AMY! ist eine Verbeugung vor der Luftfahrtpionierin Amy Johnson. Weit davon entfernt, ein konventionelles Biopic zu sein, nutzt der Film die Fliegerin als symbolische Figur. Ihre Reise exemplifiziert das Wechseln zwischen weiblichen und männlichen Welten, das Frauen, die um öffentliche Anerkennung kämpfen, abverlangt wird. (Eleanor Burke)
SIGMUND FREUD'S DORA: A CASE OF MISTAKEN IDENTITY beginnt mit dem Monolog einer Frauenstimme, die ein Streitgespräch über die ideologische Fragwürdigkeit der Psychoanalyse rekapituliert. Im Hauptteil wird die Behandlung Doras, einer jungen Frau mit hysterischen Symptomen, durch Sigmund Freud nach dessen 1905 publizierter Fallstudie rekonstruiert. In der feministischen Auseinandersetzung mit der Freudschen Theorie spielt dieser Fall schon deshalb eine zentrale Rolle, weil Dora sich dem Zugriff der Interpretationsmuster und Sprachregelungen der Freudschen Psychoanalyse entzog und die Behandlung von sich aus abbrach. Die szenische Rekonstruktion zielt denn auch auf die Unstimmigkeiten und Lücken der Freudschen Deutung, vor allem auf das fast gänzliche Fehlen der Mutter in seiner Analyse. (Kraft Wetzel)
COME BACK, AFRICA (Lionel Rogosin, USA 1958, 84 min) ist ein Klassiker über die Apartheid-Politik in Südafrika. Die Kopie des Films wurde 1963 von Jimmy Vaughan, einem Mitarbeiter von Lionel Rogosin, bei Erika und Ulrich Gregor im Hängeboden deponiert, nachdem er mit dieser Kopie ergebnislos durch verschiedene europäische Länder gereist war – kein Fernsehen wollte diesen Film ankaufen, niemand wollte ihn zeigen-, mit der Bitte, etwas für diesen Film zu tun. Das geschah auch: der Film wurde von den "Freunden der deutschen Kinemathek", die gerade ein halbes Jahr existierten, an studentische Filmclubs ausgeliehen und entwickelte sich später zu einem wahren Renner in dem beginnenden Verleih. Die Kopie wurde gespielt, bis sie buchstäblich in ihre Bestandteile zerfiel.
SIGMUND FREUD'S DORA: A CASE OF MISTAKEN IDENTITY beginnt mit dem Monolog einer Frauenstimme, die ein Streitgespräch über die ideologische Fragwürdigkeit der Psychoanalyse rekapituliert. Im Hauptteil wird die Behandlung Doras, einer jungen Frau mit hysterischen Symptomen, durch Sigmund Freud nach dessen 1905 publizierter Fallstudie rekonstruiert. In der feministischen Auseinandersetzung mit der Freudschen Theorie spielt dieser Fall schon deshalb eine zentrale Rolle, weil Dora sich dem Zugriff der Interpretationsmuster und Sprachregelungen der Freudschen Psychoanalyse entzog und die Behandlung von sich aus abbrach. Die szenische Rekonstruktion zielt denn auch auf die Unstimmigkeiten und Lücken der Freudschen Deutung, vor allem auf das fast gänzliche Fehlen der Mutter in seiner Analyse. (Kraft Wetzel)
COME BACK, AFRICA (Lionel Rogosin, USA 1958, 84 min) ist ein Klassiker über die Apartheid-Politik in Südafrika. Die Kopie des Films wurde 1963 von Jimmy Vaughan, einem Mitarbeiter von Lionel Rogosin, bei Erika und Ulrich Gregor im Hängeboden deponiert, nachdem er mit dieser Kopie ergebnislos durch verschiedene europäische Länder gereist war – kein Fernsehen wollte diesen Film ankaufen, niemand wollte ihn zeigen-, mit der Bitte, etwas für diesen Film zu tun. Das geschah auch: der Film wurde von den "Freunden der deutschen Kinemathek", die gerade ein halbes Jahr existierten, an studentische Filmclubs ausgeliehen und entwickelte sich später zu einem wahren Renner in dem beginnenden Verleih. Die Kopie wurde gespielt, bis sie buchstäblich in ihre Bestandteile zerfiel.

