Margaret Tait drehte zwischen 1951 und 1998 insgesamt 32 meist kürzere, sehr eigenwillige und persönliche Filme. "Ihre Bilder sind zugänglich (eine Distel ist unweigerlich eine Distel), sie sind alltäglich und auf dieser Ebene eine Darstellung der Dinge, wie sie sind. Aber so, wie sie gefilmt sind, in ihren rhythmischen Mustern, ihrer Länge, geben die Bilder eine Vorstellung vom Geheimnis und der Vieldeutigkeit, mit der die so genannt einfachen Dinge erfüllt sind." (Alex Pirie) Programm
Samstag 5.11., 19h, präsentiert von Ute Aurand
THREE PORTRAIT SKETCHES (GB 1951, ohne Ton, 6’)
Porträts von Claudia Donzelli, Saulat Rahman und Fernando Birri: Filmemacher, die in den 1950er Jahren gemeinsam mit Margaret Tait am Centro Sperimentale di Cinematographia in Rom studierten.
PORTRAIT OF GA (GB 1952, 4’)
Ein Porträt der Mutter der Filmemacherin. Ein wirkliches Juwel, ganz einfach und voller Sympathie. Draußen im Wind pflückt sie eine Blume, raucht eine Zigarette am Fenster, dreht sich im Kreis – schlohweißes Haar.
WHERE I AM IS HERE (GB 1964, 33’)
Mit sieben Zwischentiteln: Complex, Here and Now, Interlude, Crocodile, Come and See, Out of this World, The Bravest Boat "Ich begann mit einem Skript von sechs Zeilen, die nur eine Art Ereignis beschrieben, das immer wieder und wieder auftauchen sollte. Ich wollte einen Film mit seiner eigenen Logik konstruieren, mit Entsprechungen innerhalb seiner selbst, seinen eigenen Echos und Reimen und Vergleichen – das alles durch die genaue Beobachtung des Alltags, des Gewöhnlichen, in Edinburgh, wo ich damals lebte." (Margaret Tait)
THE BIG SHEEP (CAORA MOR) (GB 1966, 40’)
Touristenbusse fahren in den Norden, Bus folgt auf Bus, während in umgekehrter Richtung die Schafe nach Süden transportiert werden – Lastwagen folgt auf Lastwagen. Eine Region in den schottischen Highlands ändert ihr Gesicht. Die Häuser stehen leer, doch die Schafe sind noch da: Als sprächen sie zu einem, so filmt sie Margaret Tait. Und wie auch in ihren anderen Filmen ergibt sich das wunderbare Paradox aus großer Nähe und gleichzeitiger Distanz. Der zweite Teil des Films widmet sich den Menschen: ein Sportfest der Schüler, ein Städtchen, das Leben…
COLOUR POEMS (GB 1974, 12’)
Neun zusammenhängende kurze Filme, die sich mit dem Erinnern, zufälligen Beobachtungen und dem Unterordnen des Einen unter das Andere beschäftigen. Die Titel: NUMEN OF THE BOUGHS, OLD BOOTS, SPEED BONNY BOAT, LAPPNG WATER, INSENCE, AHA, BRAVE NEW WORLD, THINGS, TERRA FIRMA.
ON THE MOUNTAINS (GB 1974, 32’)
Margaret Taits filmische Beobachtung der Rose Street in Edinburgh: "Ich sah, wie die Straße sich veränderte – einst ein Ort mit überfüllten Wohnblöcken, vor dem die Kinder auf der Straße spielten und in der kleine Geschäfte und Pubs die Menschen versorgten, die dort lebten. Daraus wurde eine Fußgängerzone mit trendigen Boutiquen und Bürogebäuden. (..) Der Ruß ist weg, aber es scheint immer noch derselbe Müllwagen zu sein, der den Abfall einsammelt und derselbe Fensterputzer putzt dasselbe Fenster, das er schon vor 16 Jahren putzte – nur hat das Geschäft einen anderen Namen." (Margaret Tait)
AERIAL (GB 1974, 4’)
"Ein sehr einfacher Film, wenn Du Dir erlaubst darauf einzugehen, anstatt zu versuchen, ihm intellektuell zu folgen. Es gibt ein allgemeines Thema, das der vier Elemente – Erde, Luft (auch Rauch), Feuer, Wasser (auch Schnee) – aber es ist eher eine Art Lied oder ein Kinderreim. Obwohl ich nichts von musikalischen Strukturen verstehe, glaube ich doch, dass Filmstrukturen mehr mit musikalischen Strukturen zu tun haben, als mit irgendetwas anderem." (Margaret Tait)
GARDEN PIECES (GB 1998, 12’)
Poesie in drei Filmen: ROUND THE GARDEN – immer wieder rundherum; der Weg durch den Garten von einem zentralen Standpunkt aus gefilmt. GARDEN FLYERS – flüchtiger Cartoon trifft auf wuchtiges Klavierstück; dazu eingekratzte und eingefärbte Bilder. GROVE – gravitätisch und ernst; betrachtet und erforscht eine Gruppe von drei Bäumen, die vor 60 Jahren in einer heute verlassenen Schottergrube gepflanzt wurden. "Ihr letzter Film. Er wippt hin und her zwischen sehr leicht und ganz aus der Mitte des Seins. Ein Triptychon ihres Gartens. Wie macht Margaret Tait es nur - sie nimmt 'einfach' ihre Kamera in die Hand und filmt und da ist Es, was sich jeder Beschreibung entzieht, was mich so glücklich macht, wenn ich diese Bilder sehe." (Ute Aurand)
Samstag 5.11., 19h, präsentiert von Ute Aurand
THREE PORTRAIT SKETCHES (GB 1951, ohne Ton, 6’)
Porträts von Claudia Donzelli, Saulat Rahman und Fernando Birri: Filmemacher, die in den 1950er Jahren gemeinsam mit Margaret Tait am Centro Sperimentale di Cinematographia in Rom studierten.
PORTRAIT OF GA (GB 1952, 4’)
Ein Porträt der Mutter der Filmemacherin. Ein wirkliches Juwel, ganz einfach und voller Sympathie. Draußen im Wind pflückt sie eine Blume, raucht eine Zigarette am Fenster, dreht sich im Kreis – schlohweißes Haar.
WHERE I AM IS HERE (GB 1964, 33’)
Mit sieben Zwischentiteln: Complex, Here and Now, Interlude, Crocodile, Come and See, Out of this World, The Bravest Boat "Ich begann mit einem Skript von sechs Zeilen, die nur eine Art Ereignis beschrieben, das immer wieder und wieder auftauchen sollte. Ich wollte einen Film mit seiner eigenen Logik konstruieren, mit Entsprechungen innerhalb seiner selbst, seinen eigenen Echos und Reimen und Vergleichen – das alles durch die genaue Beobachtung des Alltags, des Gewöhnlichen, in Edinburgh, wo ich damals lebte." (Margaret Tait)
THE BIG SHEEP (CAORA MOR) (GB 1966, 40’)
Touristenbusse fahren in den Norden, Bus folgt auf Bus, während in umgekehrter Richtung die Schafe nach Süden transportiert werden – Lastwagen folgt auf Lastwagen. Eine Region in den schottischen Highlands ändert ihr Gesicht. Die Häuser stehen leer, doch die Schafe sind noch da: Als sprächen sie zu einem, so filmt sie Margaret Tait. Und wie auch in ihren anderen Filmen ergibt sich das wunderbare Paradox aus großer Nähe und gleichzeitiger Distanz. Der zweite Teil des Films widmet sich den Menschen: ein Sportfest der Schüler, ein Städtchen, das Leben…
COLOUR POEMS (GB 1974, 12’)
Neun zusammenhängende kurze Filme, die sich mit dem Erinnern, zufälligen Beobachtungen und dem Unterordnen des Einen unter das Andere beschäftigen. Die Titel: NUMEN OF THE BOUGHS, OLD BOOTS, SPEED BONNY BOAT, LAPPNG WATER, INSENCE, AHA, BRAVE NEW WORLD, THINGS, TERRA FIRMA.
ON THE MOUNTAINS (GB 1974, 32’)
Margaret Taits filmische Beobachtung der Rose Street in Edinburgh: "Ich sah, wie die Straße sich veränderte – einst ein Ort mit überfüllten Wohnblöcken, vor dem die Kinder auf der Straße spielten und in der kleine Geschäfte und Pubs die Menschen versorgten, die dort lebten. Daraus wurde eine Fußgängerzone mit trendigen Boutiquen und Bürogebäuden. (..) Der Ruß ist weg, aber es scheint immer noch derselbe Müllwagen zu sein, der den Abfall einsammelt und derselbe Fensterputzer putzt dasselbe Fenster, das er schon vor 16 Jahren putzte – nur hat das Geschäft einen anderen Namen." (Margaret Tait)
AERIAL (GB 1974, 4’)
"Ein sehr einfacher Film, wenn Du Dir erlaubst darauf einzugehen, anstatt zu versuchen, ihm intellektuell zu folgen. Es gibt ein allgemeines Thema, das der vier Elemente – Erde, Luft (auch Rauch), Feuer, Wasser (auch Schnee) – aber es ist eher eine Art Lied oder ein Kinderreim. Obwohl ich nichts von musikalischen Strukturen verstehe, glaube ich doch, dass Filmstrukturen mehr mit musikalischen Strukturen zu tun haben, als mit irgendetwas anderem." (Margaret Tait)
GARDEN PIECES (GB 1998, 12’)
Poesie in drei Filmen: ROUND THE GARDEN – immer wieder rundherum; der Weg durch den Garten von einem zentralen Standpunkt aus gefilmt. GARDEN FLYERS – flüchtiger Cartoon trifft auf wuchtiges Klavierstück; dazu eingekratzte und eingefärbte Bilder. GROVE – gravitätisch und ernst; betrachtet und erforscht eine Gruppe von drei Bäumen, die vor 60 Jahren in einer heute verlassenen Schottergrube gepflanzt wurden. "Ihr letzter Film. Er wippt hin und her zwischen sehr leicht und ganz aus der Mitte des Seins. Ein Triptychon ihres Gartens. Wie macht Margaret Tait es nur - sie nimmt 'einfach' ihre Kamera in die Hand und filmt und da ist Es, was sich jeder Beschreibung entzieht, was mich so glücklich macht, wenn ich diese Bilder sehe." (Ute Aurand)

