abaton, 20 Uhr, Filmgespräch mit dem Regisseur und Djo Tunda Wa Munga, Jurymitglied für CINEMA fairbindet, Regisseur, Autor, Produzent und Gründer «les Ateliers Actions de Kinshasa»

Filmvorführungen mit weiteren Gästen und Rahmenprogrammen:
21.09., Berlin, Eiszeit
18.09., Frankfurt, Orfeos Erben, Filmgespräch mit Prof. Dr. Nikita Dhawan, Postcolonial Research Center, Frankfurt
18.09., Leipzig, Cineding, Filmgespräch mit Maja Figge, Institut für Kunst und visuelle Kultur der Universität Oldenburg
18.09., München, Maxim
23.09., Marburg, Capitol Kino, Eine Veranstaltung von Motivés e.V., zu Gast: Tobias Müller-Monning (Theologe und Jurist) und Jürgen Dinkel (Historiker, Justus Liebig Universität Gießen)
25.09., Saarbrücken, Filmhaus, Vorführung mit anschließendem Filmgespräch, Gast: Dr. Thomas Klein, Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
26.09., Tübingen, Arsenal, Sonderveranstaltung des Arabischen Filmfestivals Tübingen
09.10., Wasserburg / Inn, Kino Utopia
12.10., Nürnberg, Filmhaus im Künstlerhaus, Sonderveranstaltung im Rahmen des Nuremberg International Human Rights Film Festival Weekender, Gast: Dr. Ulf Vierke, Leiter des Iwalewa-Hauses, Universität Bayreuth
20.10., Göttingen, Lumière, Veranstaltung in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Informationszentrums (EPIZ); anschl. Gespräch und Diskussion mit Prof. Dr. Brigitte Reinwald, Afrikanische Geschichte, ECTS-Co-Ordinator, Historisches Seminar der Leibniz Universität Hannover
28.10., Köln, Filmpalette, Gespräch und Diskussion mit Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung; Veranstaltung in Kooperation mit FilmInitiativ, Referentin zum Leben Fanons: Birgit Morgenrath, Journalistin und Afrikaexpertin
07.11., Dresden, Kino Thalia, Sonderveranstaltung des MOVE IT! Filmfestival 2014, zu Gast: Kwesi Aikins, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V.
08.11., Oldenburg, Cine K, in Kooperation mit dem Ökumenischen Zentrum Oldenburg e.V., Filmgespräch mit Nadine Golly, Fakultät Bildungs-, Kultur- und Sozialwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg
09.11., Osnabrück, Cinema-Arthouse, in Kooperation mit dem Aktionszentrum 3. Welt, Filmgespräch mit Nadine Golly, Fakultät Bildungs-, Kultur- und Sozialwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg
13.11., Karlsruhe, Kinemathek Karlsruhe, Veranstaltung in Kooperation mit amnesty international
13.11., Dortmund, Kino im U, Veranstaltung in Kooperation mit Africa Positive e.V.
23.11., Weiterstadt, Kommunales Kino, Dokumentarfilmfrühstück mit Diskussion
24.11., Wiesbaden, Caligari Filmbühne, zu Gast: Ulrich Fehling (Amnesty International Länderkogruppe Regionalverbund Westafrika); eine Veranstaltung vom Deutschen Filminstitut − DIF e.V. und Amnesty International
26.11., Freiburg, Kommunales Kino, vor dem Film: Performance der Künsterlin Jazzmin Tutum aus Gabun/Jamaika. Radikales Stimmexperiment und Soundcollagen zu (post-)kolonialer Geschichte, unwillkommenen Besuchern im 21. Jahrhundert und Frauen in Kriegsgebieten.
02.12., Bremen, City 46, zu Gast: Dr. Maja Figge, Institut für Kunst und visuelle Kultur der Universität Oldenburg

Nähere Informationen sowie die Daten weiterer Vorführungen finden Sie auf der Homepage Ihres Kinos.

FSK: "Freigegeben ab 12 Jahren"
Der Film darf an allen Tagen des Jahres (einschließlich der gesetzlich geschützten stillen Feiertage) vorgeführt werden.

Hier finden Sie den deutschen Filmtrailer.

Frantz Fanon, geboren 1925 in Fort-de-France, Martinique, war Vordenker der Entkolonialisierung, Politiker, Schriftsteller und Psychiater. In seinem literarischen Werk verbindet er politische und psychiatrische Praxis. Sein Hauptwerk "Die Verdammten dieser Erde" gilt noch heute als Manifest des Antikolonialismus. Die deutsche Ausgabe ist 1981 bei Suhrkamp erschienen.

Göran Hugo Olsson war schon 2011 mit seinem Film "The Black Power Mixtape 1967-1975" auf der Berlinale vertreten. Der Film lief weltweit erfolgreich in Kino und TV. Olsson studierte Film an der Universität der Kunsthochschule in Stockholm und arbeitet seitdem als Dokumentarfilmer und Kameramann. Er ist Mitbegründer des Dokumentar-Kurzfilmprogramms von Ikon (SVT) und Ikon Südafrika.

Concerning Violence wurde auf der diesjährigen Berlinale mit dem "CINEMA fairbindet" Filmpreis ausgezeichnet. Der entwicklungspolitische Filmpreis "CINEMA fairbindet" wird seit 2011 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin vergeben. Eine unabhängige Jury, bestehend aus Film- und Medienschaffenden würdigte den Film , der sich künstlerisch und inhaltlich überzeugend globalen Themen widmet, den interkulturellen Dialog fördert und dem Publikum neue Perspektiven eröffnet. Der Filmpreis „CINEMA fairbindet“ beinhaltet den Verleih und die bundesweite Roadshow des Films in deutsche Kinos, umgesetzt vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst.

Jurybegründung 2014: "Durch die Verbindung von Frantz Fanons historischem Text über Kolonialismus, eindrucksvoll gesprochen von Lauryn Hill, mit einzigartigem Archivmaterial entsteht ein überzeugender und poetischer aktueller Film. Der Regisseur hat ein beeindruckendes Werk geschaffen, indem er komplexe theoretische Ideen in kinematographische emotionale Erfahrung umsetzt. Er eröffnet uns zugleich überraschende Erkenntnisse über die heutige Welt. Der faszinierende Film zeigt uns, dass Gewalt weiterhin eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung ist." In der diesjährigen Jury waren Rania Stephan, Djo Munga und Ernst Szebedits.

Der Verleih sowie die Roadshow werden ermöglicht durch den entwicklungspolitischen Filmpreis 'CINEMA fairbindet', finanziert vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung.

Das Projekt 'CINEMA fairbindet' wird durchgeführt von der
Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Kooperationspartner: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Medienpartner: DW-Akademie

CONCERNING VIOLENCE – NINE SCENES FROM THE ANTI-IMPERIALISTIC SELF-DEFENCE"
Land/Jahr: Schweden/USA/Dänemark/Finnland 2014, Länge: 85 Min., Format: DCP, Farbe & Schwarz-Weiß, Fassung: OmU. Mit Lauryn Hill (Sprecherin), Gayatri Chakravorty Spivak (Prolog). Regie, Buch: Göran Hugo Olsson, nach Frantz Fanons "Die Verdammten dieser Erde" ("Les damnés de la terre"), Schnitt: Michael Aaglund, Dino Jonsäter, Göran Hugo Olsson, Sophie Vucovic, Sound Design: Micke Nyström, Art Director: Stefania Malmsten, Produzenten: Annika Rogell, Tobias Janson, Co-Produzenten: Joslyn Barnes, Monica Hellström, Miia Haavisto, Otto Fagerstedt, Ingemar Persoon, Danny Glover