Lara Khaldi und Yazan Khalili: In the Name of the Father (2011)

(1) MY FATHER IS STILL A COMMUNIST: INTIMATE SECRETS TO BE PUBLISHED 2011 (2) AS THEY SAY 2011 (3) BE QUIET 2006 (4) MOUSTACHE 2010 (5) THE FOURTY-SECOND WINTER 2009

MY FATHER IS STILL A COMMUNIST: INTIMATE SECRETS TO BE PUBLISHED
Ahmad Ghossein, Libanon 2011, OmE, 35 min

Alles, was von der Beziehung meiner Eltern übrig geblieben ist, ist ein Berg von Audiokassetten, die sie sich während des Bürgerkriegs im Libanon als Liebesbriefe zuschickten. Als Kind malte ich mir aus, wie mein Vater dort als kommunistischer Kriegsheld kämpfte.

Ahmad Ghossein, geboren 1981 in Beirut, ist Filmemacher und Videokünstler. Seine Arbeiten wurden unter anderem im MoMA und im New Museum in New York, Kunsthallen in Oslo, Home Works in Beirut, auf dem Dubai Filmfestival gezeigt, sowie dem Forum Expanded der Berlinale (2012).

AS THEY SAY (KIF MA YI QULU)
Hicham Ayouch, Marokko, Vereinigte Arabische Emirate 2011, OmE, 13 min

Vater und Sohn machen einen Ausflug in die Berge zu einem gemeinsamen Angelwochenende. Als der Sohn dem Vater gesteht, dass er schwul ist, eskaliert die Situation: Männlichkeitsproben, Rituale, Gewalt, Gefühlserruptionen, Sprachlosigkeit und ein unerwartetes Ende. Der Film zeugt nicht nur von einem Familien- und Generationenkonflikt, sondern platziert diesen inmitten einer Überwältigenden Landschaft (das Rifgebirge), die darin selbst zum Akteur wird. 2011 wurde Hicham Ayouch als einer von sechs FilmemacherInnen von der 10. Sharjah Biennale dazu eingeladen, eine Arbeit zu produzieren. AS THEY SAY ist das Ergebnis dieser Einladung.

Hicham Ayouch, geboren 1976 in Frankreich, arbeitete einige Jahre für das französische Fernsehen, bevor er anfing Drehbücher zu schreiben und Regie zu führen. Sein erster Film, THE KING'S QUEENS (2005), untersuchte den Status der Frau in Marokko, ANGEL'S DUST (2006) beschäftigte sich mit autistischen Jugendlichen. Seither hat er zwei Langspielfilme gedreht, EDGES OF THE HEART (2006) und CRACKS (FISSURES, 2008).

BE QUIET
Sameh Zoabi, Palästina 2006, OmE, 19 min

BE QUIET erzählt die Geschichte eines Jungen und seines Vaters auf ihrem Heimweg nach Nazareth. Was eine ganz gewöhnliche Autofahrt werden sollte wird von politisch aufgeladener Spannung und militarisierter Wirklichkeit gestört, zwei Aspekten, die den schwelenden Streit zwischen dem selbstgerechten Vater und seinem dickköpfigen Sohn befeuern.

Sameh Zoabi wurde 1975 in dem palästinensischen Dorf Iksal, in der Nähe von Nazareth geboren. 1998 erhielt er an der Tel Aviv University seinen Abschluss in Film- und Englischer Literaturwissenschaft. Im Jahr 2005 erhielt er einen MFA in Filmregie der Columbia School of the Arts. Das Filmmaker Magazine ernannte ihn zu einem der Top 25 der Nachwuchskünstler im unabhängigen Film. Kürzlich hat er sein Spielfilmdebut MAN WITHOUT A CELL PHONE fertig gestellt.

MOUSTACHE
Meqdad Al Kout, Kuwait 2010, OmE, 14 min

Der Film spielt im alten Kuwait und beschreibt das Leben eines Mannes, dem es nicht gelingt, sich einen Schnurrbart wachsen zu lassen.

Meqdad Al-Kout, geboren 1983, hat einen BA in Englischer Literaturwissenschaft der Kuwait University abgeschlossen und als Produktions- sowie Regieassistent für viele Werbespots gearbeitet. Er hat einige Kurzfilme geschrieben und umgesetzt, die bei vielen Festivals gezeigt wurden, darunter auch sein Kurzfilm MOUSTACHE, der u.a. für das Rio de Janeiro International Film Festival 2010 ausgewählt wurde.

THE FORTY-SECOND WINTER
Ehab Tarabieh, Syria 2009, OmE,15 min

A series of winter frames of an Arab Syrian village near Mount Hermon in the Golan Heights. The filmmaker takes a close look at ‘the dance of life’ his aging parents are leading, 42 winters since the Israeli occupation of the Golan Heights.

Ehab Tarabieh was born in 1982 in Majdal Shams, in the occupied Golan Heights. Ihab Tarabieh is a filmmaker and a human rights activist. He currently lives in Jerusalem.