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Flying Tigers

Nachtaufnahme einer kurvigen Straße mit Fahrzeuglichtern aus der Luft.
© pong film 2026
  • Regie

    Madhusree Dutta

  • Deutschland, Indien / 2026
    105 Min. / OmdU

  • Originalsprache

    Bengali, Miya, Englisch, Mandarin, Deutsch, Polnisch

Ein Film über Erinnerung, Krieg und Infrastruktur von Madhusree Dutta.

Schließ die Fenster. Der Tiger kommt. Ich kann ihn riechen!
Dutta spürt einem historischen Fragment nach, aufgetaucht durch die Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter. Als diese seltsame Dinge von Tigern erwähnt, die in Häuser eindringen, ist das für ihre Tochter der Anstoß zu einer Reise ins indische Assam. Dort errichtete die US-Armee 1942 die erste Luftbrücke der Militärgeschichte über den Himalaya zur Unterstützung der chinesischen Stadt Kunming, ausgeführt von der Airforce-Spezialeinheit Flying Tiger. Der Aufbau dieser gewaltigen Infrastruktur zerstörte das ökologische Gleichgewicht des Dschungels und trieb die echten Tiger bis in die Teeplantagen von Assam, wo die Mutter der Regisseurin aufwuchs.

Im Verlauf ihrer Recherchen entdecken Madhusree Dutta und die chinesische Medientheoretikerin Mi You, deren Freundschaft nur in einem Drittland wie Deutschland entstehen konnte, einen gemeinsamen historischen Moment zwischen den Nachbarländern mit geschlossenen Grenzen. Zu ihnen stößt Purav Goswami, Autor aus Assam, mit seiner künstlerischen Erforschung von Landschaft, Boden und Gelände. In einem wachsenden audiovisuellen Netzwerk aus Anekdoten, Briefen und Nachrichten, erkunden sie ihren Weg durch Zeit und Raum, zwischen fragilen Erinnerungen einer unbekannten Vergangenheit und unerforschten Nischen der Gegenwart. Wie Chars, schwimmende Inseln im mächtigen Strom Brahmaputra, tauchen Geschichten im Film auf und wieder ab, fruchtbar und doch weder politisch noch dramaturgisch zu vereinnahmen.

Auf diese Weise lässt die Filmemacherin uns die Welt durch eine andere Optik sehen, wie es auch Alzheimer tut. Das Autobiografische wird hybrid, oder sogar halluzinativ.

FLYING TIGERS von Madhusree Dutta startet am 24. September in den deutschen Kinos.

Die Regisseurin steht gerne für Filmgespräche und Interviews zur Verfügung. Bei Interesse, schreiben Sie uns bitte an.

"Dutta erzählt von all dem mit einer beglückenden Vielfalt ästhetischer Mittel vom getanzten Kinderlied über Road-Movie-Elemente bis zu sorgfältig inszenierten Recherchegesprächen und Kunstinventionen am Flussufer." Silvia Hallensleben, taz

Flying Tigers ist eine Einladung, die Fenster nicht zu schließen, sondern sie weit aufzureißen, um den Wind und die Geschichten hereinzulassen, die über die Berge zu uns kommen. Ein kluger, empathischer und visuell bestechender Beitrag zum Weltkino, der die Berlinale 2026 bereichert und zeigt, dass Madhusree Dutta eine der wichtigsten Stimmen des indischen Kinos bleibt." https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de

Weiteres Material auf der Seite des Berlinale Forum 2026 sowie auf der Seite der Filmproduktion.

Madhusree Dutta ist Filmemacherin, Autorin und Kulturproduzentin und lebt in Indien und Deutschland. Ihre Interessengebiete sind Hybridität in der öffentlichen und urbanen Kultur sowie Dokumentar- und Archivierungspraktiken. Sie ist Gründerin und ehemalige Direktorin (1998–2016) von Majlis, einem Zentrum für interdisziplinäre Kunstinitiativen in Mumbai, und ehemalige künstlerische Leiterin (2018–2021) der Akademie der Künste der Welt in Köln. Filme: 1993: I Live in Behrampada. 1995: Memories of Fear. 1997: Sundari: An Actor Prepares (Kurzfilm). 2000: Scribbles on Akka. 2002: Made in India. 2005: From Here to Here (Koregie Philip Scheffner). 2006: Seven Islands and a Metro. 2009: Cinema City Shorts (Episodenfilm). 2026: Flying Tigers.

Flying Tigers
Regie & Buch Madhusree Dutta. Kamera Riju Das, Isabelle Casez, Guligo Jia Yanan. Montage Federico Neri. Musik Bo Wiget. Sound Design Boby John. Szenenbild Suresh BV. Animation Nina Sabnani. Produzent*innen Alexandra Gerbaulet, Merle Kröger. Executive Producer Meike Martens. Koproduzent*in Tarshia Dutta. Produktionsfirma pong film. Mit Madhusree Dutta, Mi You, Purav Goswami, Devika Hazarika.

Gefördert durch: