Direkt zum Seiteninhalt springen

Zum Inhalt springen

Die lebendige Vermittlung internationaler Filmkultur ist Aufgabe und Passion des Arsenal – Institut für Film und Videokunst. Als Forschungs- und Bildungsstätte, die sowohl regional als auch national und international arbeitet, schafft die Berliner Institution ein kommunikatives Netzwerk und ermöglicht Raum für (film)kulturelle Dialoge.
Kino (Arsenal 1 & 2 und seit März 2020 auch die digitale Plattform arsenal 3), Festival (Berlinale Forum und Forum Expanded), Verleih (arsenal distribution) und Archiv bilden die Arbeitsbereiche des Arsenal. Das kontinuierliche Zusammenwirken und Ineinandergreifen dieser Bereiche ermöglicht eine multiperspektivische und nachhaltige Arbeit mit Filmen. Diese Struktur ist konstitutiv für das Arsenal und weltweit einzigartig.
Seit seiner Gründung 1963 hat sich das Arsenal kritisch mit der Geschichte des Films und den aktuellen Entwicklungen des Mediums auseinandergesetzt. Zeitgenössische gesellschaftliche Diskurse werden abgebildet, reflektiert und kontextualisiert. Das Arsenal bringt die Expertise vieler Menschen zusammen – Filmemacher*innen, Künstler*innen, Schauspieler*innen, Kurator*innen und Forschende –, die interdisziplinär Projekte, Festivals und Veranstaltungen realisieren. Das Arsenal übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung zukunftsorientierter Modelle zur Kino-,Verleih- und Archivarbeit sowie der zeitgemäßen Aufarbeitung und Vermittlung von Filmgeschichte vor dem Hintergrund des technischen Wandels und der aktuellen Bild- und Medienkultur.
Das Arsenal ist assoziiertes Mitglied der FIAF (Fédération Internationale des Archives du Film / International Federation of Film Archives). Es ist als gemeinnütziger Verein organisiert und erfüllt einen kulturellen (Bildungs-) Auftrag.

Kino Arsenal

Das Kino Arsenal bietet in zwei Sälen ein kuratiertes Programm, das explizit divers gestaltet ist, indem es Historisches und Zeitgenössisches, Wissenschaftliches und Populäres, Experiment und Kanon verbindet – und zwar aus aller Welt. Es versteht sich als sozialer Raum, an dem anhand von ästhetischen Erfahrungen die Diskurse der Gegenwart verhandelt werden und als Ort einer kulturellen Praxis, die in Gesellschaft stattfindet. Die Filme werden nach Möglichkeit in ihrem jeweiligen Originalformat präsentiert, die Vorführungen kontextualisiert durch Gespräche mit Filmemacher*innen, Einführungen oder Symposien. Der Austausch mit dem Publikum ist dabei zentral. Das digitale Programm arsenal 3 nimmt Bezug auf die Filmreihen im Kino, das Verleihangebot und die Archivarbeit des Arsenal.

Forum und Forum Expanded

Forum und Forum Expanded stehen für Reflexion des filmischen Mediums, gesellschaftlich-künstlerischen Diskurs und ästhetischen Eigensinn.
Die in eigener Verantwortung vom Arsenal im Rahmen der Berlinale präsentierten Programme zielen darauf ab, das Verständnis von Kino zu erweitern, an die Ränder des Gewohnten zu gehen und Perspektiven zu eröffnen, mit denen das Kino neu zu begreifen und in Bezug zur Welt zu setzen ist. Einbezogen wird alles, was dazu beiträgt: gegenwärtiger und historischer, analoger und digitaler Film, Installationskunst, Performance und Musik.

Arsenal Distribution

Arsenal Distribution verleiht Filme an Kinos, Festivals, Museen, Galerien, Universitäten und weitere Kulturinstitutionen in Deutschland und weltweit. Der Verleih umfasst dabei neue wie historische Spiel- und Dokumentarfilme ebenso, wie Werke der avantgardistischen Filmgeschichte und aktuelle Strömungen der Film- bzw. Videokunst. Eine Vielzahl der Filme wurde aus den Programmen des Berlinale Forum sowie Forum Expanded direkt in den Verleih übernommen. Seit 2015 werden im Rahmen des Arsenal Archivprojekts Living Archive Filme digital restauriert und neu herausgebracht.

Arsenal Archiv

Nach 60 Jahren Kino- und Festivalarbeit hat das Arsenal eine 10.000 Titel umfassende Filmsammlung vorzuweisen. Sie ist Ausdruck historischer Impulse eines avantgardistischen und politischen Kinos, gibt aber auch Einblick in die Vielfalt zeitgenössischer Werke.
Das Konzept des Living Archive beschreibt eine archivarische Praxis, die die Bedeutung eines Archivs in Bezug auf die Gegenwart und auf Zukunftsentwürfe sieht. Erforschung, Sicherung, Digitalisierung und Restaurierung von Archivinhalten sind Teil einer partizipativ verstandenen künstlerischen und kuratorischen Praxis. Das Archiv ist ein offener Ort, an dem geforscht und gearbeitet, sowie neues hervorgebracht werden kann.
Im Zentrum steht die kritische Reflexion der Kategorie des filmischen Erbes im Verhältnis zur Geschichte politischer und ästhetischer Bewegungen sowie zur Kolonial- und Migrationsgeschichte. Dazu gehört die Hinterfragung von Begriffen wie „Weltkino“ und „Filmland“, die auch die Geschichte des Arsenal geprägt haben. Unterstützt wird die Idee einer transnationalen Praxis des Teilens von Inhalten wie von Strukturen.
 

Arsenal Campus

Der Campus umfasst Aktivitäten im Bereich Lehre, Forschung und Vermittlung für Interessierte aller Altersgruppen und richtet sich an Schüler*innen, Lehrer*innen, Studierende, Filmemacher*innen, Künstler*innen, Kurator*innen und andere Forschende. Mitarbeiter*innen des Arsenal sowie externe Gäste sehen sich selbst dabei als Lehrende wie als Lernende. Die Zusammenführung von Theorie und Praxis, Film und Wissenschaft ist ein zentrales Anliegen der Institution. Die theoretische Reflexion des Kinos, seiner Archive und Möglichkeitsräume, aber auch der praktische Umgang mit analogen Filmformaten und Digitalisierungen gehören zu den zahlreichen Angeboten von Workshops, Seminaren, Filmateliers, Summer Schools, Fortbildungen und Kooperationen mit Film- und Archiv-Studiengängen an deutschen und internationalen Universitäten, die unter Campus gebündelt werden.

Gefördert durch:

  • Logo des BKM (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien)
  • Logo des Programms NeuStart Kultur