Februar 2020, berlinale forum

Diskussionen im silent green

THE VIEWING BOOTH Israel / USA 2019

Zusätzlich zu den regulären Publikumsgesprächen während des Forums finden im silent green Kulturquartier für ausgewählte Filme ausführlichere Gespäche statt. Vom 22.–25. Februar sprechen die Filmemacher*innen mit geladenen Gästen. Die Diskussionen greifen Themen und Diskurse aus den Filmen auf und vertiefen sie. Hier finden Sie eine Übersicht über die Gespräche und Gäste:

 

Forum Filmgespräche
22. – 25. Februar 2020 im silent green Kulturquartier

22. Februar, 14 Uhr
VICTORIA Belgien 2020, 71 min
Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer, Isabelle Tollenaere im Gespräch mit Jacqueline Nsiah

Die Regisseurinnen Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere sind sich an der Brüsseler LUCA – School of Arts begegnet. Seitdem arbeiten sie in unterschiedlichen Rollen eng zusammen.

Jacqueline Nsiah ist Programmdirektorin bei der Africa Film Society in Ghana und betreut als Projektreferentin eine afrikanische Filmplattform des Goethe-Instituts. Seit 2019 ist sie Mitglied des Auswahlkomitees des Forums.

23. Februar, 20 Uhr
THE VIEWING BOOTH Israel / USA 2019, 70 min
Ra’anan Alexandrowicz im Gespräch mit Susan Neiman
Moderation: Ulrich Gutmair

Ra’anan Alexandrowicz studierte an der Jerusalemer Sam Spiegel Film & Television School ab. Nach seinem Debütfilm Rak B'Mikrim Bodedim folgten weitere dokumentarische Werke sowie sein erster Spielfilm James’ Journey to Jerusalem.

Susan Neiman ist eine US-amerikanische Philosophin. Sie hat ausführlich über die Schnittstelle zwischen Moralphilosophie der Aufklärung, Metaphysik und Politik geschrieben. Seit dem Jahr 2000 ist sie Direktorin des Einstein Forums in Potsdam.

Ulrich Gutmair ist Journalist. Er schreibt seit gut zwanzig Jahren für Tageszeitungen und Magazine über Pop und Geschichte. Seit 2007 ist er Kulturredakteur der taz. die tageszeitung.


24. Februar, 14 Uhr
WAS BLEIBT | ŠTA OSTAJE | WHAT REMAINS / RE-VISITED Deutschland / Österreich / Bosnien und Herzegowina 2020, 70 min
Clarissa Thieme im Gespräch mit Didem Pekün
Moderation: Dominik Kamalzadeh

Clarissa Thieme arbeitet in den Bereichen Film, Fotografie, Performance, Installation und Text und verbindet dokumentarische und fiktionale Formen, wobei sie sich auf Prozesse der Erinnerung, Identitätspolitik und Übersetzungsstrategien konzentriert.

Didem Pekün ist Filmemacherin. Sie verbindet in ihrer Arbeit Forschung und Praxis. In ihren Essayfilmen thematisiert sie, wie Gewalt und Vertreibung das Leben definieren und zerstören. Sie ist Gründungsmitglied des Center for Spatial Justice. Pekün ist derzeit als Fellow an der Universität der Künste Berlin tätig.

Dominik Kamalzadeh ist der Kulturredakteur der Tageszeitung "Der Standard", Ko-Redakteur der Zeitschrift "Kolik-Film" und Kurator mehrerer Filmreihen.

24. Februar, 20 Uhr
RESPONSABILIDAD EMPRESARIAL Argentina 2020, 68 min
Jonathan Perel im Gespräch mit Heinz Emigholz
Moderation: Violeta Bava

Jonathan Perels Werke wurden u. a. im Palais de Tokyo (Paris), im Museum of the Moving Image (New York), Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V. (Berlin) sowie im Museo de Arte Moderno de Buenos Aires ausgestellt. Perel lebt und arbeitet in Buenos Aires.

Heinz Emigholz ist als freischaffender Filmemacher, bildender Künstler, Kameramann, Autor, Publizist und Produzent tätig. Er war häufig im Forum und Forum Expanded  zu Gast, zuletzt mit seiner vierteiligen Streetscape Serie (Forum 2017), Two basilicas (Forum Expanded 2018) und Years of Construction (Forum 2019).

Violeta Bava arbeitete 20 Jahre lang als Kuratorin für das Buenos Aires International Independent Film Festival (BAFICI), war Co-Direktorin des Buenos Aires Laboratory und ist Mitbegründerin der Produktionsfirma Ruda Cine. Bava ist zudem Delegierte der Internationalen Filmfestspiele von Venedig für lateinamerikanische Filme.


25. Februar, 20 Uhr
GRÈVE OU CRÈVE Frankreich 2020, 93 min
Jonathan Rescigno im Gespräch mit Marie Wilke
Moderation: Stefan Grissemann

Jonathan Rescigno studierte Kunst und Film in Metz und Strasbourg. Rescigno beschäftigt sich in seinen Kurzfilmen und Videoinstallationen mit den Grenzverschiebungen und sozialen Realitäten in seiner nahe der französisch-deutschen Grenze gelegenen Heimatregion Grand Est. Grève ou crève ist sein erster Spielfilm.

Marie Wilke studierte Dokumentarfilm sowie Experimentelle Mediengestaltung. Sie ist als Autorin, Regisseurin und Editorin sowie als freiberufliche Dozentin für Regie und Stoffentwicklung tätig. Ihr Film AGGREGAT lief 2018 im Berlinale Forum.

Stefan Grissemann leitet das Kulturressort des österreichischen Wochenmagazins "Profil". Er kuratiert Filmreihen und schreibt Bücher über österreichisches Kino (zum Beispiel “Sündenfall: Die Grenzüberschreitungen des Filmemachers Ulrich Seidl“, 2012).