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arsenal 3 continues!

Schon eine Woche nach Beginn des ersten Lockdowns öffnete das Arsenal seine kurz zuvor für Mitglieder ins Leben gerufene Onlineplattform arsenal 3 zur kostenlosen Nutzung für alle. Unterstützt wurde diese Aktion von rund 100 Filmemacher*innen, die ihre Filme zunächst lizenzfrei zur Verfügung stellten. In den Folgemonaten entstanden viele Diskussionen rund um das Thema Streaming, begleitet von kreativen Angeboten. Auch das Arsenal hat einiges erprobt, zuletzt das sogenannte „Fußnotenkino“ zur Vertiefung und Erweiterung des Arsenalprogramms. Nach kurzer Pause eröffnet arsenal 3 jetzt neu mit einer Kombination aus bisher erprobten Formaten: Ausgewählte digitale Restaurierungen (mit denen 2019 alles begann) werden vorgestellt und bleiben für längere Zeit verfügbar. Immer dann, wenn es sich aus kuratorischer Sicht anbietet, werden „Fußnotenprogramme“ hinzugefügt. Erstmalig sind die Filme nun einzeln zum Preis von 5 Euro (3 Euro für Filme, die kürzer sind als 30 Minuten) für jeweils 48 Stunden abrufbar.

Ab November stehen fünf Titel zur Verfügung: RAMDENIME INTERWIU PIRAD SAKITCHEBZE (Einige Interviews zu persönlichen Fragen, Lana Gogoberidse, Georgien 1978) über eine Journalistin, die Frauen zu ihren Lebensbedingungen und Wünschen interviewt, gilt als einer der ersten feministischen Filme der Sowjetunion. TALES FROM PLANET KOLKATA (Ruchir Joshi, Indien 1993) – zu gleichen Teilen Fiktion, Parodie, Essay und Dokument – erzählt auf besondere Weise von Kalkutta als Mythos und Realität. KYA HUA IS SHAHAR KO? (What Happened to This City?, Deepa Dhanraj, Indien 1986), ein vielschichtiger Film mit immenser politischer Kraft, thematisiert die Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen im Jahre 1984. SHAIHU UMAR (Adamu Hallilu, Nigeria 1976) erzählt den von Sklaverei geprägten Lebens- und Leidensweg des nigerianischen Lehrers und Imams Shaihu Umar, der sich entschließt, seine verlorene Mutter zu suchen. MUEDA. MEMORIA E MASSACRE (Ruy Guerra, Mosambik 1979) zeigt ein öffentliches, von Laien in Szene gesetztes Reenactment des von der portugiesischen Kolonialmacht verübten Massakers von Mueda am 16. Juni 1960. (Stefanie Schulte Strathaus)

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