Oktober 2021, distribution news

Digital restauriert: "De Cierta Manera"

(In gewisser Hinsicht, Kuba 1974) von Sara Gómez

DE CIERTA MANERA beschreibt das Leben in einem Armenviertel im postrevolutionären Kuba. Die Werte und Rollenbilder der Bewohner*innen haben sich mit dem Neubau von Wohnungen nicht verändert – eine neue Gesellschaft entsteht nicht auf Abruf. Yolanda, eine Grundschullehrerin, und Mario, der in einem Omnibus-Werk arbeitet, werden ein Liebespaar. Während sich Yolanda um einen pädagogischen Ansatz bemüht, der marginalisierte Schüler*innen integriert und damit bei Kolleg*innen und Eltern auf Unverständnis stößt, fällt es Mario schwer, sich von patriarchalischen Vorbildern zu lösen. Ihre konträren Vorstellungen stellen auch ihre Beziehung auf die Probe und spiegeln zugleich den gesellschaftlichen Transformationsprozess kritisch wider.

DE CIERTA MANERA war der erste kubanische Langfilm einer Regisseurin und zugleich Gómez’ letzter Film.

Sara Gómez (* 8. November 1943 in Havanna; † 2. Juni 1974 in Havanna) studierte zunächst Literatur, Ethnographie und Piano und arbeitet im Anschluss als Journalistin für die Jugendzeitschrift Mella sowie die sonntägliche Beilage der Tageszeitung Hoy. Ab 1961 war sie Mitarbeiterin des neu gegründeten nationalen Filminstituts Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos (ICAIC). Hier arbeitete sie als Regieassistentin für Roberto Fandiño, Tomás Gutiérrez Alea, Jorge Fraga und Agnès Varda (Salut les cubains, 1963). 1962 drehte sie mit Plaza Vieja ihren ersten eigenen Kurzfilm.

DE CIERTA MANERA (In gewisser Hinsicht)
Land: Kuba. Jahr: 1974. Format: DCP. Laufzeit: 73 min. Sprache: Spanisch. Sprachfassungen: OmdU / OmeU. Mit: Mario Balmaseda (Mario), Yolanda Cuéllar (Yolanda), Mario Limonta, Isaura Mendoza, Bobby Carcases, Sarita Reyes