Schindlers Häuser

Heinz Emigholz

Österreich 2007

13.02. 16:30 Delphi Filmpalast (OF)
14.02. 14:45 CineStar 8 (OF)
16.02. 20:00 Colosseum 1 (OF)
17.02. 22:30 Arsenal 1 (OF)

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"Die Architektur projiziert einen Raumentwurf in die dreidimensionale Welt. Der Film nimmt diesen Raum und übersetzt ihn in zweidimensionale Bilder, die uns in der Zeit vorgeführt werden. Im Kino erfahren wir so etwas Neues: einen Gedankenraum, der uns über Gebäude meditieren lässt", schreibt Heinz Emigholz. Sein Film Schindlers Häuser zeigt 40 Bauwerke des österreichisch-amerikanischen Architekten Rudolph Schindler (1887–1953) in und um Los Angeles.

Emigholz hat seiner Enzyklopädie der Gedankengebäude eine neue Enzyklopädie realer Räume hinzugefügt. Wie schon in früheren Architektenfilmen gelingt es ihm, die Wahrnehmung der Fläche in unseren Köpfen zur Raumerfahrung werden zu lassen – wobei aus der Projektion des Architekten in der Rückprojektion die des Zuschauers wird. Man könnte meinen, die Struktur ließe die Teile austauschbar werden. Aber das Gegenteil ist der Fall: Immer wieder sind wir davon überrascht, wie etwas Neues, sehr Filmisches, den individuellen Raumentwürfen ihre Dimension verleiht: War es bei Goff der adelnde Glasbaustein, bei Sullivan die Funktion des Ornaments und bei Maillart die Verheißung der Brücke, so ist es hier die Komplexität der Perspektiven in Privaträumen inmitten der Öffentlichkeit von Los Angeles. Aber auch die Formation der Katzen auf ihrem Katzenbaum.

Stefanie Schulte Strathaus

 

Heinz Emigholz, geb. 1948 bei Bremen. Seit 1973 freischaffender Filmemacher, bildender Künstler, Kameramann, Autor, Publizist und Produzent. Viele Ausstellungen, Retrospektiven, Vorträge und Publikationen im In- und Ausland. 1974 Beginn der enzyklopädischen Zeichenserie "Die Basis des Make-Up", 1984 der Filmserie "Photographie und jenseits". Lehrstuhl für Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin Filme im Forum, zuletzt 2003 Goff in der Wüste, 2005 D'Annunzios Höhle, Miscellanea III und The Basis of Make-Up III.

 

Produktion: Amour Fou Filmproduktion, Wien; Heinz Emigholz Filmproduktion, Berlin

Konzept, Kamera, Schnitt: Heinz Emigholz

Format: 35mm, Farbe

Länge: 99 Minuten

Sprache: Deutsch