august 2018, distribution news

"Geschichten vom Kübelkind" (1971)

von Ula Stöckl und Edgar Reitz, mit Kneipenkino-Tour

Wir freuen uns sehr, die Geschichten vom Kübelkind in digital restaurierter Fassung neu im Verleih zu haben. Das Kübelkind ist eine anarchisch-ausser-soziale Kunstfigur, die unfreiwillig gegen die verengten gesellschaftlichen Verhältnisse kämpft. Sie erwächst aus einer Plazenta, entsorgt in einer Krankenhausmülltonne. Stets im roten Kleid und mit roten Strümpfen entdeckt sie die Welt um sie herum. Sie lernt neugierig, was von ihr erwartet wird und viel darüber hinaus. Dieses Zuviel und ihr Nachfragen, sprengen den Rahmen des Anerkannten. Sie wird missverstanden, eckt an, wird abgestraft, geschändet, ermordet und ist doch nicht tot zu kriegen. Ihre Geschichten haben alle möglichen Zeiten und spielen in allen möglichen Zeiten. Und egal, was dem Kübelkind widerfährt, ob sie überlebt oder stirbt, ihr Motto bleibt: „Wenn man erst tot ist, wird das Leben wieder schön!“

august 2018, distribution news

"Yours in Sisterhood"

von Irene Lusztig, Kinostart: 6. Dezember 2018

Auf den ersten Blick sind es unscheinbare Orte, an denen Irene Lusztig auf ihrer zweijährigen Reise durch die USA mehrheitlich Frauen bittet, Leserbriefe vorzulesen und zu kommentieren, die aus dem Archiv der liberal-feministischen Zeitschrift „Ms.“ stammen. Geschrieben vor ungefähr 40 Jahren, zumeist von Frauen, die in der Zeitschrift erschienene Artikel zum Anlass nahmen, von sich zu erzählen – offenherzig, privat, oft erleichtert, manchmal erbost. In den Briefen geht um Schwangerschaftsabbrüche, um lesbische Liebesaffären von verheirateten Frauen, um die Ignoranz des Magazins gegenüber Lebenswirklichkeiten schwarzer Frauen…

februar 2018, distribution news

"Shaihu Umar" (Nigeria 1976)

von Adamu Halilu

Lange Zeit galt SHAIHU UMAR als verschollen. Dem 1976 in Hausa gedrehten Film liegt die gleichnamige Erzählung von Abubakar Tafawa Balewa von 1955 zugrunde. Balewa war von 1957 bis zu seiner Ermordung 1966 Ministerpräsident Nigerias. SHAIHU UMAR, angesiedelt im Norden Nigerias zum Ende des 19. Jahrhunderts, beginnt mit einem Gespräch zwischen Studenten des Islam und ihrem angesehenen Lehrer, Shaihu Umar. Aufgrund seiner Weisheit nach seiner Herkunft befragt, beginnt er, seine Geschichte zu erzählen.

januar 2018, distribution news

"Forgetting Vietnam"

von Trinh T. Minh-ha

Einer der Schöpfungsmythen Vietnams erzählt vom Kampf zwischen zwei Drachen, deren ineinander verschlungene Leiber ins Südchinesische Meer fielen und die S-förmig gebogene Küste Vietnams bildeten. Durch seine geopolitische Lage hängt Vietnam vom Gleichgewicht zwischen Bodenkultur und Wasserwirtschaft ab. 1995 auf Hi-8 und 2012 auf HD und SD gedreht, entfalten sich die Bilder in FORGETTING VIETNAM als Dialog zwischen den Elementen Land und Wasser, gleichzeitig geben sie Einblick in die Geschichte der Bildtechnologie und der politischen Wirklichkeit Vietnams. Eine dritte Ebene bilden Erinnerungen von Zeitzeug*innen an einen Krieg, der die USA so sehr gespalten hat wie kaum ein anderer.

 

oktober 2017, distribution news

Georgisches Kino aus der Sammlung des Arsenal

Erfindungsreichtum, surrealer Humor, eine poetische Bildsprache und satirischer Scharfblick – seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat Georgien ganz eigene Filmsprachen und Stile hervorgebracht. Mit der Filmszene verbindet das Arsenal seit langem eine enge und besondere Beziehung und es verfügt mit rund 130 Kopien über die zweitgrößte Sammlung georgischer Filme außerhalb des Landes.

Drei dieser Filme - DIDI MTSWANE WELI (Ein großes, grünes Tal, 1967) von Merab Kokotschaschwili, RAMDENIME INTERWIU PIRAD SAKITCHEBSE (Einige Interviews zu persönlichen Fragen, 1978) von Lana Gogoberidse und SGHWARZE (Am Rande, 1993) von Dito Tsintsadze - konnten mit Mitteln des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amts digital restauriert werden und liegen jetzt als DCP im georgischen Original mit dt. UT vor.

märz 2017, distribution news

"Hachimiri Madness – Japanese Indies from the Punk Years"

10 Filme der Reihe neu im Verleih

Unter dem Titel "Hachimiri Madness – Japanese Indies from the Punk Years" zeigte das Forum 2016 eine Reihe neu digitalisierter japanischer 8-mm-Filme aus den Jahren 1977 bis 1990, die den rebellischen Geist jener Zeit atmen. Viele der heute profilierten Regisseure Nippons debütierten mit langen Spielfilmen in diesem Format – die wenigsten davon sind je international gezeigt worden. Wir freuen uns, zehn der elf Filme nun als DCPs mit englischen Untertiteln im Verleih zu haben.