Do. 12.11.
20:00
Regie
Vincho Nchogu
Kenia, Nigeria / 2025
80 Min.
/ DCP
/ OmeU
Originalsprache
Maa, Swahili, Englisch
Kino
Arsenal
zu dem KalenderAnschließend Gespräch mit Vincho Nchogu
Zwischen Drama und schwarzer Komödie changierend, wirft Vincho Nchogus Spielfilmdebüt ONE WOMAN ONE BRA einen kritischen wie absurd-komischen Blick auf die Rolle internationaler NGOs und die Auswirkungen von „White Saviorism“ in ländlichen Gemeinschaften: Die Bewohner*innen des kenianischen Dorfs Sayit erhalten erstmals offizielle Dokumente, die ihnen ihren rechtmäßigen Landbesitz auf Grundlage ihrer familiären Herkunft bestätigen. Doch als der Dorfvorsteher die freudige Nachricht überbringt, droht der 38-jährigen Star der Verlust ihres Zuhauses, denn die Eigentumsurkunden beruhen auf Verwandtschaftsbeziehungen. Star aber ist als Waise aufgewachsen und kennt ihre Abstammung nicht. Dass sie unverheiratet ist und nicht genug Geld hat, um das Land zu kaufen, macht ihre Lage noch prekärer. Als Star zufällig im „World Book of Nomads“ ein Foto von sich als Kind entdeckt, schöpft sie Hoffnung. Der Versuch, ihre Identität nachzuweisen, wird jedoch zum Wettlauf gegen die Zeit. Zunehmend verzweifelt lässt sie sich schließlich auf einen moralisch fragwürdigen Deal mit einer NGO ein und produziert eine Aufklärungskampagne. Durch ein Missverständnis gerät sie dabei in Konflikt mit ihrer Gemeinschaft. Im Anschluss an das Screening folgt ein Gespräch mit der Regisseurin (per Video).
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