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Als der wortkarge Jäger Jaider (Gottfried John) 1871 aus dem Deutsch-Französischer Krieg in seine bayerische Heimat zurückkehrt, findet er keine Arbeit und wird, um das eigene Überleben zu sichern, zum Wilderer. Damit ist er so erfolgreich, dass er bald eine eigene Bande anführt, die von bayerischen Soldaten und staatlich sanktionierten Jägern erbarmungslos verfolgt wird. Als seine Frau und sein Bruder von ihnen umgebracht werden, beginnt Jaider einen persönlichen Rachefeldzug. Brutal, sarkastisch und hoffnungslos erinnert die Figur des Jaider an Sergio Corbuccis Django im gleichnamigen Italowestern. Die Geschichte orientiert sich am Leben Georg Jennerweins, der in den 1870er Jahren unerlaubt in den Wäldern rund um den Schliersee jagte.

JAIDER - DER EINSAME JÄGER feierte 1971 seine Premiere im Wettbewerb der Berlinale und wurde im selben Jahr mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Der Film markierte den Durchbruch von Gottfried John, der daraufhin in Fassbinders Filmen Karriere machte.

„JAIDER - DER EINSAME JÄGER ist dank Vogelers karger, konzentrierter und attitüdenloser Regie ein brillantes Stück Kino ... Hier hat sich der neue deutsche Heimatfilm weg von der politischen Parabel, weg auch von der Kritik dieses Genres und dessen Weltbild zu einer genießbaren Neufassung und Weiterentwicklung emanzipiert. Vogeler hat den Heimatfilm nicht auf den Kopf gestellt, wie er sagt, sondern ihn erst richtig auf die Beine gebracht.“ Wolfgang Limmer, Süddeutsche Zeitung vom 12. Juli 1971

Ab sofort steht neben unserer 35mm-Kopie auch ein DCP des Films zur Verfügung.

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