Juli 2007, kino arsenal

SPEX präsentiert: DAFT PUNK'S ELECTROMA

DAFT PUNK'S ELECTROMA, 2006

Pop, Diskurs, Musik sind in verschiedensten Variationen auch im Kino Arsenal zu Hause. Insofern freuen wir uns sehr, zukünftig Veranstaltungen in Kooperation mit SPEX, dem "Magazin für Popkultur" zu präsentieren. Wir beginnen in diesem Monat mit der Vorführung des zweiten Films von Daft Punk, dem legendären House-Duo aus Frankreich, dessen visuelles Markenzeichen die obligatorischen Helme auf dem Kopf sind. Wir präsentieren den in Paris zum Kultfilm avancierten DAFT PUNK'S ELECTROMA am 4. Juli als deutsche Erstaufführung. Die Helme nehmen sie ab, für kurze Zeit, nicht aber die Masken. Daft Punk (alias Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter) figurieren in DAFT PUNK'S ELECTROMA (USA 2006) als Roboter, die Menschen werden wollen. In edlen schwarzen Ledermonturen, auf dem Rücken glitzernde, gestickte "Daft Punk"-Schriftzüge, fahren sie in einem schwarzen Ferrari los. In einem Labor lassen sie ihre Köpfe mit einem menschlichen Antlitz überziehen, doch die Masken aus Latex schmelzen schon bald unter der unbarmherzigen Sonne. Nach diesem missglückten Versuch der Menschwerdung machen sich die beiden traurig auf die Reise in eine Salzwüste, die schließlich mächtiger ist als ihr Überlebenswille.

Gesprochen wird kein einziges Wort. Keine Gesichter, kein Mienenspiel, keine Dialoge – aber dennoch Emotion. Und: Bilder, die sich tief einprägen. Und: neun Musikstücke (Todd Rundgren, Brian Eno, Curtis Mayfield, Gregorio Allegri, Sébastien Tellier, Joseph Haydn, Linda Perhacs, Chopin und Jackson C. Frank) – keine Musik von Daft Punk. Die Regie wird der Interaktion von Bild/Kamera-Kompositionen und Musik/Soundtrack im Kopf der Zuschauer überlassen. Hinzu kommen die filmischen Referenzen: Monte Hellmans Two-Lane Blacktop, Gus van Sants Gerry, Vincent Gallos The Brown Bunny, Antonionis Zabriskie Point, THX 1138 von George Lucas. "Der Film soll wie ein Song funktionieren, den du dir anhörst, ohne genau zu wissen, warum bestimmte Harmonien oder Melodien eingesetzt wurden. Die Struktur eines Songs und die Struktur von ELECTROMA sollen eine emotionale Reise auslösen." (SPEX, Thomas Bangalter im Gespräch mit Martin Hossbach)

Die aktuelle Ausgabe der SPEX ist an der Kasse erhältlich. www.spex.de
Für diese Veranstaltung bitten wir um frühzeitige Kartenvorbestellung (arsenal@fdk-berlin.de). (4.7.)