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Di 25.08.
19:00

Wir leben in einer Welt, die unablässig Daten produziert – selbst dann, wenn wir schlafen. Algorithmen vergleichen und bewerten unser Verhalten, während digitale Plattformen versprechen, unseren Alltag effizienter und sicherer zu machen. Doch je selbstverständlicher diese Systeme werden, desto seltener fragen wir nach den Erzählungen, auf denen sie beruhen. Welche Mythen entstehen rund um die Macht der großen Technologieunternehmen? Und welche politischen Ideologien schreiben sich längst in die Infrastrukturen der digitalen Gegenwart ein?

»LORECORPS (v2)« nähert sich diesen Fragen als immersiver Live-Essay zwischen Computerspiel, Performance und Konzert. Gemeinsam mit Musiker Ricardo Eizirik und einer Roboterkatze führt Anan Fries durch die Bildwelten des digitalen Kapitalismus und macht sichtbar, was sich hinter den glänzenden Oberflächen technologischer Innovation verbirgt: die schleichende Verschmelzung algorithmischer Kontrolle mit autoritären Ideologien, das Ende des offenen Internets und die Macht neuer technologischer Mythen.

Anan Fries lebt und arbeitet zwischen Basel und Berlin. In Installationen, Performances sowie VR- und Videoarbeiten untersucht Fries das Verhältnis von Körpern, Maschinen und technologischen Infrastrukturen. Die Arbeiten waren unter anderem bei IDFA DocLab, Somerset House und der Berlin Art Week zu sehen. 2025 war Fries Artist in Residence bei transmediale. Das Projekt »Artificial Sex Ep. 1 & 2« wurde mit dem IDFA DocLab Award for Digital Storytelling sowie dem Special Jury Prize des Digital Storytelling Lab der Columbia University ausgezeichnet.

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