Direkt zum Seiteninhalt springen
REPORTAJE A LOTA   Reportage über Lota   Diego Bonacina & José Román    Chile 1970   OmU 17’
Gezeigt werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter und ihrer Familien in der Kohlenstadt Lota im Süden Chiles. Der Film entstand durch die Zusammenarbeit der Zentralen Arbeitergewerkschaft und der Abteilung für Filmkunst der Universidad de Chile in Valparaiso. Die Arbeiter Lotas kämpfen für mehr Arbeitssicherheit, den Anspruch auf Pensionszahlungen oder den Bau von Schulen. Durch die Mechanisierung des Bergbaus gingen Arbeitsplätze verloren, neue Beschäftigungsmöglichkeiten sind nicht in Sicht. Auf die Unterstützung der Regierung oder der Gesellschaft könnten die Arbeiter vergeblich warten, nur durch zähen Kampf und Eigeninititative sei eine Verbesserung ihrer Situation zu erwirken, schließt der Kommentar am Ende des Films.

LÖRDAGS CHILE   Chilefilm   Peter Nestler   Schweden 1974   DF 23‘
Dieser für ein Jugendmagazin des Schwedischen Fernsehens produzierte, jedoch einen Tag vor der geplanten Ausstrahlung abgesetzte Beitrag erläutert auf einfache Weise die Hintergründe des Militärputsches und die Zusammenhänge zwischen Ökonomie, Politik und Klassenkampf in Chile. Unter der für Nestler typischen Zuhilfenahme historischer Dokumente, Zeichnungen und Fotos (darunter einige Bilder des DDR-Fotografen Thomas Billhardt) zieht Chilefilm einen Bogen vom Befreiungskampf der Mapuche bis zu Salvador Allende und dessen Sturz. In all seiner Sachlichkeit ist der Film dennoch eine leidenschaftliche Parteinahme für die Politik der Unidad Popular: "Dass so viele schrecklich arm sind und so viele reich, hängt zusammen." (Peter Nestler)

CONTRA LA RAZÓN Y POR LA FUERZA   Gegen die Vernunft und durch die Gewalt   Carlos Ortiz Tejeda   Mexiko 1973   OmU   50‘
Der Film zeigt die Ereignisse unmittelbar nach dem Militärputsch in Chile am 11. September 1973. Santiago im Kriegszustand, das Nationalstadium verwandelt in ein Konzentrationslager. Carlos Ortiz Tejeda gelingt es – mit kleinem Team über Umwege nach Chile eingereist und sich als Vertreter des mexikanischen Fernsehens ausgebend – die Stimmen beider Seiten einzufangen: die des um den Versuch eines demokratischen Sozialismus gebrachten "Volkes" auf der einen Seite und die der rechtsgerichteten Militärs sowie der triumphierenden Bourgeoisie auf der anderen Seite. "Die Villenviertel beim Feiern, die Arbeitersiedlungen in Trauer" schreibt Ortiz Tejeda im Forumsblatt 39 des Internationalen Forums des Jungen Films 1974.

Zurück zur Übersicht

Gefördert durch: