april 2018, berlinale forum

Im Kino: "SPK Komplex"

Mit Gerd Kroskes SPK KOMPLEX startet bereits am 19. April ein Film aus dem diesjährigen Forum in ausgewählten Kinos.

Die Dokumentation, die im Forum uraufgeführt wurde, erschließt unprätentiös und höchst beeindruckend ein wenig bekanntes Kapitel westdeutscher Geschichte und zeichnet anhand von aufwendig recherchierten Dokumenten und in Gesprächen mit ehemaligen Mitgliedern ein präzises Bild des gesellschaftlichen Klimas im Deutschen Vor-Herbst.

Gerd Kroske wird seinen Film in einigen Kinos persönlich vorstellen, so z.B. am 21. April im Berliner fsk-Kino und am 24. April im Wolf.

april 2018, berlinale forum

Kinostart "Spell Reel"

2011 tauchte in Guinea-Bissau ein Film- und Tonbandarchiv auf, das den Befreiungskampf gegen die Kolonialmacht Portugal (1963–74) dokumentiert. SPELL REEL (Deutschland/Portugal 2017) von Filipa César ist das Ergebnis eines vielschichtigen Recherche- und Digitalisierungsprojekts in Kooperation mit den guineischen Filmemachern und Freiheitskämpfern Sana na N’Hada und Flora Gomes. Beide begannen nach ihrer Filmausbildung in Kuba Anfang der 60er Jahre, die Kamera als Beobachter einzusetzen. Das wiedergefundene Archivmaterial wurde zunächst durch das Arsenal digitalisiert, um dann an verschiedenen Orten gezeigt, kommentiert, diskutiert und neu imaginiert zu werden. Ein mobiles, transnationales Kino, das zwischen abgelegenen Dörfern in Guinea-Bissau und europäischen Hauptstädten das Archiv zu einem Ort macht, an dem Menschen nach Gegenentwürfen zu einer Welt im Ausnahmezustand suchen.

Nun bringt arsenal distribution den Film, der im Forum 2017 uraufgeführt wurde, am 12.4. in die Kinos. Vorab zeigen wir ihn am 10.4. im Arsenal in Anwesenheit der Regisseurin und weiterer Gäste und präsentieren eine Sichtung zusätzlichen Filmmaterials mit Gespräch. Weitere Vorführungen in Berlin mit Gästen finden am 11.4. im Wolf-Kino statt sowie am 13.4. im Archive Kabinett mit Präsentation des Buches "Luta ca caba inda. Time Place Matter Voice. 1967–2017".

april 2018, berlinale forum

Das Forum in Paris

Auch in diesem Jahr zeigt das Goethe-Institut Paris im Rahmen der Veranstaltung "Die Berlinale in Paris" eine Auswahl von Filmen aus dem Programm des Forums, kuratiert von Birgit Kohler.

Eröffnet wird die Reihe am 11. April mit CASTING von Nicolas Wackerbarth (Deutschland 2017). Am 12. April steht AUFBRUCH von Ludwig Wüst (Österreich 2018) auf dem Programm. Am 26. April sind 11x14 von James Benning (USA 1977) sowie AGGREGAT von Marie Wilke (Deutschland 2018) in Anwesenheit der Regisseurin zu sehen. Und am 27. April präsentiert Birgit Kohler DEN' POBEDY (VICTORY DAY) von Sergej Losnitza (Deutschland 2018).

april 2018, berlinale forum

Cinéma du Réel: Grand Prix für "L. Cohen"

L. COHEN von James Benning hat den Grand Prix des Internationalen Dokumentarfilmfestivals CINÉMA DU RÉEL in Paris erhalten. Die 45-minütige Arbeit, die im diesjährigen Forum Expanded uraufgeführt worden war, zeigt ein Feld in Oregon an einem ganz besonderen Tag.

märz 2018, berlinale forum

New Visions Award für "Wild Relatives" in Kopenhagen

WILD RELATIVES von Jumana Manna hat beim Dokumentarfilmfestival CPH:DOX in Kopenhagen den New Visions Award erhalten. Der Film, der im diesjährigen Forum uraufgeführt worden war, verknüpft lose verschiedene Erzählungen in Libanon, Syrien und Norwegen und öffnet Raum zum Nachdenken über Fragen zu Artenvielfalt, Resilienz, globaler Gerechtigkeit und Klimawandel sowie über menschengemachte Katastrophen und die Anstrengungen, sie zu bezwingen.

februar 2018, berlinale forum

Wiederholung von Forum-Filmen

Wie jedes Jahr wiederholt das Arsenal im Anschluss an das Festival einige Filme aus dem Programm des Forums und Forum Expanded: AN ELEPHANT SITTING STILL von Hu Bo, DEN' POBEDY (VICTORY DAY) von Sergei Losnitza, DIE TOMORROW von Nawapol Thamrongrattanarit, DJAMILIA (JAMILIA) von Aminatou Echard, PREMIÈRES SOLITUDES (YOUNG SOLITUDE) von Claire Simon und L. COHEN von James Benning.

februar 2018, berlinale forum

Sektionsübergreifender Dokumentarfilmpreis für "Waldheims Walzer"

WALDHEIMS WALZER von Ruth Beckermann erhält den sektionsübergreifenden, mit 50.000 Euro dotierten Dokumentarfilmpreis. Das Preisgeld wird von Glashütte Original gestiftet. Insgesamt waren 18 Filme aus den Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum, Generation, Berlinale Special, Perspektive Deutsches Kino sowie der Sonderreihe Kulinarisches Kino nominiert. Eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Cíntia Gil, der Leiterin von Portugals wichtigstem Dokumentarfilmfestival Doclisboa, der deutschen Filmemacherin Ulrike Ottinger sowie dem us-amerikanischen Journalisten und Filmemacher Eric Schlosser entschied über die Vergabe.

februar 2018, berlinale forum

Preise der unabhängigen Jurys

Die unabhängigen Jurys der Berlinale vergaben Preise an zwei weitere Filme aus dem Programm des Forums. Der Internationale Verband der Filmkunsttheater, die Conféderation Internationale des Cinémas D'Art et Essai (C.I.C.A.E.), prämierte TEATRO DE GUERRA (THEATRE OF WAR) von Lola Arias, der auch den mit 2.500 Euro dotierten Preis der Ökumenischen Jury erhielt. Der Preis der Leser*innenjury des Tagesspiegel ging an L'EMPIRE DE LA PERFECTION (IN THE REALM OF PERFECTION) von Julien Faraut.

februar 2018, berlinale forum

Caligari-Preis für "La casa lobo"

LA CASA LOBO (THE WOLF HOUSE) von Cristóbal León und Joaquín Cociña erhält den diesjährigen Caligari-Preis. Die Begründung der drei Juror*innen Margarete Wach (film-dienst), Vanessa Elges (Kommunales Kino Saarbrücken) und Peter Link (Kommunales Kino Lingen) lautet: Ein Projekt ins Unbekannte ist immer ein Wagnis und erfordert Mut. Damit verbundene Emotionen bewegen, lassen Träume aufleben und Traumata verarbeiten. Beständigkeit

eröffnet immerwährende detailreiche Metamorphosen. Vergänglichkeit vollzieht sich auch im vermeintlichen Innehalten. Abstraktionsebenen beflügeln ein anderes Sehen historischer und politscher Ereignisse. Wiegenlieder, wie „Schlaf, Kindlein, schlaf“, regen zum zusätzlichen Nachsinnen an. Faszination ausgelöst durch eine Abwechslung mit kastilisch- und deutschsprachigen Erzählsträngen, einer (Ver-)mischung von Märchen und 10.000enden voneinzelnen Einstellungen in atemberaubendem Stopptrick mit diversen Materialien entwickelt eine Sogwirkung für den Blick in: LA CASA LOBO.

februar 2018, berlinale forum

FIPRESCI-Preis für "An Elephant Sitting Still"

Der diesjährige Preis des internationalen Verbands der Filmkritik (FIPRESCI) für einen Film aus dem Forum geht an AN ELEPHANT SITTING STILL von Hu Bo, den diese Ehrung leider nicht mehr erreicht - der Regisseur nahm sich nach Fertigstellung des Films im Alter von 29 Jahren das Leben. Die Jury-Mitglieder waren Ahmed Muztaba Zamal, Carlota Mosegui und Teresa Vena.

februar 2018, berlinale forum

Forum Filme auf Festival Scope

Erstmals bietet die Berlinale in diesem Jahr eine kleine Auswahl von Filmen aus verschiedenen Sektionen als Festivalvorführungen im Web an. Das gemeinsame Projekt mit der Plattform Festival Scope richtet sich an Interessierte, die nicht zum Festival kommen können.

Aus dem Programm des Forums sind FOTBAL INFINIT (INFINITE FOOTBALL) von Corneliu Porumboiu, TEATRO DE GUERRA (THEATRE OF WAR) von Lola Arias und 14 APPLES von Midi Z zu sehen.

Die Filme über Festival Scope sind beschränkt auf Deutschland und noch bis zum 28. Februar verfügbar.

februar 2018, berlinale forum

Geschichten vom Kübelkind: Kneipenkino

1971 liefen die GESCHICHTEN VOM KÜBELKIND im ersten Internationalen Forum des Jungen Films. Nun wurde die Serie um das von Kristine Deloup dargestellte, stets im roten Kleid auftretende rebellische „Kübelkind“ und sein anarchistisches Ringen mit der Gesellschaft digital restauriert.

Ula Stöckl und Edgar Reitz positionierten sich mit der 25 Folgen umspannenden Serie von 16mm-Kurzfilmen unterschiedlicher Länge, die sie ausschließlich mit FreundInnen realisierten, außerhalb des Systems Kino. In einem Münchner Kneipenkino konnten die Gäste einzelne Folgen anhand einer Menükarte bestellen. Gemeinsam mit dem Dokumentarfilm DER FILM VERLÄSST DAS KINO: VOM KÜBELKIND EXPERIMENT UND ANDEREN UTOPIEN von Robert Fischer kommt eine Auswahl der Filme nun zur Wiederaufführung.

Zusätzlich findet im silent green am Montag, den 19. Februar ein der damaligen Aufführungspraxis nachempfundenes „Kneipenkino“ mit kleinem Imbiss in Anwesenheit von Ula Stöckl und Edgar Reitz statt.

februar 2018, berlinale forum

Shaihu Umar: Digitale Uraufführung eines wiederentdeckten Films

Abubakar Tafawa Balewa, Schriftsteller und späterer Ministerpräsident von Nigeria, schuf mit seiner biografischen Erzählung "Shaihu Umar" aus dem Jahr 1955 einen Bestseller. 1976 verfilmte Adamu Halilu den im späten 19. Jahrhundert spielenden Stoff um einen islamischen Gelehrten, der seinen durch die Sklaverei geprägten Lebensweg erzählt und weit über übliche Szenarien kolonialer Literatur hinausgeht. Bei seiner Veröffentlichung in Nigeria ein großer Erfolg, blieb der Film international wenig bekannt und wurde kaum gezeigt. Lange Zeit galt er als verschollen, bis 2016 die Rollen mehrerer Kopien im Archiv der Nigerian Film Corporation wiederentdeckt wurden. Aus diesen Fragmenten hat das Arsenal – Institut für Film und Videokunst mit Unterstützung des Auswärtigen Amts den Film rekonstruiert und restauriert. Die in neuer Pracht erstrahlende digitale Fassung von SHAIHU UMAR wird im Forum erstmals aufgeführt.

Einen Auszug aus der literarischen Vorlage von Abubakar Tafawa Balewa haben wir in der diesjährigen Programmbroschüre veröffentlicht. Ein Panel im Rahmen von "Think Film No. 6 - Archival Constellations" widmet sich der Entdeckung und Veröffentlichung der Bestände des nationalen Filmarchivs in Jos, Nigeria - einem Meilenstein nicht nur für die Filmkultur, sondern für die Geschichtsschreibung im Allgemeinen.

februar 2018, berlinale forum

Forum Expanded Ausstellungen und Eröffnungen

Mit der Eröffnung der Gruppenausstellung in der Akademie der Künste am Hanseatenweg startet am 14. Februar die dreizehnte Ausgabe von Forum Expanded. Unter dem Titel "A Mechanism Capable of Changing Itself" sind dort bis zum 26. Februar Arbeiten von James Benning, Musquiqui Chihying und Gregor Kasper, Laura Horelli, Marta Hryniuk, Jane Jin Kaisen, Nesrine Khodr, Bahar Noorizadeh, Jen Liu, Ash Moniz, The Otolith Group, Song Sanghee, Kerstin Schroedinger und Ala Younis versammelt. Bereits einen Abend zuvor, am 13. Februar, eröffnet die Ausstellung "We Are Not Worried In The Least" von Jasmina Metwaly, die SAVVY Contemporary im Rahmen von Forum Expanded präsentiert. Die diesjährige Videoinstallation im Marshall McLuhan Salon der Botschaft von Kanada, "Special Works School" von Bambitchell (Sharlene Bamboat & Alexis Mitchell), ist ab dem 15. Februar zu sehen.

januar 2018, berlinale forum

Forum Special Screenings

Mit einer Reihe von Special Screenings, die einer alternativen Filmgeschichtsschreibung verpflichtet sind, komplettiert das Forum sein Programm.

Seit seiner Gründung 1971 hat das Forum sein Augenmerk stets auch auf historische Filme gelegt. Dabei rüttelt es an einem filmischen Kanon, der sein Hauptinteresse auf in Westeuropa und Nordamerika entstandene Spielfilme richtet. In Opposition dazu widmet sich das diesjährige Programm dem Kino afrikanischer Länder, dem Dokumentar- und Experimentalfilm, dem Anti-Kino-Film und dem anrüchigen B-Movie und „Schmuddelkino“.

januar 2018, berlinale forum

Forum 2018: Im Reich der Perfektion – und anderswo

Zum 48. Mal veranstaltet das Arsenal – Institut für Film und Videokunst im Rahmen der Berlinale das Forum. Das Hauptprogramm umfasst in diesem Jahr 44 Filme, darunter 35 Weltpremieren.

21 Jahre nach seinem Regiedebüt THE DAY A PIG FELL INTO THE WELL kehrt der koreanische Regisseur Hong Sangsoo ins Forum zurück. GRASS ist eine heiter-melancholische Geschichte über Gäste eines kleinen Cafés, dessen Inhaber die klassische Musik liebt. Kim Minhee, die 2017 den Silbernen Bären für die beste Darstellerin gewann, spielt hier die Frau am Ecktisch mit dem Laptop, die sich vom Geschehen inspirieren lässt, die Fäden der Dialoge aufnimmt und weiterspinnt, manchmal aktiv ins Geschehen eingreift. Oder ist sie selbst die Autorin der Beziehungsminiaturen, deren Geschichten und Themen einander spiegeln?

januar 2018, berlinale forum

13. Forum Expanded — das komplette Programm

Die Programmauswahl für das 13. Forum Expanded, das am 14. Februar unter dem Titel „A Mechanism Capable of Changing Itself“ in der Akademie der Künste am Hanseatenweg eröffnet wird, ist abgeschlossen. Zu den ausgewählten Arbeiten gehören insgesamt 34 Filme und Videoarbeiten aller Längen und Genre, sowie 15 Installationen aus insgesamt 27 Ländern.

Das Programm umfasst auch in diesem Jahr eine breite Vielfalt an Arbeiten, die mit dokumentarischen Mitteln die Möglichkeiten des Kinos, aber auch der Musik erforschen und einsetzen, um fragend, aufzeigend, analysierend oder verändernd in das gesellschaftliche und politische Weltgeschehen einzugreifen. Dabei erweitern sie nicht zuletzt auch den Begriff des Dokumentarischen selbst.

januar 2018, berlinale forum

Aus besonderem Anlass: "Streetscapes (Dialogue)"

Zum Anlass des 70. Geburtstages des Künstlers, Filmemachers und Autors Heinz Emigholz zeigt das Arsenal am 15. Januar einen seiner jüngsten Filme: STREETSCAPES (Forum 2017). Wir freuen uns sehr, Heinz Emigholz dazu im Kino zu begrüßen.

1974 lief mit "Arrowplane" erstmalig ein Film von Heinz Emigholz im Forum. Bis 2017 waren 30 weitere Filme im Forum oder Forum Expanded zu sehen, jeder einzelne eine Neuverhandlung des Kinos. Auch mit dem Arsenal verbindet Emigholz eine langjährige Zusammenarbeit: In den 90er Jahren trug die von ihm kuratierte UdK-Reihe "Experimentelle Filmgestaltung" dazu bei, den Möglichkeitsraum des Experimentalfilms zu erweitern, was 2012 zu dem gemeinsam ausgerichteten Kongress "Think:Film" führte. Seit 2008 bereichert Emigholz das Arsenal-Programmheft mit einer Serie von Zeichnungen und Texten.

dezember 2017, berlinale forum

13. Forum Expanded: "A Mechanism Capable of Changing Itself"

In einer Notiz aus dem Jahr 1947 schreibt die Pionierin des Avantgarde-Kinos Maya Deren: "Marxismus – einzige politische Theorie die einen Mechanismus entwickelt der sich selbst verändern kann – wie im Konzept des absterbenden Staats". Mit diesem Zitat beginnt die Medienwissenschaftlerin Ute Holl einen Aufsatz zur Theorie der Filmpoetin und deren Entwurf eines Kinos, das "nachhaltig in die sinnlichen und sozialen Verhältnisse aller interveniert, die an dieser laufenden Kommunikation teilhaben." Der diesem Aufsatz entlehnte Programmtitel "A Mechanism Capable of Changing Itself" verweist auf die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten des Kinematografischen, die besonders im Formenreichtum dokumentarischer Arbeiten ihren Ausdruck finden.

Seit seiner Gründung legt Forum Expanded ein besonderes Augenmerk auf das Dokumentarische. Der Begriff umfasst auch in diesem Jahr Archivarbeit, Fiktion und Experiment, sofern darin eine Wirklichkeit zum Ausdruck kommt, die Vergangenes neu erzählt und zu einer möglichen Zukunft werden lässt.

september 2017, berlinale forum

Oscar-Anwärter

Drei Filme aus dem Programm des Forums vertreten ihre Herkunftsländer im Wettbewerb um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film: NEWTON von Amit Masurkar wurde von Indien eingereicht, TEMPESTAD von Tatiana Huezo vertritt Mexiko, und Laura Schroeders BARRAGE geht für Luxemburg ins Rennen.

Die finalen neun Nominierungen werden von einem Freiwilligenkomitee aus Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) sowie von einem zwanzigköpfigen Gremium für fremdsprachige Filme, dem Foreign Language Film Award Executive Committee, vorgenommen und im Januar 2018 bekannt gegeben.

september 2017, berlinale forum

Deutscher Filmkunstpreis für "Casting"

Beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen ist CASTING von Nicolas Wackerbarth mit dem Filmkunstpreis 2017 ausgezeichnet worden. Der Preis, der ex aequo auch an "Western" von Valeska Grisebach ging, ist mit 50.000 Euro dotiert.

CASTING war im diesjährigen Forum uraufgeführt und von Publikum und Filmkritik gleichermaßen begeistert aufgenommen worden.

september 2017, berlinale forum

Das Forum zu Gast in Brüssel

Das Goethe-Institut Brüssel präsentiert im Rahmen seiner Reihe "German Film Festivals on Tour" die belgische Premiere von vier Filmen aus dem Programm des Forums von 2016 und 2017 im BOZAR.

Den Auftakt am 18. September bildet AUS EINEM JAHR DER NICHTEREIGNISSE von Ann Carolin Renninger und René Frölke (Deutschland 2017), gefolgt von einem Filmgespräch mit Regisseur René Frölke und Birgit Kohler. Im Anschluss ist EL MAR LA MAR von Joshua Bonnetta und J.P. Sniadecki (USA 2017) zu sehen.

Am 19. September werden CASA ROSHELL von Camila José Donoso (Mexiko/Chile 2017) und TA’ANG von Wang Bing (China 2016) gezeigt.

september 2017, berlinale forum

Kinostart "In den letzten Tagen der Stadt"

Mit IN DEN LETZTEN TAGEN DER STADT (AKHER ALYAM EL MADINA) von Tamer El Said bringt arsenal distribution in Kooperation mit Wolf den Caligari-Preisträger aus dem Jahr 2016 in ausgewählte Kinos. Der Film, der im Forum uraufgeführt worden war und in der Folge auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet wurde, erzählt von Khaled, der auf der Suche nach Motiven für einen Film durch Kairo streift, während die Stadt und sein Privatleben allmählich zu zerfallen scheinen. Erinnerungen an bessere Zeiten, Gespräche mit Freunden, eine Hommage an eine Metropole in Aufruhr.

november 2015, berlinale forum

Forumtitel bei arsenal distribution

Aus dem diesjährigen Berlinale Forum konnten bisher folgende Filme in den Verleih von arsenal distribution übernommen werden: BALIKBAYAAN #1 OVERDEVELOPMENT REDUX III von Kidlat Tahimik, COUNTING von Jem Cohen, HOTLINE von Silvina Landsmann, THE DAYS RUN AWAY LIKE WILD HORSES OVER THE HILLS von Marcin Malaszczak und THE FORBIDDEN ROOM von Guy Maddin und Evan Johnson.

Anlässlich des Kinostarts des diesjährigen Caligari-Preisträgers BALIKBAYAAN wird Kidlat Tahimik im kommenden März mit einer umfangreichen Retrospektive im Kino Arsenal gewürdigt.

juli 2015, berlinale forum

Forum Expanded Summer Screening: "Out on the Street"

Mit einem Summer Screening von Jasmina Metwaly und Philip Rizk's Film BARRA FEL SHARE' (Out on the Street) am 14. Juli im silent green Kulturquartier kehrt Forum Expanded in das ehemalige Krematorium in der Gerichtsstraße zurück, das es 2013 als Veranstaltungsort bespielte.

OUT ON THE STREET (Ägypten 2015, 72 min) ist ein Film über eine Gruppe von Arbeitern in Helwan, einem Arbeiterviertel in Kairo. Zehn Fabrikangestellte nehmen an einem Schauspiel-Workshop teil. Während der Proben kommen Themen wie Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz, Polizeibrutalität oder erfundene Bußgelder auf, sowie unzählige Geschichten von Korruption und Ausbeutung durch kapitalistische Arbeitgeber. Ein Studio auf einem Hausdach mit Blick über das Herz von Kairo fungiert als Raum zwischen Realität und Fiktion. Hier tauchen die Workshopteilnehmer in ihre Rollen hinein und wieder aus ihnen heraus, und entwickeln dabei ein Stück, das sich mit ihrer Alltagsrealität befasst. Der Film verbindet Szenen aus dem Workshop mit gespielten Szenen und Handy-Aufnahmen eines Arbeiters, die als Beweis vor Gericht im Kampf gegen die Abschaffung seines Arbeitsplatzes dienen sollen. Die hybride filmische Herangehensweise zielt darauf ab, eine kollektive Vorstellungswelt zu schaffen, die Workshopteilnehmer und Zuschauer in einem weiter gefassten sozialen Kampf miteinander vereint.

OUT ON THE STREET wurde im Rahmen des diesjährigen Forum Expanded uraufgeführt und ist derzeit Bestandteil des Beitrags von Jasmina Metwaly und Philip Rizk für den Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig.

Im Anschluss an das Summer Screening im silent green Kulturquartier findet eine Diskussion mit den Filmemachern statt.

april 2015, berlinale forum

Forum Expanded @ Oberhausen

Eine Auswahl der kürzlich in den Verleih übernommenen Filme, die im Rahmen von Forum Expanded 2015 ihre Premiere gefeiert haben, präsentieren wir bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen: WAYWARD FRONDS (USA 2014) von Fern Silva, der eine Zukunftsvision zeigt, in der die Zivilisation von einer florierenden Umwelt verschlungen wird; CALAMITY QUI? / CALAMITY WHO? (Kanada, Frankreich 2014) von Isabelle Prim, in dem die Schauspielerin Christine Boisson in ihrer Pariser Wohnung interviewt wird; Marwa Arsanios’ HAVE YOU EVER KILLED A BEAR? OR BECOMING JAMILA (Libanon 2014), in dem die Geschichte bzw. die Titelbilder der ägyptischen Zeitschrift Al-Hilal den Ausgangspunkt für ein Porträt der algerischen Freiheitskämpferin Jamila Bouhired bildet sowie ORCHARD STREET (USA 1955/2014), die erste filmische Arbeit von Ken Jacobs, die erst 60 Jahre nach seiner Entstehung in der ursprünglich geplanten, halbstündigen Version zu sehen ist.

februar 2015, berlinale forum

Forum Expanded Think:Film No.3

In Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung präsentiert Forum Expanded eine Reihe von Vorträgen und Panels unter dem Titel Think:Film No. 3 in der Akademie der Künste.

Zum Auftakt wird das diesjährige Thema "To the Sound of the Closing Door" am Samstag, den 7. Februar in vier Keynote-Vorträgen verhandelt und in den folgenden Tagen in verschiedenen Panels vertieft. Abschließend wird am Donnerstag, den 12. Februar zum zweiten Mal der Think:Film Award an eine Arbeit aus dem Programm von Forum Expanded verliehen.

februar 2015, berlinale forum

B-Schemes Filme

Das Forum zeigt zwei Filme des Projekts "B-Schemes", eines Archivprojekts und Filmprogramms zu Filmproduktionen für schwarze Zuschauer im Südafrika der 1970er und 1980er Jahre, das im Rahmen von "Visionary Archive" von Darryl Els initiiert wurde.

Bis zum Ende der Apartheid entstanden mit staatlicher Förderung zahlreiche sogenannte B-Scheme-Filme von meist weißen Produzenten für ein schwarzes Publikum. Mit dem Gangsterfilm JOE BULLET wollte der südafrikanische Produzent Tonie van der Merwe 1973 einen neuen Markt erobern. Inspiriert von der schwarzen Popkultur der Zeit und dem amerikanischen Blaxploitation-Genre, war der von Louis de Witt inszenierte actionreiche Film über ein manipuliertes Fußballfinale einer der ersten mit durchweg schwarzer Besetzung. JOE BULLET bot seinem Publikum die Vision eines Daseins, das nicht der Wirklichkeit der meisten schwarzen Südafrikaner unter der Apartheid entsprach. Obwohl der Film nicht offenkundig politisch war, wurde er bald verboten und lange nicht gezeigt. Im Rahmen des Forums kommt das Werk nun restauriert zur Wiederaufführung. UMBANGO (THE FEUD), inszeniert von Tonie van der Merwe im Jahr 1986, ist einer der wenigen noch erhaltenen Western aus dieser Zeit, eine typische Wildwestgeschichte vom Kampf Gut gegen Böse. Mit Ausnahme eines Gringos (der gleich zu Beginn erschossen wird), ist auch dieser Populärfilm in komplett schwarzer Besetzung entstanden. Regisseur und Produzent Tonie van der Merwe wird als Gast zu den Vorführungen am 6. Februar erwartet.

Am 11. Februar stellt Darryl Els sein Projekt im Rahmen eines Panels zu "Visionary Archive" in der Akademie der Künste vor. Beide Filme sind am 14. und 15. Februar in Anwesenheit von Darryl Els nochmals zu sehen.

februar 2014, berlinale forum

Think:Film Award für Amie Siegel

Der im Rahmen von Forum Expanded erstmalig vergebene Think:Film Award geht an Amie Siegel für PROVENANCE. Der Preis, der eine Präsentation der ausgezeichneten Arbeit im Kino Arsenal sowie in der in Gründung befindlichen Cimatheque in Kairo beinhaltet, wird gemeinsam mit der Allianz Kulturstiftung ausgelobt und würdigt eine Arbeit, die ihr Medium auf kreative Weise dazu nutzt, geopolitische Verortungen zu reflektieren, ästhetische Erfahrungsräume zu erweitern und mentale Perspektivwechsel zu ermöglichen. Der Jury gehörten Mohamed Beshir (Kairo), Marcel Schwierin (Berlin) und Ala Younis (Amman) an.

februar 2014, berlinale forum

Musical Extravaganza von Ja, Panik und Christiane Rösinger

Anlässlich der Premiere von Georg Tillers DMD KIU LIDT spielen die Mitglieder der porträtierten Band Ja, Panik sowie Christiane Rösinger, Chris Immler und Maurice Summen am Freitag 14. Februar im Alter Roter Löwe Rein in der Richardstraße 31 in Neukölln einige Klavierstücke ihrer Songs. Einlass ist ab 19:30, die Musik beginnt um 20 Uhr.

januar 2013, berlinale forum

"For Ellen" und "Hiver nomade" im Kino

Bild aus For Ellen

Mit FOR ELLEN und HIVER NOMADE starten diese Woche gleich zwei Filme aus dem Programm des letztjährigen Forums in den Kinos. FOR ELLEN, der dritte Film von So Yong Kim nach IN BETWEEN DAYS und TREELESS MOUNTAIN erzählt von einem pflichtvergessenen Rockmusiker, der nach langer Abwesenheit verzweifelt versucht, eine Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen. Manuel von Stürlers Debütfilm HIVER NOMADE, der gerade mit dem europäischen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurde, begleitet den beschwerlichen Alltag zweier Schweizer Schafhirten während der Wintermonate.

märz 2018

49. Berlinale Forum

Das 49. Berlinale Forum findet vom 7. bis 17. Februar 2019 im Rahmen der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin statt. Die Online-Filmanmeldung ist ab September über die...

mehr