Juni 2013, kino arsenal

If sex takes no time (and was kein lebendes Bild) (Stephan Geene)

L'HYPOTHESE DU TABLEAU VOLE, 1978

Stephan Geenes Living-Archive-Projekt besteht aus einer Aufführung eines Films aus dem Archiv, Raúl Ruiz' L'HYPOTHESE DU TABLEAU VOLE (F 1978) nach Motiven von Pierre Klossowski um Fragen des Bildes, des Körpers und seines Sich-Ausstellens (17.6.). Die Tableaux vivants aus dem Film finden sich auch in einer Installation in den KW wieder. Zur Eröffnung der dortigen Ausstellung (5.6.) wird die Installation mit einer (anti-)theatralen Aufführung aktualisiert (mit Joana Barrios). Die Figur des lebenden Bildes aus Ruiz' Film wird damit mit der Frage verbunden, was das Lebendige eines living archives sein kann und was es heißt, historisches Material "wiederzubeleben".

Filme aus unserem Archiv:

L'HYPOTHESE DU TABLEAU VOLE (Die Hypothese vom gestohlenen Gemälde, Raúl Ruiz, Frankreich 1978, 17.6.)
Dies ist die Geschichte eines geheimnisvollen Bildersammlers, der auch Interpretationen sammelte. Dieser Sammler, der eine Serie von Bildern eines Malers namens Tonnerre besitzt, scheint uns zu einer Art Führung einzuladen, in deren Verlauf er den Grund des Skandals herauszufinden sucht, den die Bilder zu ihrer Zeit auslösten. Man kann annehmen, dass eines der Bilder fehlt: Das ist die Hypothese vom gestohlenen Bild, um welches sich der Skandal und die argwöhnischen Vermutungen drehen. Es geht darum, dieses unsichtbare Bild zusammenzusetzen, um das Geheimnis zu durchdringen, das der Kollektion insgesamt ihren Sinn geben könnte.