Richard Foreman

Once Every Day
USA 2012

11.02. 20:30 OF HAU 1 (Filmvorführung und Paneldiskussion)
14.02. 15:00 OF Kino Arsenal 1
16.02. 19:30 OF Kino Arsenal 2

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Once Every Day ist der erste lange Film des legendären Avantgarde-Theaterregisseurs Richard Foreman seit mehr als 35 Jahren. Der Film folgt keinem gängigen Erzählverlauf, sondern fokussiert eine Gruppe von 14 Personen, die eine Reihe semiritualistischer Verhaltensmuster ausagieren, wobei ihre exzentrischen Handlungsimpulse immer wieder auf unvorhersehbare Weise abgebrochen werden. Farbige Tableaus wechseln sich mit ausgebleichten Handlungssequenzen ab, gefolgt von expressionistischen Schwarz-Weiß-Konfrontationen und allmählichen Immersionen in reines Licht. Dazu sind wiederholt die Stimmen des Regisseurs und des Technikers zu hören, die aus dem Off den Darstellern Anweisungen geben und kommentieren.
Der Film wurde innerhalb von nur sechs Tagen in Buffalo, NY, als Serie nicht miteinander verbundener Szenen mit zahlreichen Darstellern gedreht, mit vier bis fünf Kameras, von denen eine von Richard Foreman geführt wurde und die anderen frei eingesetzt werden konnten.
In einem einjährigen Schnittprozess fügte Richard Foreman das Material schließlich zu einem Zeitmosaik aus ‚neuformatiertem Bewusstsein‘ zusammen, das stetig zwischen Beschwörungen des künstlerischen Schaffensprozesses auf der einen und Ekstase und unkontrollierten Ängsten auf der anderen Seite oszilliert. 

Richard Foreman wurde 1937 in New York geboren und ist Begründer des legendären Ontologisch-Hysterischen Theaters. Seit den 1960er Jahren hat er mehr als 50 eigene Stücke geschrieben und inszeniert, Ko-Produktionen mit internationalen Theaterfestivals realisiert, sowie Regie bei klassischen Stücken und Opern in großen Häusern geführt. Daneben hat er Filme und Videos gemacht, sowie eine Reihe von Büchern publiziert. Zu seinen zahlreichen Preisen zählen u. a. 12 ‚Obies‘, der Literaturpreis der American Academy of Arts and Letters, die ‚Lifetime Achievement in the Arts‘ der National Endowment for the Arts, der PEN Club Master American Dramatist Award, ein MacArthur ‚Genius‘ Stipendium und der Orden der Künste und der Literatur des französischen Kulturministeriums. Zu seinen Filmen und Videos zählen u. a.: Total Rain (1990), Radio Rick in Heaven and Radio Richard in Hell (1987), Strong Medicine (1981), City Archives (1977), Out of the Body Travel (1975).

Format: HD
Länge: 64 min
Regie, Buch, Schnitt: Richard Foreman
Darsteller: Dana Block, Sarah Brown, Ryan Cupello, Diane Galdry, Neill Garvey, Hannah Lipkind, Abby Marianetti, Paul Martin, Amenda McDowall, Roy Roussel, Linda Stein, R J Voltz, Paul Hern, Yuri Hreshchyshyn
Produktion: Bridge Film NYC, Ontological Hysteric Theater, The Center for the Moving Image, Dept Media Studies, State University of NY, Buffalo NY