Februar 2018, berlinale forum

Caligari-Preis für "La casa lobo"

LA CASA LOBO (THE WOLF HOUSE) von Cristóbal León und Joaquín Cociña erhält den diesjährigen Caligari-Preis. Die Begründung der drei Juror*innen Margarete Wach (film-dienst), Vanessa Elges (Kommunales Kino Saarbrücken) und Peter Link (Kommunales Kino Lingen) lautet: Ein Projekt ins Unbekannte ist immer ein Wagnis und erfordert Mut. Damit verbundene Emotionen bewegen, lassen Träume aufleben und Traumata verarbeiten. Beständigkeit eröffnet immerwährende detailreiche Metamorphosen. Vergänglichkeit vollzieht sich auch im vermeintlichen Innehalten. Abstraktionsebenen beflügeln ein anderes Sehen historischer und politscher Ereignisse. Wiegenlieder, wie „Schlaf, Kindlein, schlaf“, regen zum zusätzlichen Nachsinnen an. Faszination ausgelöst durch eine Abwechslung mit kastilisch- und deutschsprachigen Erzählsträngen, einer (Ver-)mischung von Märchen und 10.000enden voneinzelnen Einstellungen in atemberaubendem Stopptrick mit diversen Materialien entwickelt eine Sogwirkung für den Blick in: LA CASA LOBO.

Zum 33. Mal vergab der Bundesverband Kommunale Filmarbeit den mit 4.000 Euro dotierten Caligari-Filmpreis, in diesem Jahr gemeinsam mit der Europäischen Film Philharmonie. Die Preisträger erhalten 2.000 Euro, die andere Hälfte des Betrages wird für Werbemaßnahmen verwendet, um weitere Kinoaufführungen in Deutschland zu begleiten.