COME BACK, AFRICA (Lionel Rogosin, USA 1958)
Der US-amerikanische Regisseur Lionel Rogosin drehte COME BACK, AFRICA in den späten 1950er Jahren in Johannesburg. Entstanden ist ein Film der einzigartig ist in seiner Darstellung des Lebensalltags der schwarzen Bevölkerung während der Apartheid. Erzählt wird die Geschichte von Zachariah Mgabi, der seine ländliche Heimat verlässt, um in Johannesburg Arbeit zu finden. Im Laufe des Films zieht Zachariah von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle: als Minenarbeiter, Hausangestellter und Mitarbeiter in einer Autowerkstatt. Eines Nachts wird er von der Polizei aufgrund des „racial pass laws“ (einem Gesetz, das die Schwarzen Einwohner Südafrikas verpflichtete, einen Ausweis mitzuführen) verhaftet. Aus dem Gefängnis entlassen erfährt er, dass seine Frau ermordet wurde. MUEDA, MEMORIA E MASSACRE (Ruy Guerra, Mosambik 1979)
Der Film wurde 1981 im Forum gezeigt und ist der einzige mosambikanische Film im Arsenal-Archiv, allerdings ein Meilenstein. Zu sehen ist ein Stück anti-kolonialer Erinnerungsarbeit, ein öffentliches, von Laien in Szene gesetztes Re-Enactment des von den Portugiesen verübten Massakers von Mueda (1960). Das Ereignis galt in der späteren Geschichtsschreibung als Auslöser des bewaffneten Widerstands in Mosambik und wurde schon während der Kolonialzeit in populären Re-Enactments regelmäßig erinnert. Ruy Guerra drehte MUEDA mit einem durchaus dokumentarischen Interesse für diese theatrale Erinnerungspraxis. In der späterer Vermarktung als "erster mosambikanischer Spielfilm" zeigte sich bereits ein Deutungskonflikt an, der auch bald zu einer komplizierten Zensurgeschichte des Films führte. MATSOGO (Lerato Shadi, Südafrika 2013)
In MATSOGO stellt Lerato Shadi die Frage, wie wir Formen und Bedeutungen konstruieren und wahrnehmen. Die Künstlerin zerkrümelt ein Stück Schokoladenkuchen mit ihren Fingern. Aus den Krümeln wiederum knetet sie eine Dreiecksform, die dem Kuchenstück gleicht, aus exakt denselben Bestandteilen besteht, zugleich aber kein Stück Kuchen ist.
Der US-amerikanische Regisseur Lionel Rogosin drehte COME BACK, AFRICA in den späten 1950er Jahren in Johannesburg. Entstanden ist ein Film der einzigartig ist in seiner Darstellung des Lebensalltags der schwarzen Bevölkerung während der Apartheid. Erzählt wird die Geschichte von Zachariah Mgabi, der seine ländliche Heimat verlässt, um in Johannesburg Arbeit zu finden. Im Laufe des Films zieht Zachariah von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle: als Minenarbeiter, Hausangestellter und Mitarbeiter in einer Autowerkstatt. Eines Nachts wird er von der Polizei aufgrund des „racial pass laws“ (einem Gesetz, das die Schwarzen Einwohner Südafrikas verpflichtete, einen Ausweis mitzuführen) verhaftet. Aus dem Gefängnis entlassen erfährt er, dass seine Frau ermordet wurde. MUEDA, MEMORIA E MASSACRE (Ruy Guerra, Mosambik 1979)
Der Film wurde 1981 im Forum gezeigt und ist der einzige mosambikanische Film im Arsenal-Archiv, allerdings ein Meilenstein. Zu sehen ist ein Stück anti-kolonialer Erinnerungsarbeit, ein öffentliches, von Laien in Szene gesetztes Re-Enactment des von den Portugiesen verübten Massakers von Mueda (1960). Das Ereignis galt in der späteren Geschichtsschreibung als Auslöser des bewaffneten Widerstands in Mosambik und wurde schon während der Kolonialzeit in populären Re-Enactments regelmäßig erinnert. Ruy Guerra drehte MUEDA mit einem durchaus dokumentarischen Interesse für diese theatrale Erinnerungspraxis. In der späterer Vermarktung als "erster mosambikanischer Spielfilm" zeigte sich bereits ein Deutungskonflikt an, der auch bald zu einer komplizierten Zensurgeschichte des Films führte. MATSOGO (Lerato Shadi, Südafrika 2013)
In MATSOGO stellt Lerato Shadi die Frage, wie wir Formen und Bedeutungen konstruieren und wahrnehmen. Die Künstlerin zerkrümelt ein Stück Schokoladenkuchen mit ihren Fingern. Aus den Krümeln wiederum knetet sie eine Dreiecksform, die dem Kuchenstück gleicht, aus exakt denselben Bestandteilen besteht, zugleich aber kein Stück Kuchen ist.

