Februar 2020, berlinale forum

Caligari-Preis für "Victoria"

VICTORIA von Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere erhält den diesjährigen Caligari-Preis.

Die Jury, bestehend aus Lena Martin, Dagmar Kamlah und Thomas Klein begründete ihre Entscheidung mit den Worten: "California City, die gescheiterte Großstadtvision eines Investors in den 50er Jahren, bildet die Bühne für den Neustart einer aus Los Angeles umgesiedelten afroamerikanischen Familie. Im Alltag und spontanem Erleben ansetzend, begleiten die Filmemacherinnen den jungen Vater. Es entfaltet sich ein hybrider Dokumentarfilm mit spielfilmartigen Elementen. Lashay T. Warren setzt nicht nur sein Smartphone kreativ zur Neuverortung ein, sondern tritt sprachlich in einen überraschenden Dialog mit dem absurden Ort in der Wüste. Im Beharren auf und Kommunizieren einer subjektiven Perspektive stellt VICTORIA existentielle Fragen zu Urbanität und prekären Lebensbedingungen und schöpft aus dem Nichts gegen alle Erwartungen neue Hoffnung."

Jedes Jahr seit 1986 wird auf der Berlinale ein stilistisch und thematisch innovativer Film aus dem Programm des Internationalen Forums des Jungen Films mit dem Caligari-Filmpreis ausgezeichnet.
Die von den Kommunalen Kinos und Filmdienst.de – Das Portal für Kino und Filmkultur – gestiftete Preis ist mit 4.000 Euro dotiert, wobei die Hälfte an die Regisseur*innen des Films geht und die andere den Verleih fördert.